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Mi, 10:07 Uhr
13.11.2019
Neues aus Sondershausen

Verkaufen, verpachten oder kommt gar Variante 3?

Noch viel Rätselraten gibt es um die Bebraer Teiche. Vor welchen Fragen die Stadträte stehen, hat kn sich mal angesehen...

In der nächsten Stadtratssitzung am 28.11.2019 sollen die Stadträte entscheiden, wie es am Bebraer Teich weiter gehen soll. Und es gibt mehrere Optionen. Aber erst der Blick in die Geschichte:


Vor vielen Jahre hatte die Familie Jahn bereits für 10 Jahre die Bebraer Teiche bewirtschafte. Das Betrieben mit bewachtem Badebetrieb scheiterte aber an den Kosten, denn die Sicherheit für den Badebetrieb durch Rettungsschimmer geht in die Kosten.

Nächster Betreiber war der DRK Kreisverband Sondershausen. Obwohl er eine Sparte Rettungsschwimmer hat, konnte er den Badebetrieb nur mit einem Defizit betreiben.


DRK Kreisverband

Der DRK Kreisverband hat viel Herzblut in die Bebraer Teiche investiert und das merkte man bei den Veranstaltungen. Letztendlich reichten die Zuschüsse der Stadt Sondershausen pro Jahr (30.000 Euro) nicht aus,am die Kosten annähernd zu decken. Man kündigte zum 31.12.2019 den Pachtvertrag. Wie kn in Gesprächen mit Karl-Heinz Genzel (Vorsitzender des DRK Kreisverbandes Sondershausen) erfuhr war die Stadt Sondershausen wohl nicht bereit das Gelände zu verkaufen, um grundlegende Änderungen durchführen zu können.

Auf der Webseite bedankt sich der DRK Kreisverband nochmals ausdrücklich für die Unterstützung vieler Bürger beim Betreiben der Bebraer Teiche.

Aus diesem Grund hat die Stadt Sondershausen die Pacht neu ausgeschrieben. In der letzten nicht öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses stellte der Novalis Diakonieverbund Ebeleben (dazu gehört auch das Stift Sondershausen) seine eingereichte Unterlagen vor. Einzelheiten waren weder von Novalis noch von Bürgermeister Steffen Grimm zu erfahren.

Wie geht es hier weiter? Am 21. November geht es in einer Sondersitzung des Hauptausschusses in nicht öffentlicher Sitzung nochmals um die Bebraer Teiche (und den Stellenplan der Stadt Sondershausen).
Auf Nachfrage bestätigte Sondershausens Bürgermeister Steffen Grimm (pl), dass die Konzeption der Diakonie vor der entscheidenden Stadtratssitzung nicht mehr öffentlich vorgestellt wird.
Damit passiert das, was viele Bürger befürchtet haben, die Vorentscheidung fällt hinter verschlossenen Türen und Bürger können sich im Vorfeld nicht vorher zu einem neuen Konzept der Betreibung äußern. Das ist schade.Siehe auch hier:
Öffentliche Diskussion gewünscht

Auf die Ausschreibung zur Pacht hat sich kein zweiter Bewerber gezeigt. Die Familie Jahn vom Betreiber des Erlebnispark Possen hat einen anderen Ansatz. Man will kein öffentliches Bad betreiben mit Eintritt und Bademeistern, sondern es soll eine Badestelle werden, die jederzeit von den Bürgern betreten werden kann. Und man kann auf eigene Gefahr baden

In der Veranstaltung Bürgergespräch zum Bebraer Teich hatte das Philipp Jahn ausdrücklich bestätigt. Die ersten Vorstellungen hatte er bereits den Medien öffentlich gemacht.

Wie weiter am Bebraer Teich 2020?

Im Gespräch mit kn bekräftigte Philipp Jahn nochmals, wir werden dort keine Privathäuser der Familie Jahn bauen. Aber wir sind erfahrene Touristiker, wie es der Possen beweist. Wir sind bodenständige Sondershäuser macht er klar.

