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Sa, 12:40 Uhr
08.02.2020
kn-Forum

Streit um Namen in der „Stadt an der Schmücke“

Derzeit ist ein offener Streit zwischen den frisch zusammengefügten Gemeinden „An der Schmücke“ entbrannt. Dazu äußert sich ein Leser im Forum...

Vorwürfe gehen hin und her. Die Oldislebener sind nach außen hin der „unbequeme Partner“, der sich partout nicht unterordnen will.

Als der Bürgermeister der Stadt, Holger Häßler zur Befragung der Bürger aufgerufen hatte, hatte sicher keiner mit diesen Auseinandersetzungen gerechnet. Die Befragung galt nach außen hin als Stimmungsbarometer, sich noch einmal mit dem sperrigen Namen „An der Schmücke“ auseinander zu setzen. Zumindest gingen ein Großteil der Bürger davon aus. Entsprechend niedrig war das öffentliche Interesse unter der Bevölkerung, jedoch nicht in der Stadt Heldrungen. Dort lag die Rücklaufquote bei unglaublichen 59 %, während sie in den anderen Orten im Schnitt bei gerade einmal 20,8 % lag. Böse Zungen behaupten, dass die Wahlbeteiligung in Heldrungen nur deshalb so hoch war, weil engagierte Bürger mit Stimmzetteln von Tür zu Tür gingen und Stimmen für den Namen „Heldrungen“ sammelten.

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Nun konstruieren wir den Fall, die Oldislebener wären letztes Jahr hergegangen, und hätten mit einer derartig gezielten Befragung dieses gleiche Ergebnis erzielt und die Namensänderung der Einheitsgemeinde auf „Oldisleben“ beantragt. Argumente finden sich auch hier, gleiche Einwohnerzahl, Schulstandort und in den vergangenen Jahre gut gewirtschaftet. Wie wäre dieser Vorschlag wohl in Heldrungen aufgenommen worden. Was würden die Heldrunger empfinden, wenn in Heldrungen, Gemeinde Oldisleben am Ortsschild steht? Empörung? Ist der eine besser als der andere? Hätten sich die Heldrunger dagegen gewehrt? Vermutlich ja, und nicht einmal schwer nachzuvollziehen
.
Diese Frage stellt sich aber gar nicht. Aber warum? Weil kein Oldislebener seinem Bekannten, Verwandten oder Freunden in Heldrungen abverlangt hätte, zukünftig dessen Namen zu tragen. Wie befremdlich müsste es für die Heldrunger sein, den seit rund 1.000 Jahren getragenen Namen Heldrungen nun unter den Namen des Nachbarn stellen zu müssen. Nein, so etwas macht man nicht, wenn man Respekt vor seinem Nachbarn/Partner hat. Ich bin mir auch sicher, dass viele Heldrunger Bauchschmerzen den Oldislebenern gegenüber ob dieser Vorgehensweise ihrer Stadträte hätten.
Denn wenn man eine Zusammenarbeit wirklich möchte, tut es oftmals gut, sich in die Situation des anderen zu versetzten.

„Was man nicht will das man dir tut, das füg auch keinem andren zu“!
Ein alter Spruch – hat aber noch immer Bestand!

Christopher Schulze
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Luke Skywodka
08.02.2020, 17:06 Uhr
Ich vermute
Der Name wird auf lange Sicht das geringste Problem der neuen Fusionsgemeinde sein. In der Folgezeit wird Streit ums Geld aufkommen, da genau beobachtet wird wer, wann, wie viel und wie oft im Haushalt bedacht wird. Bzw. wo und wie oft der Bauhof vorbeischaut. Das Mißtrauen ist gesät in dieser von R2G angepriesen Reform. Statt die Region zu einen wird sie gespalten und es entsteht Neid. Das ist der Erfolg eines Gesetzes was ohne Hirn und Verstand durchgepeitscht wurde. Als Poppenhäger seiner Zeit durch Land tourte um für diesen Murks zu werben, konnte er auf Nachfragen nicht antworten ob überhaupt und wie viel durch die unseelige Gebietsreform gespart wird. Spätestens hier muss jedem klar geworden sein das unser Land von klüngelnden Dilletanten geleitet wird. Nur gab es genug die dem Glauben schenkten und sich wegen einer handvoll Silberlinge verkauft haben. Auf einen solchen Platz in den Geschichtsbüchern kann man echt stolz sein werte Kommunalpolitiker. Aber jeder meint ja die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.
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