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Sa, 09:45 Uhr
17.08.2019
Kommunalpolitiker äußern sich

Positives Fazit nach dem Runden Tisch zum Hotelneubau

Am Donnerstag hatten die Wählergruppen „Pro Frankenhausen“ (ProF) und „Gemeinsam für Bad Frankenhausen“ (GfBF) zu einem runden Tisch zum Thema Hotelneubau geladen. Dazu erreichte kn diese gemeinsame Stellungnahme...

Die drei Stadtratsfraktionen von CDU, SPD und Die Linke und der Kurdirektor hatten bereits im Vorfeld angekündigt der Veranstaltung fern zu bleiben.


So konnten Thomas Richter (ProF) und Steffen Kobrow (GfBF) erfreulicherweise, zahlreiche Hotelbetreiber und einen Vertreter des Gewerbevereins begrüßen. Die Anwesenden waren sich einig, dass diese Runde eine sinnvolle Art der Kommunikation im Vorfeld eines solchen Projektes ist und man so Vertreter aus Politik, Hotellerie und Gewerbetreibenden auf eine angemessene Diskussionsplattform bekommt.


„Es war sehr interessant und aufschlussreich zu hören, wie es der Hotel- und Gastronomiebranche im Moment geht und welche Sorgen und Befürchtungen es bei einem Hotelneubau, bei unseren touristischen Leistungsträgern gibt. Die Standortfrage spielt da eher eine untergeordnete Rolle“ sagte Thomas Richter nach Ende der Veranstaltung. „Die durchschnittliche Auslastung der Hotels in Bad Frankenhausen lag nach Aussage der Anwesenden im Jahr 2018 bei ungefähr 50%. Daraus hat sich die Frage ergeben: Ruft das nach einem neuen Hotel?“

Man könnte sich aber durchaus vorstellen, dass die Stadt ein 5-Sterne-Hotel mit einer Kapazität von ungefähr 50-60 Zimmern verträgt. Das wäre aus Sicht der Bettenzahlen nachvollziehbar und auch durchaus unproblematisch, da hier auch faktisch eine andere Klientel angesprochen würde.


Der Vertreter des Gewerbevereins gab zu Bedenken, dass aber natürlich jeder zusätzliche Gast in der Stadt, auch ein potentieller Kunde der unterschiedlichen Einzelhändler ist und so Bad Frankenhausen belebt. Das ist eine Chance, die in die Überlegungen und Diskussionen unbedingt einfließen muss.

Wie Steffen Kobrow (GfBF) ausführte „sei ganz klargeworden, dass die Personalsituation in den ortsansässigen Häusern mehr als angespannt ist und das liege nicht daran, dass in Bad Frankenhausen unfaire Löhne gezahlt werden, wie ja bereits zu hören war. Da nützt den Hotelbetreibern auch die Statistik der Bundesagentur für Arbeit nichts, dass im Kyffhäuserkreis fast 3.000 Menschen arbeitslos sind. Die Agentur für Arbeit hat ganz einfach keine Bewerber für die Hotel- und Gastronomiebetriebe. Der Arbeitsmarkt funktioniert leider nicht so einfach wie sich das der Ein oder Andere vorstellt. Wo sollen da auf einmal 40 neue Mitarbeiter herkommen?“

Es wird zu Personalabwanderungen kommen - das scheint festzustehen, denn das ist ein Wesensmerkmal der Branche. Und wenn das passiert, wird die Vielfalt der örtlichen Gastronomieszene darunter leiden, da bereits aktuell mit der Personal- und Kostenstruktur in der Branche, der Restaurantbetrieb nur schwer aufrecht zu erhalten ist.

Am Ende war festzuhalten, dass ein Hotelneubau ohne Frage automatisch mehr Besucher in unsere Kurstadt lockt, man aber im Vorfeld mögliche Nebenwirkungen nicht außer Acht lassen darf. Es wird mit einem Hotelneubau in der 4-Sterne Kategorie zu Veränderungen in Bad Frankenhausen kommen. Man will nun gemeinsam dafür Sorge tragen, dass Chancen und Risiken den politischen Entscheidungsträgern und den Bürgern aufgezeigt werden, damit am 27.10. jeder Einwohner weiß, was seine Entscheidung bewirkt. Und man wird auch am 16.09. ins Gespräch mit dem Hotelinvestor bzw. Hotelbetreiber gehen, um eine Reihe von Fragen zu stellen, auf die man ganz konkrete Antworten haben möchte. Zahlen, Daten und Fakten.



„Pro Frankenhausen“ und „Gemeinsam für Bad Frankenhausen“
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Kommentare

17.08.2019, 12.17 Uhr
muraschke | Vorstellbar ...
... bei solchen Sätzen:

"Der Arbeitsmarkt funktioniert leider nicht so einfach wie sich, dass der ein oder andere vorstellt."

Der Markt leidet einfach unter "rechtsgrammatikalischer" Verwahrlosung! Heute ist Einschulung.

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