Aber Investitionen anlegen, ohne das es Eigentum ist, dass geht einfach nicht. Wir erwirtschaften mit dem Possen Gewinne und zahlen an die Stadt Steuern. Mit unserem Konzept spart die Stadt Sondershausen den jährlichen Zuschuss von 30.000 Euro. Durch die Bebraer Teiche werden sich für die Stadt Sondershausen zukünftig sogar die Steuereinnahmen erhöhen und nicht dabei vergessen, die zusätzlich eingestellten Mitarbeiter, betonte Jahn!

Mit diesem Projekt, dass eine Badestelle beinhaltet, hat die Stadt Sondershausen trotzdem eine beliebte Badestelle und das Gewässer wird regelmäßig kontrolliert wird, siehe diese Meldung des Kommunalen Schadensausgleich, die im Internet zu finden ist und hier auszugsweise wieder gegeben wird.
Was ist eine Badestelle

Und die 3. Variante?

Es gibt durch aus Bürger, die bezweifeln, das die Stadt Sondershausen ein drittes mit Bademeistern betriebenes und von der Stadt bezuschusstes Freibad braucht. In Himmelsberg ist kaum Geld fürs Weihnachtsmannbüro da und wir leisten uns ein drittes Freibad?

Einige Bürger gehen sogar einen Schritt weiter. Im Gespräch mit kn wurde vorgeschlagen, dass Gelände rund um den Bebraer Teich komplett zu renaturalisieren und die mittlerer weise in die Jahre gekommenen Gebäude (Eingang) gleich mit abzureißen. Der Bebraer Teich sollte ein reines Naturgewässer werden so wie der Kiesteich am Schlosspark. Das kostet zwar einmalig eine Summe Geld aber dann entsteht wieder ein Stück natürliche Umwelt.

Die Stadträte müssen bei ihrer Entscheidung doch einiges bedenken, denn die Entscheidung könnte langfristig Kosten verursachen, wenn zum Beispiel die jetzige Gebäude saniert werden müssen, bei einer Pacht könnte das anstehen. Man darf auf die Entscheidung gespannt sein.
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Kommentare

13.11.2019, 15.21 Uhr
tscharbo | Die Ausschreibung war doch deutlich! Betreibung des Naturbades.
Wieso verschweigt man das Angebot der Diakonie?

Auch wenn man eine andere Zeitung liest hat man das Gefühl es gibt nur Familie Jahn???

Warum hat man das Gefühl die Stadt will unbedingt an Familie Jahn verkaufen? Bieten sie mehr als 150.000 €?

Will man Familie Jahn mit dem Bebra-Teich bevorzugen?

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13.11.2019, 15.42 Uhr
Mueller13 | @tscharbo - verschwiegen wird es nun nicht
Zitat aus dem Text:

"In der letzten *nicht öffentlichen* Sitzung des Hauptausschusses stellte der Novalis Diakonieverbund Ebeleben (dazu gehört auch das Stift Sondershausen) seine eingereichte Unterlagen vor. Einzelheiten waren weder von Novalis noch von Bürgermeister Steffen Grimm zu erfahren."

Was will KN auch weiter berichten?

Aber ja, ich gebe Ihnen recht, dass es nicht die Aufmerksamkeit des anderen Angebots erhält. Aber inwieweit jemand an die Öffentlichkeit geht mit seinem Projekt, bleibt jedem selbst überlassen. Da die Präsentation im "nicht öffentlichen Teil" stattgefunden hat, wird keiner der Beteiligten großartige Ausführungen machen - eine Verschwiegenheitserklärung verpflichtet dazu.

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13.11.2019, 16.54 Uhr
tannhäuser | Zweierlei angemerkt:
Was will die Diakonie mit den Bebraer Teichen?

Zweitens: Die Familie Jahn hat öffentlichkeitswirksame Fürsprecher (Auf Facebook).

Na gut, im Stadtrat sind das eher Hinterbänkler...

Aber die Idee eines Naturbades unter Einsparung von Catering und Rettungsschwimmern hat doch Charme...Solange niemand ertrinkt...

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13.11.2019, 19.11 Uhr
A-H-S | Bebraer Teich
Ich werde versuchen es so zu formulieren, dass Sie sich einen Reim machen können und ich keine Probleme mit der Verschwiegenheitsklausel bekomme.

