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Do, 16:07 Uhr
25.07.2019
Telefon-Attacken

Ziele sind Thüringer Arztpraxen

Die Masche ist nicht neu: Angebliche Mitarbeiter des technischen Supports von Microsoft versuchen sich über das Telefon Zugang zu sensiblen Daten auf Rechnern zu verschaffen. Die Verbraucherzentrale warnte unlängst davor. Neu ist, dass diese fiese Masche nun auch Arztpraxen in Thüringen erreicht...


Hierbei ist nicht zwingend davon auszugehen, dass die Angreifer Interesse an den Gesundheitsdaten haben. Vielmehr ist naheliegend, dass sie die Abrechnungs- und Kontendaten, die ebenfalls in den Praxisverwaltungssystemen gespeichert sind, ausspähen wollen, um darauf basierend weitere kriminelle Handlungen mit finanziellem Hintergrund zu begehen.

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Zwei Fälle wurden heute bereits dem TLfDI gemeldet. Insofern ist es recht wahrscheinlich, dass die Anrufer diese Masche bei weiteren Arztpraxen ausprobieren werden. Der Thüringer Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (TLfDI), Dr. Lutz Hasse, möchte mit Hilfe dieser Presseinformation sämtliche Arztpraxen und Kliniken in Thüringen warnen: „Geben Sie bitte acht: Die Anrufer sprechen ein Englisch mit Akzent. Sie geben sich als Mitarbeiter von der Firma Microsoft aus. Dabei erklären sie, dass etwas mit dem Computer nicht in Ordnung sei und täuschen einen Virenbefall vor. Die Täter wollen sich mit dem bekannten Programm „TeamViewer“ Zugriff auf den Praxiscomputer verschaffen. Legen Sie auf und folgen Sie keinesfalls den „Fernwartungs-Instruktionen“ der vermeintlichen Mitarbeiter von Microsoft, tätigen Sie nicht die geforderten Downloads und geben Sie keine ID- oder Pin-Nummern preis“.

Falls Sie bereits Opfer dieser Methode geworden sind, melden Sie dies bitte an https://www.microsoft.com/de-DE/concern/scam und verwenden Sie das Formular, mit dem Sie die evtl. Datenpanne dem TLfDI melden müssen; Sie finden es Sie auf der Website des TLfDI.
Autor: red

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Kommentare
Ahoernchen
25.07.2019, 22:49 Uhr
Dank an nnz für diese Info
Danke an die nnz für diese Meldung. Sie deutet auf die ganze Problematik der TI, die vehement von Herrn Spahn voran getrieben wird und natürlich von Menschen mit krimineller Energie genutzt wird, hin.
Mir fehlt bei Herrn Spahn, Gesundheitsminister der BRD, Vernunft, denn allen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten wird TI bei Strafe Ihrer Existenz aufgedrückt und nicht gleichzeitig den stationären und Apothekerbereich mit einzubinden, zeigt die Unfähigkeit bzw. das bewusste Ausnutzen der in Niederlassung tätigen ÄrztInnen. MVZ gibt es ja bei Herrn Spahn nicht. Nur, wenn alle hier z.B. genannten Bereiche daran teilnehmen, kann ein echter Vorteil für den uns ÄrztInnen Ratsuchenden Menschen und für uns ÄrztInnen ein echter Fortschritt erzielt werden. Diese bestehende Lücke habe die Hacker erkannt.
Konkret zu dieser Meldung: wie kann man eigentlich noch vertrauensvoll für die unseren Rat suchenden Menschen da sein, wenn die Vorschriften von Herrn Spahn et al gelten, wobei KV Thüringen und LÄK Thüringen und das Gesundheitsministerium Thüringen immer um vernünftige Umsetzung ringt?
Hierüber sollten wir alle nachdenken!

Dr. med. Martin Hesse
Berufsverband der Frauenärzte
Landesvorsitzender Thüringen
Andreas Dittmar
26.07.2019, 10:09 Uhr
Die Masche ist wirklich schon uralt....
Es ruft immer der Kunde bei einer IT-Firma bzw. bei Microsoft an und niemals andersrum. Das ist in Stein gemeißelt. Wenn wirklich mal ein Rechner so verseucht ist, das er andere Rechner im Internet attakiert, bekommt das der Internetprovider mit. Der fordert den Kunden per Mail und/oder per Post auf, dass Problem zu beheben. Auch hier ruft niemand beim Kunden an, um sich auf den Rechner aufzuschalten. Der Kunde muss das Problem selbst lösen oder einen IT-Dienstleister beauftragen. Auch der Provider hilft gern weiter aber eben nur, wenn er beauftragt wird. Kommt der Kunde der Aufforderung nicht nach, schränkt der Provider den Zugang zum Internet ein. Der Tüv oder die Polizei repariert auch nicht mein Auto, wenn Mängel feststellt werden. Ich muss die selbst in einer Werkstatt beheben lassen. Das Prinzip setzt man einfach 1:1 ins Internet um.

Im Artikel ist von Kontodaten die Rede. Handelt es sich hier tatsächlich um Banverbindungen von Patienten ? Wenn ja, warum werden solche Daten in einem Praxisverwaltungssystem gespeichert. Das wäre auch für Praxen ein erhebliches Risiko. Bei Patienten die nur Kassenleistungen in Anspruch nehmen, erfolgt die Abrechnung über die Krankenkasse. Bei Privatbehandlung zahlt der Patient bar, mit Karte am EC-Terminal oder lässt sich eine Rechnung zusenden. Ich sehe keinen logischen Sinn darin, dass eine Praxis Bankverbindungen speichern muss. Das ist nur bei einem Dauerschuldverhältnis notwendig.
Auch die Abrechnungsdaten mit der Krankenkasse muss man nicht patientenbezogen in einer Praxisverwaltung vorhalten. Der Patient identifiziert sich mit der Versicherungskarte und die Kasse gibt das OK an die Praxis. Wie beim EC-Cash. Da wird ein Riesenzinnober um Datenschutz gemacht. Wenn es aber darauf ankommt, wie hier, versagt das System kläglich.
Im Gegenteil da wird mit elektronischen Patientenakten und sogar elektronischen Rezepten nochmal richtig Gas gegeben.
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