Do, 17:07 Uhr
03.10.2019
Neues aus Sondershausen
Festakt zum Tag der deutschen Einheit
Nun schon langjährige Tradition in Sondershausen, der Festakt zum Tag der Deutschen Einheit...
Zur Würdigung des Tages der deutschen Einheit fand am heutigen Donnerstag im Carl-Schroeder-Saal eine Feierstunde statt.
Neben den beiden Landtagsmitgliedern Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU) nahmen auch Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD), Sondershausens Bürgermeister Steffen Grimm (pl), Stadtratsmitglieder und zahlreiche Bürger teil.
Auch das ist Tradition, die Begrüßung übernahm der Bürgermeister der Stadt Sondershausen. 29 Jahre nach der deutschen Einheit und fast 30 Jahre nach dem Mauerfall können wir stolz auf die deutsche Einheit sein. Ja, Träume sind in Erfüllung gegangen und mancher Bürger hat mit der Einheit Enttäuschungen erlebt, so Grimm. Trotz dieser vielen Facetten, hat die deutsche Einheit doch positive Spuren in Sondershausen hinterlassen.
Die Festrede heute hielt Landtagsmitglied Manfred Scherer. Vor knapp 30 Jahren aus Kaiserslautern nach Thüringen gekommen und 20 Jahren politischer Arbeit (er war auch Innenminister Thüringens) verabschiedete er sich heute von der politischen Bühne. Wie schon vor längerem bekannt gegeben, wird er auch nicht mehr für den Thüringer Landtag kandidieren.
Er habe hier in Thüringen liebevolle Menschen kennen und schätzen gelernt, so Scherer in seiner Festrede und die Familie hatte sich bereits 1994 entschieden, wir bleiben in Thüringen und er wird jetzt auch nicht wieder in die Pfalz zurück ziehen.
In seiner Festrede ging er auf den schwierigen Start Thüringens im Bereich der Justiz ein, die er mit half aufzubauen und dabei lernte er auch Sondershausen kennen und schätzen.
Die deutesche Einheit war nicht nur im Bereich der Justiz, sondern in allen Lebensbereichen ein gewaltiger Umbruch. Der Wechsel von Politik und Kultur schlug sich in allen Bevölkerungsschichten nieder und brachte auch Verunsicherung, wie zum Beispiel einige Geburtenzahlen zeigen:
1989 noch rund 39.000 waren es 1994 nur noch 13.000 Geburten pro Jahr.
Der Umbruch, so Scherer machte auch vor den Renten nicht halt und hat gerade auch in Sondershausen im Bergbau zu großen Veränderungen geführt.
Es wurden in der Politik Fehler gemacht, räumte er klar ein, aber trotz der Fehler wurde in der Wendezeit eine gute Grundlage für die deutsche Einheit gelegt, so Scherer.
Es hat sich mit der Wende vieles verändert auch in Sondershausen.
Er mahnte einen Mittelweg in der Politik an. Und es polarisieren die Meinungen von
- im Mittelmeer die Flüchtlinge nicht ertrinken lassen bis hin
- unsere Aufnahmefähigkeit nicht zu sehr strapazieren, vor allem mit Blick auf die Wirtschaftsflüchtlinge.
Er warnte, die Meinungen der Leute nicht einfach in die linke oder rechte Ecke zu stecken.
Die politische Polarisierung lässt die Gesellschaft auseinander driften, mahnte er. Damit gewinnen nur radikale Kräfte. Toleranz sei notwendig, um einen Konsens zu erreichen.
Abschließend sagte er, vor 30 Jahren wurde darum gekämpft freie Wahlen abhalten zu können. Jetzt rief er auf, sich bei der Landtagswahl einzubringen.
Für seine Festrede erhielt er anhaltenden Beifall.
Viel Beifall erhielt auch der Pianist Ronald Uhlig, der die Feierstunde kulturell begleitete, so mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Modest Mussorgsky.
Mit dem Singen der Nationalhymne endete die Feierstunde.
Autor: khhZur Würdigung des Tages der deutschen Einheit fand am heutigen Donnerstag im Carl-Schroeder-Saal eine Feierstunde statt.
Neben den beiden Landtagsmitgliedern Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU) nahmen auch Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD), Sondershausens Bürgermeister Steffen Grimm (pl), Stadtratsmitglieder und zahlreiche Bürger teil.
Auch das ist Tradition, die Begrüßung übernahm der Bürgermeister der Stadt Sondershausen. 29 Jahre nach der deutschen Einheit und fast 30 Jahre nach dem Mauerfall können wir stolz auf die deutsche Einheit sein. Ja, Träume sind in Erfüllung gegangen und mancher Bürger hat mit der Einheit Enttäuschungen erlebt, so Grimm. Trotz dieser vielen Facetten, hat die deutsche Einheit doch positive Spuren in Sondershausen hinterlassen.
Die Festrede heute hielt Landtagsmitglied Manfred Scherer. Vor knapp 30 Jahren aus Kaiserslautern nach Thüringen gekommen und 20 Jahren politischer Arbeit (er war auch Innenminister Thüringens) verabschiedete er sich heute von der politischen Bühne. Wie schon vor längerem bekannt gegeben, wird er auch nicht mehr für den Thüringer Landtag kandidieren.
Er habe hier in Thüringen liebevolle Menschen kennen und schätzen gelernt, so Scherer in seiner Festrede und die Familie hatte sich bereits 1994 entschieden, wir bleiben in Thüringen und er wird jetzt auch nicht wieder in die Pfalz zurück ziehen.
In seiner Festrede ging er auf den schwierigen Start Thüringens im Bereich der Justiz ein, die er mit half aufzubauen und dabei lernte er auch Sondershausen kennen und schätzen.
Die deutesche Einheit war nicht nur im Bereich der Justiz, sondern in allen Lebensbereichen ein gewaltiger Umbruch. Der Wechsel von Politik und Kultur schlug sich in allen Bevölkerungsschichten nieder und brachte auch Verunsicherung, wie zum Beispiel einige Geburtenzahlen zeigen:
1989 noch rund 39.000 waren es 1994 nur noch 13.000 Geburten pro Jahr.
Der Umbruch, so Scherer machte auch vor den Renten nicht halt und hat gerade auch in Sondershausen im Bergbau zu großen Veränderungen geführt.
Es wurden in der Politik Fehler gemacht, räumte er klar ein, aber trotz der Fehler wurde in der Wendezeit eine gute Grundlage für die deutsche Einheit gelegt, so Scherer.
Es hat sich mit der Wende vieles verändert auch in Sondershausen.
Er mahnte einen Mittelweg in der Politik an. Und es polarisieren die Meinungen von
- im Mittelmeer die Flüchtlinge nicht ertrinken lassen bis hin
- unsere Aufnahmefähigkeit nicht zu sehr strapazieren, vor allem mit Blick auf die Wirtschaftsflüchtlinge.
Er warnte, die Meinungen der Leute nicht einfach in die linke oder rechte Ecke zu stecken.
Die politische Polarisierung lässt die Gesellschaft auseinander driften, mahnte er. Damit gewinnen nur radikale Kräfte. Toleranz sei notwendig, um einen Konsens zu erreichen.
Abschließend sagte er, vor 30 Jahren wurde darum gekämpft freie Wahlen abhalten zu können. Jetzt rief er auf, sich bei der Landtagswahl einzubringen.
Für seine Festrede erhielt er anhaltenden Beifall.
Viel Beifall erhielt auch der Pianist Ronald Uhlig, der die Feierstunde kulturell begleitete, so mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Modest Mussorgsky.
Mit dem Singen der Nationalhymne endete die Feierstunde.