Das Geschäftsfeld der Diakonie ist bekanntermaßen nicht der Betrieb von Freibädern (war es beim DRK auch nicht). Es wird am Ende um die Verknüpfung ihres Geschäftsfeldes (Beschäftigung, Ausbildung, Integration, Weiterbildung von kurzzeitig oder langfristig "Gestrandeten") gehen. Der Betrieb des Freibades ist ein Nebenprodukt.

Was das Jahn-Projekt betrifft: ja, es soll ohne Rettungsschwimmer betrieben werden. Das sehe ich aber nicht als Ausschlußkriterium. Ich war im Sommer in einem offiziellen Freibad in Sachsen, dort gab es weder Eintritt noch Rettungsschwimmer. Wir müssen weg von der Vollkaskomentalität. Jeder hat Verantwortung und ein gewisses Risiko zu tragen. Wenn die Kinder nicht schwimmen können, dann können sie entweder den Teich nicht allein besuchen oder sie müssen in eines der beiden anderen Freibäder der Stadt. Das haben die Eltern zu entscheiden. Ob es Badeunfälle geben kann? Ja klar, mit und ohne Rettungsschwimmer können die passieren. Rettungsschwimmer minimieren letztendlich nur die Wahrscheinlichkeit.
Die Jahns haben in meinen Augen nicht gesagt, dass sie kein Catering machen werden. Ich bin mir sicher, dass sie die üblichen Pommes und Co anbieten werden.

Und ja, ich bin einer derjenigen, die anfänglich Variante 3 ins Spiel gebracht haben (Rückbau zu einem Naturteich). Dies aber nur für den Fall, dass wir keine befriedigende Angebote vorliegen haben, was in meinen Augen jetzt nicht mehr der Fall ist.

Es gibt Für und Wider bei beiden Betreibervarianten. Das schlagende Argument bei den Jahns ist die Entwicklung der Areals und das zweifelsohne vorhandene KnowHow im Tourismusbereich. Dazu kommt, dass wir Bürger keine Zuschüsse mehr zu zahlen haben. Nachteil ist der Verkauf und der damit einhergehende Verlust der absoluten Verfügungshoheit.

Die wäre hingegen weiterhin bei der Diakonie gegeben. Auch die Diakonie will das Areal weiterentwickeln zu einem touristischen Angebot, sicherlich nicht mit dem Augenmerk der Jahns, da ihre eigentliche Unternehmensaufgabe nicht der Betrieb einer touristischen Anlage ist (siehe oben). Die Diakonie würde nach Aussagen von Involvierten weiterhin in einem gewissen Umfang einen Rettungsschwimmer stellen. Der Zuschuss der Stadt zum Betrieb würde hier im Gegenzug vermutlich aber nicht entfallen. Weiteres möchte ich nicht sagen, da sich die Diakonie bisher in der Öffentlichkeit nicht geäußert hat.

Ich finde es gut, dass wir zwei Varianten vorliegen haben und wir tatsächlich die Wahl haben. Beide haben ihre Vor- und Nachteile und ich kann im Moment noch keine Tendenz ausmachen, wohin der Stadtrat entscheiden wird. Ich traue beiden zu, das Projekt umzusetzen, die finanziellen Mittel sollten vorhanden sein.

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13.11.2019, 20.17 Uhr
Quallensammler | Diakonie, Mega-Jahn´s oder ???
Mir ehrlich gesagt egal. Und auch in meinem Umfeld ist die Zukunft der Bebraer Teiche kein Thema.

Wer nicht nur baden, sondern schwimmen wollte und will, wird auch ohne BeTe keine Einbußen erleben. Sonnenanbeter haben im Bergbad ihre Chance, Schwimmer in der BW-Schwimmhalle. Und in NDH oder Kelbra oder auch Erfurt oder...

Und warum soll die Stadt und damit ungefragt ihre steuerpflichtigen Bürger Geld bezahlen für ein in den letzten Jahren immer wieder mit biologischen Ärgernissen belastetes Gewässer? Wie viele Sondershäuser nutzten das Areal in der Vergangenheit? Gibt zudem ordentlichen Sanierungsbedarf bei den Gebäuden, wer zahlt das am Ende? Und chic ist das Areal schon lange nicht mehr für den Bade- oder Campingbetrieb.

