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Fr, 12:13 Uhr
26.07.2019
Die IHK informiert

Tipps zum Start in die Ausbildung

Für tausende Thüringer Jugendliche beginnt in wenigen Tagen ein neuer Lebensabschnitt: die Berufsausbildung. Hilfreiche Tipps für einen perfekten Start am 1. August gibt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt.

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„Der Erfolg einer Ausbildung hängt nicht nur vom fachlichen Wissen und Können ab, sondern auch vom Auftreten und den Umgangsformen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Gerald Grusser. „Ein gepflegtes Äußeres und ein zum Beruf passendes Outfit ist wichtig für den ersten Eindruck“, empfiehlt der IHK-Chef. Das habe nichts mit verstaubten Benimmregeln zu tun, sondern mit Respekt und Einfühlungsvermögen.

Die neuen Auszubildenden stehen von einem Tag zum anderen mitten im Berufsleben. Schon die Arbeitszeit von morgens bis abends ist ungewohnt und anstelle von Mitschülern werden sie hauptsächlich von Kunden, Kollegen und Ausbildern umgeben sein. Darüber hinaus erwarten die Unternehmen von Beginn an hohe Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Fleiß, Ehrlichkeit und freundliches Auftreten.

Die IHK Erfurt empfiehlt daher, auf folgende Dinge besonders zu achten:

Pünktlichkeit sollte selbstverständlich sein
Andernfalls riskiert man, für unzuverlässig gehalten zu werden. Also besser etwas mehr Zeit für den Weg zum Betrieb einplanen und mögliche Verkehrsprobleme berücksichtigen. Den Ausbilder telefonisch informieren, falls man sich verspätet.

Freundlich, offen und zurückhaltend
Wenn man neu in einem Unternehmen anfängt, sollte man zurückhaltend das Miteinander unter den Kollegen beobachten und sich freundlich und offen verhalten.

Vorstellen
Nicht immer bekommt man am ersten Tag alle Kolleginnen und Kollegen vorgestellt, vielleicht war der eine oder andere im Urlaub. Daher sollte man sich unbedingt beim ersten Kontakt selbst vorstellen.

Umgangsformen
Lieber einmal zu viel als zu wenig grüßen. Azubis sind diejenigen, die zuerst grüßen sollten. Die Initiative zum Händedruck hingegen geht immer vom Ranghöheren aus. Dabei kommt ein kräftiger Händedruck besser an als ein schlaffer. Vorstellen sollte man sich immer mit Vor- und Nachnamen und gegenüber Kollegen und Kunden das „Sie“ nutzen, es sei denn, das „Du“ wird angeboten. Dem Kunden immer ins Gesicht schauen, freundlich und mit Ruhe. Im Zweifel kann der Chef oder der Ausbilder um Hilfe gebeten werden.

Kleidung
Ist die Kleiderordnung von Anbeginn nicht klar geregelt, sollte man sich im Büro umschauen und nach der üblichen Kleiderordnung richten.

Zeitmanagement
Viele Prozesse laufen im Berufsalltag parallel ab. Daher ist eine to-do-Liste das richtige Instrument, um als Berufsanfänger den Überblick zu behalten.

Nichtwissen
Gerade in den ersten Wochen können Kundenfragen nicht immer vollumfänglich beantwortet werden. Das ist für Auszubildende kein Problem, wenn sie freundlich darauf hinweisen, dass sie neu sind, aber sich darum kümmern, dass dem Kunden alle offenen Fragen so schnell wie möglich beantwortet werden.

Nur wer fragt, lernt!
Man erwartet von Berufsanfängern sogar, dass sie fragen, wenn sie etwas nicht wissen oder verstehen:
  • die Namen und Funktionen ihrer wichtigsten Ansprechpartner,
  • das richtige Melden am Telefon,
  • das Verhalten gegenüber Kunden, wenn deren Fragen nicht beantworten werden können,
  • wo sich die Pausen- und Sanitärräume befinden,
  • wie die Arbeits- und Pausenzeiten geregelt sind.

Persönlicher Einsatz
Auf Flexibilität kommt es bei dringenden Aufträgen an. Die Einschätzung der Einsatzbereitschaft und der Belastbarkeit hängt immer wieder davon ab, wie man sich verhält, wenn ein Auftrag auch mal kurzfristig und unerwartet fertiggestellt werden muss.

Feedback
Sollte der Vorgesetzte nicht von selbst eine Beurteilung geben, kann der Azubi ruhig selbst aktiv werden und spätestens nach den ersten 100 Tagen um eine Einschätzung bitten.
Autor: red

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