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Do, 20:11 Uhr
21.11.2019
Neues aus Sondershausen

Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor

Wir wollen ein Integrationsobjekt betreiben, so die Novalis Diakonie heute bei der Vorstellung des Projekts zur möglichen Entwicklung des Bebraer Teiches Sondershausen...

Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Vereinsraum im Carl-Schroeder-Saal Sondershausen reichte gerade aus, um die interessierten Besucher aufzunehmen, darunter auch Stadtratsmitglieder verschiedener Fraktionen, sowie Bürgermeister Steffen Grimm (pl.).

Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bianca Krumrey und Henry Märtens vom Novalis Diakonieverein e.V. stellten das Projekt vor.
Zuerst allerdings informierte Bianca Krumrey (Leiterin des Sozialpsychiatrisches Zentrums Sondershausen) über die Geschäftsfelder der Novalis (Ebeleben - Sondershausen), deren Hauptsitz Ebeleben ist.

Schwerpunkt der Arbeit ist die Behinderten- und Altenhilfe, man betreibt die Flüchtlingsbegegnungsstätte Schlotheim, ist in der Kinder- und Jugendhilfe tätig und besonders auch in der Suchthilfe ist man sehr aktiv. Mit dem Projekt Bebraer Teich will man sich im sozialen Bereich engagieren. Erst seit August beschäftigt man sich bei Novalis mit diesem Thema.

Henry Märtens wurde deulich, wir wollen hier ein Integrationsobjekt betreiben. Behinderte Menschen sollen hier die Möglichkeit erhalten, dass sie wieder an Arbeit herangeführt werden, um später vielleicht wieder in eine Beschäftigung zu kommen, die sie wieder voll ernährt.

Hauptziel sei aber, die Bebraer Teiche für die Öffentlichkeit zu erhalten und zu nutzen.

Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Und so sieht es das Konzept vor. Dabei sieht man nicht nur auf den Badebetrieb, sondern sieht die Bebraer Teiche als Ausgangspunkt für Wanderungen in die Waldwildnis.
Wegen der Wirtschaftlichkeit solle es aber einen begrenzten Badebetrieb geben. Kontakt wurde wegen der Badeaufsicht mit der Wasserwacht gesucht, Lothar Girschele, der auch heute Vorort war. Klar aber war auch, die Wasseraufsicht wird ein schwieriges Terrain bleiben, so Märtens. Das zeigte auch die anschließende Diskussion, bei der es um längere Öffnungszeit für den Badebetrieb ging. Noch problematischer die Situation, wenn die Aufsicht beendet wurde. Geht einfach ein Baden auf eigene Gefahr, wenn das Terrain offengehalten wird.

Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auch eine gastronomische Versorgung solle es geben. Dabei soll ökologisch nachhaltig gewirtschaftet werden. Gerade beim Hausskipping der Bungalows, könne er sich den Einsatz von Bürgern vorstellen, die über den normalen Arbeitsmarkt nicht vermittelbar wären.

In der Bildergalerie sind einige Zahlen und Fakten vorgestellt, wobei Märtens äußerte, die Zahlen seien eher defensiv ausgerichtet. Einige Zahlen waren, das zeigte die Diskussion etwas zu optimistisch, denn man rechnet mit rund 13.000 Besuchern pro Jahr (etwas über 11.000 in diesem Jahr, so Grimm).

Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Novalis Diakonie stellt ambitioniertes Projekt vor (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auch auf notwendige Investitionen ging Märtens ein, siehe Bildergalerie. Allerdings ist unterhalb der roten Linie (Bild oben) wegen des Naturschutzes überhaupt keine Bautätigkeit möglich. Allerdings solle der Investionspunkt Ausbaustufe 4 erst ins Auge gefasst werden, wenn das Projekt läuft.

Der Zeitplan ist sehr eng gestrickt, gibt Märtens zu, die Eröffnung solle aber am 15.5.2020 sein.
Abschließend betonte Märtens nochmals, wichtiges Ziel sei, Menschen mit Behinderung in Arbeit zu bringen.

Der Vortrag wurde mit viel Beifall bedacht. Es gab aber auch kritische Stimmen. Dabei ging es besonders um die Sicherheit, wenn die Badeaufsicht ihren Dienst beendet hat. Auch das Betreten des Gebits rund um den Bebraer Teich wurde kritisch betrachtet.
Ob der gastronomische Betrieb auch außerhalb der Badesaison (Mai bis September) aufrecht erhalten werden könne, sei noch nicht klar.

Eine Bürgerin sprach es offen aus, es sein ein sehr ambitioniertes Projekt, was derzeitig noch viele Fragen aufwirft, und sprach diese Themen an:
- Besucherzahlen
- Wie soll die Entwicklung aussehen?
- Wer soll die Investitionen bezahlen
- Wird das Projekt ein eigenes Unternehmen?

Leider musste an dieser Stelle die Diskussion abgeschlossen werden, denn die restliche Stadträte strömten in den Raum, um die nichtöffentliche Hauptausschusssitzung beginnen zu können.

Es handelt sich hier um ein sehr engagiertes soziales Projekt, dem man anmerkt, dass es wegen der Kürze der Zeit noch mit der "heißen Nadel" gestrickt wurde. Wenn es gelingen soll, wird es wohl nicht ohne Fördermittel gehen. Hier sollten Stadtverwaltung und Landratsamt Unterstützung geben, welche Fördertöpfe man auch für die langfristige Nutzung anzapfen könnte.

Man darf gespannt sein, wie am nächsten Donnerstag die Stadträte entscheiden werden. Denn wenn der Zeitplan eingehalten werden soll, muss man bald beginnen. Denn neben Menschen mit Behinderung die eingesetzt werden sollen, wird auf um engagierte Festkräfte nicht verzichten können.
kn in Kürze (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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kn in Kürze (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Kommentare

22.11.2019, 20.58 Uhr
tannhäuser | Ambitioniert? Mit Finanzierungslücke?
Gegenüber diesem Integrationsprojekt scheint Familie Jahn doch im Vorteil zu sein.

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22.11.2019, 22.58 Uhr
Knaecke2 | Mal schauen...
der Ausgang der Ausschreibung, wird gut die Interessen unserer Stadtpolitiker Wiederspiegeln. Eigentlich ein Ungleicher Wettbewerb, wie vergangene Entscheidungen der Kommunalpolitik zeigen....."Wiegt das Wohl Weniger - Mehr"..... Punkt.

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