Die Bebraer Teiche sehe ich eher als Entwicklungsgebiet. Da könnte SDH gut Geld verdienen. Verwertung als Bauland - ich wäre sofort dabei! Ex-Kiesgrube wäre auch ein schönes Areal für nette kleine Eigenheime...

Renaturierung oder Verwertung als Bauland!

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13.11.2019, 21.17 Uhr
Kolporteur | Befürchtung
Ich denke am Ende wird aus Mangel an Alternativen das Areal verkauft werden und das Geld stopft Löcher z. B. Mehrausgaben am Göldner. Naja dann haben wir tolle biologisch abbaubare Sitzschalen.

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14.11.2019, 14.22 Uhr
tannhäuser | Sehr geehrter Herr A-H-S!
Danke für Ihre ausführlichen Antworten, sowohl hier als auch in den verlinkten Artikeln.

Was die (Eigen)Verantwortung für die Sicherheit beim Baden und Schwimmen geht, stimme ich Ihnen hundertprozentig zu.

Nun kommt mein Aber, und damit wende ich mich an dieser Stelle bewusst an Sie:

Sie gehören einer Partei an, für die Sicherheit und konsequente Verfolgung von Straftätern wichtiges Themen von hoher Priorität sind.

Wenn es derzeit in Sondershausen auch relativ ruhig ist, war das vor nicht allzu langer Zeit leider anders. Aufnahmen davon waren (Oder sind noch) im Netz abrufbar.

U. A. von Vorfällen am Einlassbereich der Bebraer Teiche, die nur durch Einsatz von Security und Polizei beendet werden konnten.

Und wie wir nun wissen und nicht mehr verschwiegen werden konnte, ist das ein sehr sensibler Bereich und es geschahen in diesem Jahr unzählige Vorfälle in Schwimmbädern, trotz verstärkter Präsenz von Sicherheitsleuten und Angestellten der Bäderbetriebe.

Dass diese Vorfälle in Städten mit generell höheren Kriminalitätsraten passierten, spielt dabei für mich keine Rolle, denn ein Ort ist höchstens in der Mythologie oder im Märchen per se böse, in der Realität verderben ihn erst die Menschen.

Hat also für die Interessenten und Stadträte, egal wie das Konzept der Bewirtschaftung aussieht, das Thema Sicherheit auf dem Gelände irgendeine Bedeutung, wie immer es auch aussehen mag?

Es ist schon etwas anderes, sich auf dem Possen angezogen zwischen den Tieren zu bewegen oder halbnackt (Oder gar oben Ohne beim Sonnenbad) den Blicken von hormongeschwängerten Potenzprotzen auszusetzen, wenn niemand da ist, um bei einem Übergriff zu helfen.

Und damit das jetzt nicht wieder jemandem sauer aufstößt: Das schreibe ich bezogen auf die Spezies Mann allgemein (Vor allem in Gruppen auftretend) und nicht auf eine bestimmte Klientel!

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14.11.2019, 17.58 Uhr
A-H-S | @Quallensammler @Kolporteur @Tannhäuser: Bebraer Teiche
@Quallensammer
Es gibt aber durchaus Leute, die die Thematik interessiert. Bei der öffentlichen Vorstellung des Jahn-Konzepts auf dem Possen waren neben allen Fraktionen der Stadt auch viele Bürger vor Ort und besonders bei den Bebrischen habe ich eine gewisse Emotionalität bei dem Thema verspürt.
Ich bin aber bei Ihnen, dass wir uns als Stadt nicht allzu viele "Zubuttergeschäfte" leisten können. Und wenn wir für jeden Besucher der BeTe 5 Euro Zuschuss zahlen müssen, wird es auch in der Argumentation gegenüber dem Bürger eng.
Bauland wird aber keinesfalls entstehen. Die BeTe sind Außengebiet und zu fast 50% des Areals hat der Naturschutz die Hand drauf. De facto ist da nur Bestandssanierung möglich. Neubau ist nahezu ausgeschlossen.

@Kolporteur
Ich kann Ihnen versichern, dass die Erzielung einer Einnahme aus dem Verkauf bei nicht einem Gespräch eine Rolle gespielt haben. Mir (und allen, mit denen ich mich diesbezüglich unterhalten habe) geht es in erster Linie darum, die BeTe als Badegewässer zu erhalten. Wenn dies in einem gepflegten Umfeld passiert, umso besser für alle.

