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Fr, 00:17 Uhr
31.01.2020
Neues aus Sondershausen

Einführung von Mitfahrbänken in Sondershausen

Im Stadtrat von Sondershausen ging es gestern um das Projekt Mitfahrbänke in der Stadt Sondershausen. Dazu diese Einzelheiten....

Die Fraktion der Freien Wähler hatte diese Beschlussvorlage eingebracht:

Antrag der Fraktion Freie Wähler zur Einführung von Mitfahrbänken in den Ortsteilen und der Kernstadt
Hier der Beschlussentwurf im Wortlaut:
Einführung von Mitfahrbänken in Sondershausen (Foto: Freie Wähler)
Einführung von Mitfahrbänken in Sondershausen (Foto: Freie Wähler)

Mitfahrbänke? Man könnte auch sagen, eine organisierte Form des Trampen, um die teilweise schon gravierenden Mängel im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) etwas zu mildern. Das sah der Ortsteilbürgermeister von Himmelsberg, Andreas Fritsch kritisch und mahnte an, der ÖPNV müsse besser klappen.

Wie solle es laufen? In den Ortsteilen Oberspier und Schernberg, sowie in der Kernstadt soll eine besonders gekennzeichnete Bank aufgestellt werden, auf der man sich setzt, um von einem Fahrzeug quasi als Anhalter mitgenommen wird, wenn es nicht voll besetzt ist. Wer auf der Mitfahrbank sitzt macht mit einem Schild aufmerksam, wohin die Fahrt gehen soll.

Eine Neuerfindung ist der Vorschlag nicht, denn im Ilm-Kreis läuft seit vorigem Jahr ein vom Freistaat gefördertes Pilotprojekt:
Mitfahrbank im Ilm-Kreis

Für die Einführung kündigte Stadtrat Andreas Kühn an, die erste Bank soll von den Freien Wählern gesponsert werden. Auch die VS (Martin Ludwig) und Hartmut Thiele (CDU) könnten sich so ein Sponsoring vorstellen, denn so eine Bank kostet in etwa 300 Euro.

Der Fachbereichsleiter Bau und Ordnung, Carsten Kleinschmidt, machte aber klar, ist gibt noch weitere Kosten wie für das Fundament und die Schilder.

Anne Bressem (SPD / Nubi): Die Stadtverwaltung sollte prüfen, ob nicht die Einführung eines Bürgerbusses wie in Bad Frankenhausen sinnvoller sei.
Gerhard Axt (SPD / Nubi): Äußerte sich in ähnlicher Richtung, gab aber zu Bedenken wie ist es mit dem Versicherungschutz, wie mit der Sicherheit, dass man nicht kriminellen Elementen aufsitzt.
Manfred Kucksch (SPD / Nubi): Das Risoko muss beim mitfahrenden Bürger liegen.

Joachim Kreyer (CDU): Lasst es uns probieren.

Siegrid Rößner (Die Linke): Es ist eine Möglichkeit Mobilitätsprobleme zu mildern. Sie gab Hinweise man sollte Fördermittel beantragen, so aus dem Landesprogramm Zusammenleben der Generationen. Sie stellt aber auch die Frage, wer soll die Bänke Pflegen?

Martin Ludwig (VS): Lasst es uns probieren. Pflege sollte im Rahmen des Frühjahrsputzes erfolgen.

Sandro Bauer (Die Linke): Ein Weg ist sicher gestellt, aber wie kommt der Mitfahrer wieder zurück? Geht das so einfach?

Einig war man sich, wenn das Projekt startet, ist eine gute Aufklärungskampagne notwendig.

Wo eigentlich die Mitfahrbänke stehen sollen, darüber wurde noch kein Wort verloren. Während es bei Oberspier und Schernberg nicht das Problem ist, könnte der Standort in Sondershausen in der Kernstadt schon problematischer sein.

Einstimmig wurde beschlossen mit drei Bänken (zwei Ortsteile und Kernstadt) zu starten. Die Finanzierung der Bänke steht mit Freie Wähler, Volkssolidarität und CDU.

Mit der Stadt Ebeleben sollen Gespräche geführt werden, ob nicht dort auch eine Mitfahrbank stehen könnte, da es durchaus Bedarf aus Richtung Schernberg geben könnte.

Über den Zeitraum der Umsetzung des Projekts Mitfahrbänke wurden keine Angaben gemacht.
Autor: khh

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