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Mo, 22:31 Uhr
16.09.2019
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Vision vom Kaliabbau in Region lebt

Am Nachmittag fand in Sondershausen der 4. Workshop im Rahmen der Perspektive Nordthüringen statt. Es geht um die Zukunft der Region...

Fast 30 Jahre ist es her, dass die Kali-Industrie in unserer Region zusammengebrochen ist. Dieser Prozess bedingte einen tiefgreifenden Strukturwandel im Kyffhäuserkreis. Mit Blick nach vorn möchten wir im Rahmen eines Zukunftsforums mit der Region ins Gespräch kommen. So hieß es in der Einladung an Bürger, Vereine und öffentlich Einrichtungen.



Die Landräte der drei Landkreise Nordhausen, Kyffhäuser und Unstrut-Hainich, die Bürgermeister der ehemaligen Kali-Standorte und die Bergmannsvereine hatten im vergangenen Jahr eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, um einen erfolgreichen Strukturwandel und damit auch zusätzliche Fördermittel politisch einzufordern. Hier der damalige Bericht bei kn:

VON BERGMANNSFEST BIS RADWEG 30 Millionen Euro sollen zusätzlich fließen

Die Mittel sollen für investive Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Niedergang der Kaliindustrie und dem daraus resultierenden Strukturwandel, der Sanierung oder dem Abriss von Gebäude- und Industriebrachen, dem Radwegeausbau, für Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit, zur Weiterentwicklung der noch bestehenden Kalistandorte, dem Ausbau der touristischen Infrastruktur oder für Maßnahmen zum Erhalt und zum Ausbau der bergmännischen Traditionspflege verwendet werden.

Doch welche Vorhaben sind konkret damit gemeint?

Zusammen mit den Menschen der Region sollen die genannten Themen der Nordthüringer Erklärung mit Inhalten gefüllt werden. „Wir brauchen einen Masterplan mit konkreten Projektideen, um damit politischen Druck aufbauen zu können“, betonte Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) in der Einladung.


Verwaltungsleiter Dr. Heinz-Ulrich Thiele hatte beim Workshop heute im Vereinshaus des Bergmannsvereins am Petersenschacht in Sondershausen die Begrüßung übernommen. Neben Sondershausens Bürgermeister Steffen Grimm (pl) waren Vertreter der Wirtschaft der Region anwesend, so von GSES und K-UTEC Sondershausen.

Das Regionalmanagement Nordthüringen hat die Organisation des übernommen und die Thüringer Landgesellschaft (Moderation Heike Neugebauer) mit der Erarbeitung eines Masterplans beauftragt in vier Worshops (drei liefen bereits Bleicherode, Menteroda und Roßleben) sollen Daten und Fakten zur Entwicklung der Region zusammengetragen werden.

In drei Gesprächsrunden wurden dann unter anderem die Themen Wirtschaft, Tourismus und Leben durchdiskutiert. Bei der Wirtschaft hat kn mitgehört dabei waren zwei Themen interessant.

Marcus Strunck von der Wirtschaftsförderung der Stadt Sondershausen führte aus, dass die Stadt Sondershausen bei den Gewerbeflächen Probleme hat. Es fehlen Großflächen um bedeutende Unternehmensansiedlungen durchführen zu können. Eine zusammenhängende Fläche von 40 ha wäre interessant. Die bisherigen Flächen sind nicht groß genug für große Firmenansiedlungen. Für kleine Unternehmen sollte die bisherige Fläche um 10 ha erweitert werden.


Das aufzuarbeiten und herzurichten, bedarf erheblicher Mittel, ist sich Bürgermeister Grimm klar.Für diese Flächen soll ein Entwicklungskonzept erarbeitet werde, aber man derzeit nicht Personalkapazität für die Erarbeitung.

An dieser Stelle brachte Dr. Thiele Bedenken ein. Wir müssten hier regional denken und erinnerte daran, dass es im Kreis bereits die Industriegroßfläche Artern gäbe. 2023/24 soll die Erschließung abgeschlossen sein. 2025/26 sollte es dort erste Industrieansiedlungen geben.

Vision Kaliabbau lebt, denn in der Region befindet sich bis hin nach Küllstedt interessante Kalilagerstätten. Geschäftsführer Johann-Christian Schmiereck der GSES GmbH Sondershausen ist zwar optimistisch, aber neuer Kaliabbau bedarf eines erheblichen Finanzbedarfs und auch die Genehmigungsverfahren für eine neues Kaliwerk wären erheblich. Er verwies nochmals auf das Projekt der GSES grünen Strom auf der Kalihalde zu produzieren (Windräder).

Vom Vertreter der K-UTEC kam der Vorschlag sich bei der Kaliproduktion auf Kaliumsulfat K2SO4 zu konzentrieren. Hier bestehe durcaus Bedarf und recht stabile Preise. Her gäbe es Chancen. Mit KCl Kaliumchlorid könnte man mit den Lagerstätten in Rußland und Kanada nicht konkurrieren.

Klar sollte aber sein, dass bei neuer Kaliproduktion sehr umweltbewusst produziert werden muss, neue Halden seinen nicht drin.
Einig war man sich wohl, für neuen Kaliabbau braucht man Visionen und enge Zusammenarbeit mit der Region. Die Hochschule in Nordhausen sollte als Kooperationspartner dabei sein.

Nicht alle Vorschläge kann man hier bringen. Im Oktober will die Landgesellschaft ein erstes zusammenfassende Konzept vorstellen.

Interessant, dass Projekt wird von einer Künstlerin begleitet, Julia Kluge, die das Geschehen in gezeichneten Bildern festhält, siehe Bildergalerie.
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vision vom Kaliabbau in Region lebt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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