@Tannhäuser
Dazu gilt es folgendes zu bemerken: Der Betreiber ist IMMER verantwortlich für die Sicherheit auf seinem Grundstück.
Er ist in der Verantwortung. Bei besagter aus dem Ruder gelaufener Veranstaltung haben die Verantwortlichen nicht mit "Klientel"-Besuch gerechnet. Bei den nächsten Veranstaltungen hatte man vorgesorgt: Polizei war vor Ort - und auch ich musste Warndreieck, Sanitasche präsentieren und in ein Gerät pusten^^.
Das Gefährdungspotential in Sachen Kriminalität ist an den BeTe grundsätzlich als gering einzuschätzen. Ganz einfach weil besagtes "Klientel" (ich übernehme einfach nur Ihren Ausdruck, um keinen eigenen erfinden zu müssen) nicht zum Einzugsbereich der BeTe gehören. Was sich vielleicht ändern wird, wenn dort der Eintritt kostenlos wird.
Um sich nicht in Mutmaßungen zu verlieren: der Betreiber ist verantwortlich. Und nein, niemand hat die Kapazitäten dort Security zu finanzieren. Ich halte auch nichts von Symptombekämpfung, also an den BeTe eine Sicherheitskraft abzustellen. Wir (als Partei) arbeiten weiterhin an einer generellen Lösung des selbst verursachten Sicherheitsproblems.

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14.11.2019, 19.28 Uhr
Mundwerk (66) | Verschwörungstheorien Bebarer Teiche
Meine Herrn Gesangsverein, die Medien und die örtliche SPD machen die Angelegenheit spannender, als sie es eigentlich ist! Zitat von Anne Bressem auf Facebook: „Das sind nicht die Teiche der Stadträte, sondern aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.“ Das ist wahrscheinlich der Grund, warum sie die Teiche unbedingt an Familie Jahn zu einem Schleuderpreis verkaufen will, damit die Teiche aus dem öffentlichen Besitzstand in den Privatbesitz übergehen. Typisches SPD-Modell, oder?
Es gab eine öffentliche Ausschreibung, die man auch hier auf kn nachlesen kann: https://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=259347
Dazu gab es, wie man jetzt durch die Presse ja erfahren durfte, eine Bewerbung. Und genau darüber hat der hiesige Stadtrat jetzt zu befinden. Das das Entscheidungsverfahren nichtöffentlich ist, liegt in der Natur der Sache. Ähnlich wie bei Ausschreibungen, Vergaben und Personalangelegenheiten schreibt die Kommunalordnung hier die Nichtöffentlichkeit vor. Damit besteht für Verwaltung und Rat gar kein Handlungsspielraum.
Wenn also die Diakonie hier den Wunsch nach Veröffentlichung ihrer Bewerbung hegt, so könnte sie dies nur eigenverantwortlich umsetzen.
Das Jahnsche Konzept ist meines Einschätzung nach bislang immer noch kein konkreter Antrag, sondern lediglich eine gute Idee. Wenn aber nichts konkret beantragt wird, gibt es wahrscheinlich auch nichts zu beschließen.
Insofern ist die hier im Artikel beschriebene Auswahlvielfalt nicht der tatsächlich vorliegende Sachverhalt, da es sich nicht um tatsächlich zu entscheidende Dinge handelt, sondern einfach Hypothesen benennt, die noch kommen könnten.
Aktuell muss der viel zitierte Stadtrat nur entscheiden, ob die Bewerbung auf die getätigte Ausschreibung passt oder nicht. Erst wenn diese Bewerbung negativ beschieden werden sollte, sind weitere Ideen und Varianten gefragt.
Bevor hier also wieder Verschwörungstheorien die Runde machen und von Frau Bressem öffentlich und einseitig Partei ergriffen wird, sollte man einfach mal einen Gang runterschalten und Dinge korrekt darstellen!

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14.11.2019, 21.18 Uhr
Kobold2 | Die Gewichtung
der Aussagen und Aktionen von Frau B. sind ja seit längerem entsprechend einzuordnen.
Die sorgt mit viel Einsatz dafür, das das Wahlergebnis iher Partei in der Einstelligkeit bleibt.

