Do, 00:22 Uhr
05.03.2020
Meldungen aus dem Landratsamt
Brand- und Katastrophenschutzbericht 2019
Im Kreisausschuss ging es am Mittwoch um den Brand- und Katastrophenschutzbericht 2019, der vorgestellt wurde...
Kreisbrandinspektor Jonas Weller stellte den Bericht vor.
Zuerst ging von Weller der Lob an die Kommunen, die über die Stadtbrandmeister viele Informationen weiter gaben.
In 31 Gemeinden gibt es insgesamt
- 31 Feuerwehren
- 6 Stützpunktfeuerwehren
- 86 Freiwillige Stadt- bzw. Ortsteilfeuerwehren
- 53 Jugendfeuerwehren
Mehr Einzelheiten zur Ausrüstung gibt es hier:
Feuerwehren im Überblick
Entwicklung der Mitgliederzahlen
Im Jahr 2019 waren in 31 Kyffhäuser Gemeinden 86 freiwillige Gemeinde-, Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren registriert.
Darin sind aktuell 6 Stützpunkfeuerwehren in Sondershausen, Greußen, Ebeleben, Bad Frankenhausen, Artern und Roßleben für den überörtlichen Brandschutz und die allgemeine Hilfe enthalten.
Das Engagement im Ehrenamt der Feuerwehr mit seinen vielen Facetten stellt in vielen Bereichen des Alltags eine Herausforderung nicht nur für die Mitglieder selbst, als auch vor allem für die Familie der Mitglieder dar. Diese müssen nur allzu oft auf Ihre Familienmitglieder für Einsätze, oder Aus- und Fortbildung verzichten. Akut sieht Weller noch keine Probleme hinsichtlich des Mitgliedermangels.
Die Anzahl der ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Kyffhäuserkreis selbst, der in den Mitgliederbereichen vertretenden Gruppen, ist über die letzten drei Jahre in etwa gleichgeblieben, was auch vor allem eine überaus gute Arbeit im Bereich der Nachwuchsgewinnung widerspiegelt.
Der über viele Jahre beobachtete Abwärtstrend konnte somit erfreulicherweise gestoppt werden.
Ebenfalls positiv zu betrachten ist der stetig steigende Anteil von Mädchen und Frauen sowohl in den Jugendfeuerwehren, als auch in den Einsatzabteilungen, was eine zunehmende Akzeptanz und Gleichstellung der Geschlechter in bis dahin untypischen Bereichen zeigt.
Die Einsätze der Kyffhäuser Feuerwehren 2019
Mit 1.124 Einsätzen im Berichtszeitraum 2019 erreichte die Zahl der Feuerwehreinsätze den Höchststand.
Die Hilfeleistungseinsätze sind mit 782 Einsätzen nach wie vor auf einem Rekordhoch. Nicht zuletzt trugen die Sturmereignisse in erheblichem Umfang dazu bei.
120 Einsätze wurden durch Fehlalarmierungen ausgelöst, damit stieg deren Anzahl ebenfalls kontinuierlich an.
Dabei ist durch die Hitzesommer vor allem die Zahl der Brandbekämpfungseinsätze innerhalb von 3 Jahren um 52 Prozent auf 222 angestiegen. Große und kleinere Flächen- und Waldbrände hielten die Feuerwehren in Atem und brachten z. T. Technik und Mannschaft bis an ihre Grenzen.
Die Brandbekämpfung in unwegsamem und schwer zugänglichem Gelände erforderte eine große Anzahl an Einsatzkräften, die über viele Stunden an den Einsatzstellen gebunden waren. Die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Löschwasser war schwierig und teilweise nur mit Unterstützung ziviler, oder anderer Einheiten realisierbar.
Die Gesamteinsatzzeit für alle Einsätze im Jahr 2019 betrug 28.552 Stunden.
Hierbei wurden bei der Brandbekämpfung von insgesamt 4632 ausgerückten Kameraden durchschnittlich 60 Einsatzstunden, pro Hilfeleistungseinsatz von insgesamt 6993 ausgerückten Kameraden durchschnittlich 19 Einsatzstunden geleistet.
Die Entwicklung zeigt deutlich, dass das Einsatzgeschehen den Einsatzkräften der Feuerwehren sowohl zeitlich, als auch fachlich immer mehr abverlangt. Insbesondere für die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren, die neben Familie und Beruf diesen Aufgaben gerecht werden müssen, ist dies eine enorme Herausforderung. Das ehrenamtliche Engagement braucht gesellschaftlichen Schutz und darf nicht aus Bequemlichkeit oder finanziellen Gründen als Dienstleistung außerhalb von Gefahrensituationen ausgenutzt werden, um Versorgungslücken in anderen Bereichen zu schließen. Nur so kann man die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren für die eigentliche Gefahrenabwehr auf Dauer erhalten.
