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Mo, 11:11 Uhr
16.09.2019
Neues aus Sondershausen

Musikwanderweg Richtung Possen

Ist dieses Projekt noch wirklich aktuell? Diese Frage stellte Stadtrat Tobias Schneegans (VS) jüngst in der Sitzung des Hauptausschusses. Und es gibt jetzt auch eine neuen Vorschlag zum Thema...

Seit 2017 wird am Projekt eines Musikwanderweges in Sondershausen gearbeitet. Neben eines Weges in der Innenstadt von Sondershausen (die Arbeiten laufen) soll es auch einen Musikwanderweg vom Possen in Richtung Innenstadt geben, der besonders die Gäste des Possens in die Musikstadt Sondershausen locken soll.

Allerdings erfährt dieser Plan des Wegeführung Probleme. Mit der Definition der Waldwildnis in der Hainleite liegen große Teile des geplanten Weges in in der Waldwildnis.
Gründung eines Musikbeirats?

Zwar ist ThüringenForst angehalten an überregionalen Wanderwege für Sicherheit zu sorgen, so wäre das streng genommen für den Musikwanderweg nicht drin. Es soll Gespräche mit ThüringenForst geben, so Marcus Strunck von der Wirtschaftsförderung der Stadt geben. Revierförster Ralf Hubert hatte angedeutet, dass allein die Sicherungsmaßnahmen für diesen Wanderweg 20.000 Euro kosten können.

Bei den Problemen ist die Fragestellung von Schneegans nicht ganz unberechtigt.
Aber vielleicht gibt es eine andere Möglichkeit?

Es gibt einen Fernwanderweg, der von Korbach in Hessen zum Kyffhäuserdenkmal führt, der Barbarossaweg:
Infos zum Barbarossaweg

Der Barbarossaweg führt vom Frauenberg kommend durch die Innenstadt von Sondershausen über die Possenallee in Richtung Possen. Aber an der Wegekreuzung Fürstenberg (oberhalb Jüdischer Friedhof) ist schluss, dann biegt der Weg in Richtung Hachelbich durch die komplette Waldwildnis ab! Oberhalb Jecha geht es oberhalb der ehemaligen Muini durch steiles Gelände. Selbst ohne Waldwildnis war der Weg schwer freizuhalten. Am Filzberg vorbei führt der Weg nach Hachelbich.

Schon vor über 10 Jahren hatte kn (damals noch ehrenamtlicher Ortswegewart Wandern und Radwandern angemahnt, verlegt doch den Barbarossaweg direkt über den Possen. Damals erhielt der Ortswegwart die Antwort, das sein ein überregionaler Wanderweg und dürfe nicht verändert werden!

Das muss man nicht verstehen. Da liegt auf dem Possen mit Freizeit- und Erhollungspark eines der bedeutensten Tourismusevent Thüringens (300.000 Besucher im Jahr) und wir führen einen überregionalen Wanderweg daran vorbei.
Übrigens das gleiche passiert mit dem Hainleitewanderweg. Der kommt vom Frauenberg kommend über Bebra und Prinzessinenweg und Rondell zum Fürstenberg und auf gleicher Route wie der Barbarossaweg nach Hachelbich!

Kunst am Wanderweg

Seit 2001 wird es am Barbarossaweg praktiziert - Kunst am Wanderweg. In Hessen beginnend hat der Verein "Ars natura" dieses Projekt in Hessen realisiert. Im Jahre 2017 wurde es am Barbarossaweg in Mühlhausen weitergeführt. Nur der Kyffhäuserkreis tut sich schwer.

Jüngst war kn bei einer kleinen Reise auch wandernd im Raum Schmalkalden unterwegs.

Seit September 2001 wurden vom Verein ARS NATURA (Hessen) 14 Teilstrecken am X8 (Barbarossaweg) und 8 Teilstrecken am X3 mit derzeit über 300 Kunstwerken eröffnet. Dabei kommen die Künstler aus verschiedene Ländern.

Hier finden Sie die Übersicht über die Strecken:
Strecken am Barbarossaweg

Der Barbarossaweg geht von Korbach in Hessen über Mühlhausen und Sondershausen bis zum Kyffhäuserdenkmal.