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15.11.2019, 09.27 Uhr
Christiane Bressem | Langweilig
Also erst einmal, es langweilt einen langsam das hier oftmals, immer von den selben, gegen meine Schwester geschossen wird.
Kobold 2, wie ist denn das Engagement meiner Schwester, laut Ihnen, zu deuten und was hat das eine mit den Wahlergebnissen zu tun, wenn Sie möchte das offen mit den Entscheidungen der Stadt umgegangen wird und nicht, dass wie so einiges, hinter dem Rücken der Bürger, ausgetragen wird?

Und nein ich nehme meine Schwester hier nicht in Schutz oder sonstiges, ich denke sie kann sich gut selbst verteidigen.
Jedoch habe ich immer das Gefühl das hier vehement gegen positive Sachen FÜR Sdh gestimmt wird.
Sobald sich etwas ändern soll und etwas positives entstehen soll, wird sofort negativ geschossen.

Als wenn man sdh nicht verbessern möchte und könnte...!

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15.11.2019, 09.46 Uhr
Albi | @Mundwerk 66 / Verschwörungstheorien
Ihr Zitat mit dem Facebook-Kommentar von Frau Bressem läßt sich noch prima ergänzen.

Auf der Facebookseite des Possen liest man folgende Zeilen: "Liebe Dorle, liebe Anne
vielen herzlichen Dank für euren Besuch. Es war wie immer sehr interessant und super informativ mit euch über die Politik unserer Region zu sprechen. Wir haben sehr großen Respekt vor eurem Engagement und wünschen euch viel Erfolg für die anstehende Thüringer Landtagswahl
Herzlichst Eure Familie Bernd Jahn und Philipp Jahn" (9.September)

Auf der Facebookseite von Anne Bressem darf man ebenfalls schwelgen: "Mit Euch kann ich immer so wunderbar lachen, das ist schön, das tut gut! Was wären wir, was wäre @sondershausen_thueringen ohne Euch und Euer #Herzblut | macht weiter so auf dem #possen Es tut gut, Euch an unserer #sozialdemokratischen Seite zu wissen." (9.September)

Genau diese Umstände und das gebetsmühlenartige Wiederholen von Phillip Jahn, wie bodenständig die Familie sei und dass man keine Privathäuser am Teich errichten will, lassen die Alarmglocken laut klingeln. Und da Angriff die beste Verteidigung ist, wird jetzt der Stadtrat und die Diakonie ins Kreuzfeuer genommen. Da soll sich jeder seine eigene Meinung bilden.

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15.11.2019, 10.04 Uhr
Kobold2 | Genauso langweilig
Ist es an Dingen festzuhalten, und die Stimmung anzuheizen , deren Notwendigkeit von Fachleuten abgelehnt wird.
So "hintenrum" wie sie meinen, kann das Projekt gar nicht gar nicht laufen, denn dafür würde man im Rathaus die Quittung von den Sonderhäusern bekommen. Ideen sind hier zielführender als Stimmungsmache.
Es ist durchaus verständlich, das man in der Anfangsphase nicht alles ausplaudert, damit z.B. nicht so manche gute Idee gekapert wird.
Einen Verkauf des Geländes würde für mich bedeuten, das ich das Areal nicht mehr besuchen würde.

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15.11.2019, 10.15 Uhr
Kolporteur | @a-h-s und weitere Anmerkungen
@ash... Ich glaube Ihnen nicht das Geld keine Rolle gespielt hat. Es wird am laufenden Band darüber diskutiert, dass bt ein Zuschussgeschäft ist und die Denaturierung ist nicht ökologisch sondern ökonomisch zu betrachten.
Ich finde das die Einwohner über die gewählten Vertreter an der Entscheidung beteiligt sind, so ist nun mal unser politisches System allerdings wurde versäumt die Einwohner in den Prozess der Gestaltung mit einzubeziehen.
Und warum alle so scharf auf Novalis Diakonie Konzept sind, kann ich nicht verstehen. Es wird sich stark an dem des DRK orientieren, geht ja um die Wiederverpachtung.

