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Mo, 09:45 Uhr
29.07.2019
Gewerkschaft will Lohnerhöhungen für Brauer

Lust auf Hopfen und Malz

Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten fordert eine Lohnerhöhung für Beschäftigte in Brauereien In Nordthüringen wurden im letzten Jahr rund 263.000 Hektoliter Bier getrunken.

bier zapfen  (Foto: Gewerkschaft NGG) bier zapfen (Foto: Gewerkschaft NGG)


Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) errechnet. Sie geht dabei von einem Pro-Kopf-Verbrauch von 101 Litern pro Jahr aus. „Bier ist nach wie vor ein Lieblingsgetränk in der Region. Die Brauer verzeichnen gute Umsätze – und das nicht nur wegen des Rekordsommers und der Fußball-WM. Davon sollen jetzt die Beschäftigten profitieren“, sagt der NGG-Verhandlungsführer Uwe Ledwig.

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Für die Mitarbeiter in den thüringischen Brauereien fordert die NGG in der anstehenden Tarifrunde die Angleichung der Löhne an das tarifliche Branchenniveau. „Wie das Reinheitsgebot zum Bier gehört, muss das Gleichheitsgebot bei den Löhnen für die Brauerei-Beschäftigten selbstverständlich sein. 170 bis 240 Euro Lohnunterschied zum Durchschnitt bundesweit sind 30 Jahre nach der Einheit nicht zu akzeptieren“, fordert die Gewerkschaft.

„Von großen Marken wie Hasseröder und Köstritzer bis hin zur Hausbrauerei vor Ort – die Betriebe machen solide Geschäfte“, betont der NGG-Landesvorsitzende Uwe Ledwig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes setzte die Branche in Thüringen im vergangenen Jahr 2,7 Millionen Hektoliter Bier ab. „Hinzu kommt der wachsende Markt mit alkoholfreien Sorten, die in der Bilanz nicht enthalten sind“, erklärt Ledwig.

„Jetzt muss auch für die Mitarbeiter mehr drin sein. Sie klagen schon lange über eine steigende Arbeitsbelastung. Das hat auch mit dem Trend zu neuen Sorten und technischen Umstellungen zu tun“, so die NGG. Das Anforderungsniveau in den Brauereien steige seit Jahren. Im heißen Sommer hätten viele Beschäftigte Extra-Schichten geschoben. „Das muss sich dann auch am Monatsende bezahlt machen. Sonst wird es für Braumeister zunehmend schwerer, Azubis und Fachkräfte zu gewinnen“, sagt Ledwig.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft NGG und der Brauerei- Tarifgemeinschaft Sachsen-Thüringen starten am kommenden Donnerstag, den 1. August, in Dresden.
Autor: osch

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Kommentare
A.kriecher
29.07.2019, 10:20 Uhr
Wer braucht euch denn
Und wieder die gleiche Leier, Gewerkschaft fordert mehr Lohn. Was passiert? Wirtschaft erhöht die Preise auf Grund steigender Herstellungskosten oder Arbeit wird effektiver gestaltet, weniger Arbeitskräfte müssen immer mehr leisten oder Abwanderung in Billiglohnländer u.s.w.. Was ändert sich für den kleinen? Nichts.
h3631
29.07.2019, 11:58 Uhr
A. kriecher
Würden Sie für wenig Lohn arbeiten?
Ich Glaube nicht.
Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen.
Kobold2
29.07.2019, 12:29 Uhr
Noch jemand
Der gern etwas weniger Lohn bekommen würde.....
Mal drüber nachgedacht, wie hoch der Anteil der Lohnkosten am Fertigptodukt ist?
Die Arbeit anderer Leute entsprechend würdigen, ist leider nicht jedem gegeben.
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