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Mi, 15:44 Uhr
11.09.2019
Kulturszene aktuell

„Siebenschläfer“-Konzert

aber niemand ist eingeschlafen! Dazu ein Bericht von Peter Zimmer aus Frankenhausen, der kn erreichte...

Wer sich ein wenig mit Wetterphänomene beschäftigt, kennt den 27. Juni als „Siebenschläfertag“ und die damit verbundenen Wetterregeln. Eigentlich geht dieser Tag auf eine alte Legende zurück. Sieben junge Christen hatten in der Zeit der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Decius (249-251) in einer Berghöhle nahe Ephesos Zuflucht gesucht. Sie wurden entdeckt und lebendig eingemauert. Der Legende nach starben sie nicht, sondern schliefen 195 jahre lang.


Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt, wachten auf, bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten und starben wenig später. Weshalb dann die Legende mit dem Wetter zusammenhängt ist nicht erklärt. Fest steht aber - nach statistischen Wetteraufzeichnungen -, dass sich häufig in dieser Zeit eine mehrwöchige stabile Wetterlage einstellt, entweder viel Regen oder viel Sonne. Deshalb auch diverse Wetterregeln: Siebenschläfer Regen sieben Wochen Regen, Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne, Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen bestellt.
„Siebenschläfer“-Konzert (Foto: Peter Zimmer)
„Siebenschläfer“-Konzert (Foto: Peter Zimmer)

Den 70 Besuchern wurde nicht so recht klar, warum sich das Konzert auf „Siebenschläfer“ bezog, aber interessant war es allzumal.

Klaus Adolphi spielte virtuos diverse Saiteninstrumente (Gitarren, Laute, Mandola, Mandocello u. a.). Katharina Peter erfreute die Zuhörer mit Blockflöten, Krummhorn Glockenspiel u. ä. Beide Künstler widmeten sich Liedern von der Renaissance bis Romantik, von Angel- bis Anhalsachsen, von Shakespeare bis Aldophi.


Keltische Mystik traf auf Vagantenverse des 12. Jahrhunderts, Eichendorff auf Kollege Novalis, deutsche Historie auf schottische Legenden. Das vielseitige Klangspektrum und die spannenden Brückenschläge zwischen Historie und Gegenwart sorgten zusammen mit den beiden Gesangsstimmen für ein abwechslungsreiches Programm ohne Zugaben wurden die beiden Künstler nicht „entlassen“.

Zu verdanken ist das Konzert der Herberge & Wirtshaus „ Alte Hämmelei “ und seinem Chef Henry Rückebeil, der selbst in seiner Einrichtung öfters zu musikalischen Abenden einlädt.

Text und Fotos: Peter Zimmer, Bad Frankenhausen
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