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15.11.2019, 11.24 Uhr
Christiane Bressem | Zu viel Zeit...
Oh man, ich frage mich wirklich wie viel Zeit manche Leute haben, nun gut.
Aus meinem persönlichen Erfahrungen, ich kenne die Familie Jahn seit meinem 8.Lebensjahr und habe viel Zeit als Kind mit der Familie verbracht und kann nur mehr als unterstreichen das sie eine sehr bodenständige und engagierte Familie sind.
Ich weiß leider auch nicht was verkehrt daran ist, wenn man sich gegenseitig bei Dingen unterstützt und bedankt ... 🤨?
Ebenso kann ich den Kommentar des „anheizen“ nicht ganz nach voll ziehen?

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15.11.2019, 12.19 Uhr
A-H-S | @Mundwerk @Albi @Kobold @Kolporteur
@ Mundwerk: Ich gehe mit Ihren Ausführungen mit, merke aber an, dass ich bei einer Entscheidung pro oder contra Diakonie das Alternativkonzept zu beachten habe. Eine Ablehnung des Diakonievorschlages wäre natürlich unwahrscheinlicher, wenn es keine Alternative gäbe. Und "ja", wir handeln hier in beiden Fällen nur mit Absichtserklärungen der potentiellen Betreiber. Darüberhinaus wird sich vermutlich auch niemand binden lassen.

@Albi: Die Verbindungen sind hinzureichend bekannt, interessieren mich aber bei der Entscheidung wenig. Ich bezweifle, dass derartige "persönliche Bekundungen" hilfreich sind. Aber gut, muss jeder selbst wissen.
Den auf gleicher Seite ins Spiel gebrachte "Bürgerentscheid" verbuche ich unter Populismus (und das aus dem Munde eines Populisten, der durchaus Volksentscheiden zugeneigt ist^^). Begründung: das Ziel ist in allen Varianten das Gleiche (der Bürger soll in einem angemessenen Umfeld Baden können). Jetzt gilt es den besten Weg dahin zu finden und genau dafür eignen sich Bürgerentscheide eben nicht.

@Kobold: So hintenrum ist die gesamte Situation auch nicht. Als die Diakonie ihre "erweiterte Absichtserklärung" vorgestellt hat, waren Vertreter aller Fraktionen im Raum. Die SPD/Nubi wurden durch Frau Bressem selbst und Herrn Axt präsentiert. Des Weiteren waren 2 OrtsteilBM und einige Angestellte der Stadt im Raum. Die Diakonie hat dieses Auditorium gewählt, dies gilt es zu akzeptieren.

@Kolporteuer: Bitte lesen Sie meinen Satz diesbezüglich genau. Ich habe nicht behauptet, dass die Zuschüsse keine Rolle spielen. Das tun sie natürlich. Ich habe formuliert, dass die Erzielung eines Verkaufserlöses zur Stopfung von Haushaltslöchern nie Gegenstand der Gespräche waren.
Und nein, die Diakonie hat einen anderen Betreiberansatz als das DRK - siehe oben.

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15.11.2019, 12.51 Uhr
Kolporteur | @ash
Das darüber nicht gesprochen wird (stopfen von Löchern) ist doch wohl klar, wollen sie mich veralbern?
Eine Offenheit darüber würde der Sache aber gut tun.
Und bitte respektieren Sie den Einsatz der Novalis Diakonie indem sie nicht zu viel verraten.
Kleiner Tipp : den Leuten aufs Maul schauen, bedeutet zwischen den Zeilen zu lesen.

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16.11.2019, 17.41 Uhr
tannhäuser | Bebraer Teiche, Göldner...
...Residenzbahnhof.

Jedes Thema für sich dürfte abendfüllende Sitzungen bedeuten, wenn auch nicht alle auf einer Tagesordnung.

A-H-S, was private Sicherheit als Jedermanns- und Hausrecht betrifft, da kenne ich mich aus beruflichen Gründen etwas aus.

Deshalb habe ich Ihren Ausführungen keine kontraindizierten Argumente entgegenzusetzen.

Wer den Zuschlag erhält, dem wünsche ich gutes Gelingen! Aber man sollte bei keinem touristischen Ziel so tun, als würden immer alle Bürger dahinterstehen.

Und zu Bürgerentscheiden...Als es um das Juventas als Flüchtlingsunterkunft ging...Wurden da solche von "Sondershausen ist bunt" und "Bündnis gegen Rechts" gefordert?

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