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Sa, 18:04 Uhr
26.10.2019
Landespolitiker äußern sich

Im Gespräch mit Dr. med. Elisabeth Voigtsberger

Ärztliche Versorgung auf dem Land, zu viel Bürokratie bis hin zur „Gemeindeschwester“ – Stefan Schard informierte sich...

Zu einem Gespräch über aktuelle Herausforderungen und Möglichkeiten hinsichtlich der ärztlichen Versorgung insbesondere in ländlichen Gebieten traf sich Landtagskandidat Stefan Schard mit Dr. med. Elisabeth Voigtsberger, die neben ihrer Tätigkeit nicht nur Stadträtin in Sondershausen ist, sondern auch in die Kammerversammlung der Landesärztekammer Thüringen gewählt wurde.


Ein Großteil des Gesprächs drehte sich um die Frage, wie man mehr Ärzte dafür gewinnen kann, im ländlichen Bereich tätig zu sein, um dort die Versorgung diesbezüglich auch in Zukunft sicherzustellen. Derzeit leiden die meisten Praxen unter einem hohen Bürokratieanteil, der letztlich zu Lasten der Behandlungszeit geht. Die Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) kam da zu allem noch zusätzlich hinzu. Dr. Voigtsberger und Schard waren sich darüber einig, dass auch über Anreize für Landärzte gesprochen werden muß.

So könnte neben im Einzelnen eingeführten Förderprogrammen der Kassenärztlichen Vereinigung zur Ansiedlung auch ein „Landarztzuschuss“ für einzelne Behandlungen ein Modell dafür sein, um den Beruf des „Landarztes“ attraktiver zu machen. Auch die Gemeinden können mit dem Anbieten geeigneter Praxisräume und dem persönlichen Ansprechen und Werben etc. viel zur Unterstützung hinsichtlich einer Ansiedlung beitragen, so Voigtsberger. „Schard habe ja gezeigt, dass mit viel persönlichem Engagement, wie bei der Ansiedlung der neuen Augenärztin in Sondershausen, so einiges zu erreichen ist.“

Ein weiteres Problem sei die „Behandlungsobergrenze“, die die Ärzte bei der Behandlung von Patienten über ein gewisses Maß hinaus quasi „bestraft“, indem die Leistungen von den Krankenkassen gekürzt werden. Auch Fehlplanungen bei der Ausbildung von Fachärzten in der Vergangenheit führen zu dem heute bestehendem Bedarf, wobei in jüngster Zeit seitens der Kassenärztlichen Vereinigung mit verschiedenen Programmen versucht wird, die Ausbildung von Fachärzten zu steigern und zu fördern, was auch erste Früchte trage.

Frau Dr. Voigtsberger bestätigte, dass eine gewisse Entlastung bzgl. vereinzelter „Behandlungen“ tatsächlich auch in der breiten Etablierung der „Gemeindeschwester“ liegen kann. Auch dazu gibt es bereits ein Modell, welches unter der Abkürzung NäPa (Nichtärztliche Praxisassistentin) geführt wird. Auch das Thema „Telemedizin“ wurde in dem Gespräch näher „beleuchtet“. Dabei wurde nicht verschwiegen, dass darin neben den Vorteilen auch Nachteile und Risiken bestehen können.


Nach einer sehr ausführlichen Debatte um das sicherlich sehr komplexe Thema sagte Schard zu, sich im Sinne der Patienten auch in Zukunft intensiv um die Angelegenheiten der ärztlichen Versorgung auf dem Land zu kümmern und auch Gespräche in dieser Form künftig fortzusetzen.

Text und Foto: Stefan Schard
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Kommentare

26.10.2019, 22.54 Uhr
PIMI | Für einen warmen Hintern und für ewig ausgesorgt
Was tut man nicht alles, um diesmal endlich einen warmen Hintern im Landtag mit lebenslanger Aussorge zu bekommen. VW T 2 als Werbefahrzeug für Thüringen ?
Nach der Wahl ist Händereiben angesagt, dank der Stimmen zur privaten Altersvorsorge , besser als rabotten zu gehen.

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26.02.2020, 21.00 Uhr
PIMI | Anfrage an Herrn Schard
Was haben Sie persönlich nach dem netten Termin wirklich zur Problematik getan ?

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27.02.2020, 04.41 Uhr
tannhäuser | Vielleicht...
...hat er sie zu seiner Hausärztin erkoren?

Und wenn ihm mal vom Stress des unermüdlichen Einsatzes für die Wähler die Ohren klingeln...HNO Frau Dr. Ose. Selbes Haus, selber Eingang, selber Empfangstresen 3 Meter nach rechts, Wartezimmer ebenso rechts.

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