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Fr, 22:38 Uhr
15.01.2021
Auch bei Internetzahlungen immer mehr das Motto:

„Just in time"

Noch ist die Bezahlung auf Rechnung die beliebteste Bezahlmethode der Deutschen. Aber in Zeiten der Digitalisierung und auch in Zeiten der Corona-Pandemie sind die digitalen Bezahlmethoden auf dem Vormarsch, wie die neueste ECC-Payment-Studie des ECC KÖLN, einer Tochtermarke des Instituts für Handelsforschung (IFH) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Malte Krüger zeigt...

Online zahlen (Foto: Ahmad Ardity auf Pixabay) Online zahlen (Foto: Ahmad Ardity auf Pixabay)
Viele stationäre Geschäfte sind aktuell geschlossen. Das Internet zum Glück noch nicht. Bei Konsumenten ist beim Einkauf in Online Shops an der Kasse immer mehr Schnelligkeit und Bequemlichkeit das Motto. Alles sollte „just in time“ ablaufen, Lieferung und Bezahlvorgang. Das IFH Köln hat mit seiner Tochtermarke ECC (Expertise. Channels. Community.) in der jährlichen ECC-Payment-Studie die Trends im Payment-Markt untersucht. Die Resultate zeigen, dass sichere digitale Bezahlmethoden auf dem Vormarsch sind.

PayPal genießt Bekanntheitsgrad von 97 Prozent
Bei den digitalen Zahlungen ohne Eingabe von Bankverbindung oder TAN steht PayPal bei den Konsumenten ganz oben auf der Bekanntheitsliste. Es folgen Paydirekt und VISA Direkt. Diese Bezahlmethoden machen bereits 25 Prozent bei Internetkäufen aus. Mit einem Jahresumsatz von knapp 15 Milliarden Euro ist das US-amerikanische Unternehmen PayPal klar Branchenführer. Der kürzliche Rückzug aus der Glücksspielbranche bedeutet umsatztechnisch zwar einen Rückschlag, aber Deutschland strebt ja die Legalisierung von Online Casinos mit offiziellen Lizenzen an. Dann wird PayPal sicher auch auf diesem Markt wieder aktiv. Freunden des Glücksspiels stehen zudem noch genügend Alternativen zum PayPal Casino zur Verfügung.

Besonders die sogenannten Smart Consumer sind offen für digitale Payment-Methoden
Mobile- und Smartphone-affine Nutzer können sich besonders gut vorstellen, eWallets und SEPA Instant Payment-Methoden zu nutzen. Zum Bereich der eWallets gehören auch die Anbieter Skrill und Neteller. Sie versuchen mit kostenlosen Apps, einer mit dem Konto verknüpften MasterCard und speziellen VIP-Prämienprogrammen die Gunst der Verbraucher zu erwerben. Bekannte SEPA Instant Payment-Optionen sind vor allem Giropay, Trustly und Klarna Sofortüberweisung.

Im Business-to-Business-Bereich sind „Just in time“-Lieferungen schon lange Gang und Gebe. Auch bei den Zahlungen wird dieses Motto immer wichtiger. Wer im Moment der Bestellung auch bezahlt, hat einfach Vorteile gegenüber Lieferanten. Seit November 2017 sind innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums der EU Überweisungen in unter 15 Sekunden mit dem SEPA Instant Payment möglich. Die Vorteile von Überweisungen in Echtzeit liegen auf der Hand. Sie werden nach und nach die konservative Überweisung als Zahlungsart ablösen.

Kassenbereich der Online Händler wird immer diversifizierter
Clevere Online Händler reagieren natürlich auf solche Entwicklungen. Gerade beim Risikomanagement spielen die angebotenen Zahlungsoptionen eine große Rolle. Die Konkurrenz ist groß und Zahlungsausfälle kann sich kaum ein Händler leisten. Auf die Zahlungswünsche der Kunden einzugehen, bedeutet zudem auch internationale Payment-Methoden anzubieten. Die Branche der Zahlungsdienstleister ist stark in Bewegung. Eine Fusion jagt die nächste. Erst 2020 hat der französische Anbieter Worldline den Rivalen Ingenico für fast acht Milliarden Euro übernommen. Verwunderlich ist allerdings die Tatsache, dass Internet-Riesen wie Amazon, Apple und Google mit ihren Bezahlmethoden Amazon Pay, Apple Pay und Google Pay noch immer auf so wenig Resonanz stoßen.

Welches ist der richtige Payment-Service-Provider für den Händler?
Wer als moderner Online Händler zahlreiche Transaktionen seiner Kunden abwickeln muss, kommt nicht mehr umhin, externe Zahlungsdienstleister in Anspruch zu nehmen. Das sind Unternehmen, die nicht eine bestimmte Zahlungsmethode anbieten, sondern die sich um den ganzen Bereich rund um Transaktionen und Bezahlvorgänge kümmern. Optimal ist es für den Händler, wenn es sich um einen Full Service Payment Provider handelt. So muss der Händler nur noch mit einem Vertragspartner verhandeln. Über Software-as-a-Service-Lizenzierungen bieten diese Unternehmen eine große Palette der auf dem Markt verfügbaren Bezahlarten an. Im Portfolio sind zudem oft weiterführende Dienstleistungen wie Risikomanagement oder Inkasso. Das erspart dem Online Shop viel Arbeit und er kann sich voll auf sein Geschäft konzentrieren.
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