Die Installation von fünf Kunstwerken auf der neuen ARS NATURA-Teilstrecke in Mühlhausen, Thüringen, konnte Anfang Oktober 2017 vollendet werden, kn berichtete.
Hier stellten Künstler aus Deutschland und Polen ihrer Arbeiten aus.
Vom Alten Bahnhof in Heyerode bis zur Wandergaststätte „Weißes Haus“ in Mühlhausen

Muss es wirklich noch viele Jahre dauern? hatte kn am 26.09.2018 gefragt. Selbst der MDR hatte damals gelästert, dass es im Kyffhäuserkreis keine Fortsetzung gibt. Leider ist der Video-Beitrag ist MDR Mediathek gelöscht worden, weil es aktuellere Beiträge gibt.

Musikwanderweg in den Barbarossaweg einbinden

Der Vorschlag des ehemaligen Ortswegewarts zielt in folgende Richtung:

Änderung des Wegeverlaaufs des Barbarossaweges vom Fürstenberg hin zum Possen. Auf diesem Weg wird der Wegeverlauf genommen, auf die auch der Musikwanderweg verlaufen wird.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Über den Verein Ars natura würde der Musikwanderweg im Marketing überregional bekannt und der Kyffhäuserkreis würde sich endlich am Projekt Kunst am Wanderweg beteiligen!

Und wenn dann noch am Barbarossaweg, der durch das Künstlerdorf Friedrichsrode geht, auch noch Kunst am Wanderweg praktiziert wird, würde der Kyffhäuserkreis wieder einiges zum Thema Tourismus tun. Eine Überlegung sollte es wert sein.
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Kommentare

16.09.2019, 12.55 Uhr
Örzi | Was ist ein Musikwanderweg?
Musiziert man da beim Wandern oder stehen Musikinstrumente im Wald auf denen man sich ausprobieren kann? Gibt es Schautafeln zum Lohorchester und zu Franz Liszt oder singen dort die Vögelchen besonders lieblich? Wenn man die Besucher über einen Musikweg nach Sondershausen geleitet hat, werden sie enttäuscht sein. Die Musikstadt ist als solche nicht zu erkennen. Diesem Namen wird die Stadt trotz Veranstaltungen nur schwer gerecht. Weder ist Straßenmusik zu hören, es gibt kein Notengeschäft, noch kann man Musikinstrumente kaufen.

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16.09.2019, 15.21 Uhr
tannhäuser | Fragt doch einfach....
...nicht die Maus, sondern die politischen Entscheider, welche vehement die Waldwildnis wollten, durchdrückten und sich dafür feiern ließen.

Das alles war sicherlich mitsamt Konsequenzen auch für die touristische Infrastruktur perfekt bis zum letzten Jota durchdacht.

Eine davon wohnt im "Grünen" Sondershausen und kandidiert wieder für den Landtag...Das Rathaus hat ihr ja Steffen Grimm weggeschnappt.

Örzi hat völlig Recht, mir erschließt sich auch nicht, wie man Musikwanderweg definieren könnte und inwieweit sowas dieser Stadt mitsamt Umland ein besonderes Flair verleihen könnte.

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19.09.2019, 13.24 Uhr
Erkan | Musik. Es zogen auf sonnigen Wegen
Natürlich sind Enthusiasten der Meinung Musik ist alles, besonders in in einer Stadt wie Sondershausen.
Hurra einen Musikwanderweg. Ich wäre sofort dafür, aber welchen Nutzen bringt er ?
Keinen !!!!
Ein Musikwanderweg kann von den Wirklichen Problem-en des Tourismus ablenken, aber nicht die Probleme lösen.
Waldwildnis für den Possen und andere, angeblich gute Erfindungen, werden die Natur des Kyffhäusergebirges und somit des Kyffhäuserkreises zerstören.
Wann wird man dass je begreifen?
Auch eine Musikwanderung, von der Niemand weis, wie sie aussehen soll, ist nicht das Non Plus Ultra. Könnte man nicht am Wanderweg Kämme ( unter Beachtung der Hygiene ) aufhängen? Dann könnte man wenigstens auf dem Kamm blasen, welch eine musikalische Bereicher-ung?!
Es ist endlich an der Zeit, Konzepte zu entwickeln, die dem Kyffhäuserkreis vorwärts bringen und nicht die Ruhe der Verantwortlichen garantieren und sie beruhigt in den Schreibtischsesseln ausruhen lässt.
Früher sagte man, lasst uns Taten sehen11
Oder ist alles nur beginnender Wahlkampf??

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