Bei den Einsatzstunden ist zu bemerken, dass besonders in den Jahren 2018 und 2019 im 3. Quartal die Einsatzstunden in die Höhe schossen. Weller sieht die Ursache in der großen Trockenheit.
Die Ausstattung der Kyffhäuser Feuerwehren 2019
Im Jahr 2019 wurden im Kyffhäuserkreis 85 Feuerwehrhäuser bei den Feuerwehren genutzt.
Die Feuerwehrfahrzeuge wurden in den letzten Jahren schon umfangreich erneuert, da teilweise immer noch Fahrzeuge im Einsatzgeschehen mitwirken, die teilweise 50 Jahre und älter sind.
Dass dies nicht mehr ansatzweise Stand der Technik und vor allem nicht Stand der Sicherheit ist, muss sicherlich nicht diskutiert werden. Deshalb ist gerade im Bereich der Fahrzeuge noch viel Beschaffungspotenzial vorhanden.
Die Fahrzeuge der Feuerwehren, die sich nach den regionalen Gefährdungen richten, sind sehr umfangreich und dokumentieren das breite Einsatzspektrum der Kyffhäuser Feuerwehren.
Im Jahre 2020 sollen voraussichtlich noch drei Einsatzleitfahrzeuge in den Landkreis geliefert werden.
In der Diskussion sprach Jörg Steinmetz (CDU) davon, dass der Anstieg der Einsatzstunden auch damit zusammenhängen könnte, dass zu viel Einsatzfahrzeuge eingesetzt werden. Das kann zwar in Einzelfällen der Fällen vorgekommen sein, so Weller, erklärt aber nicht den starken Anstieg allein.
Matthias Strejc (SPD) wünschte sich für den nächsten Bericht, dass es eine Übersicht gibt, welche Fahrzeuge aus dem Kreisbestand aus Altersgründen (technisch überaltert) ausgetauscht werden müssten, um die finanziellen Aufwändungen in den nächsten Jahren abschätzen zu können.
Knut Hoffmann (CDU) bat, bei den Kommunen abzufragen, wie sieht es dabei auch mit den Fahrzeugen dort aus.
Abschließend dankte Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) für den ausführlichen Bericht. Den Feuerwehrleuten des Landkreises sprach sie ihren Dank für die enorme Einsatzbereitschaft aus.
Autor: khhKreisbrandinspektor Jonas Weller stellte den Bericht vor.
Zuerst ging von Weller der Lob an die Kommunen, die über die Stadtbrandmeister viele Informationen weiter gaben.
In 31 Gemeinden gibt es insgesamt
- 31 Feuerwehren
- 6 Stützpunktfeuerwehren
- 86 Freiwillige Stadt- bzw. Ortsteilfeuerwehren
- 53 Jugendfeuerwehren
Mehr Einzelheiten zur Ausrüstung gibt es hier:
Feuerwehren im Überblick
Entwicklung der Mitgliederzahlen
Im Jahr 2019 waren in 31 Kyffhäuser Gemeinden 86 freiwillige Gemeinde-, Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren registriert.
Darin sind aktuell 6 Stützpunkfeuerwehren in Sondershausen, Greußen, Ebeleben, Bad Frankenhausen, Artern und Roßleben für den überörtlichen Brandschutz und die allgemeine Hilfe enthalten.
Das Engagement im Ehrenamt der Feuerwehr mit seinen vielen Facetten stellt in vielen Bereichen des Alltags eine Herausforderung nicht nur für die Mitglieder selbst, als auch vor allem für die Familie der Mitglieder dar. Diese müssen nur allzu oft auf Ihre Familienmitglieder für Einsätze, oder Aus- und Fortbildung verzichten. Akut sieht Weller noch keine Probleme hinsichtlich des Mitgliedermangels.
Die Anzahl der ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Kyffhäuserkreis selbst, der in den Mitgliederbereichen vertretenden Gruppen, ist über die letzten drei Jahre in etwa gleichgeblieben, was auch vor allem eine überaus gute Arbeit im Bereich der Nachwuchsgewinnung widerspiegelt.
Der über viele Jahre beobachtete Abwärtstrend konnte somit erfreulicherweise gestoppt werden.
Ebenfalls positiv zu betrachten ist der stetig steigende Anteil von Mädchen und Frauen sowohl in den Jugendfeuerwehren, als auch in den Einsatzabteilungen, was eine zunehmende Akzeptanz und Gleichstellung der Geschlechter in bis dahin untypischen Bereichen zeigt.
Die Einsätze der Kyffhäuser Feuerwehren 2019
Mit 1.124 Einsätzen im Berichtszeitraum 2019 erreichte die Zahl der Feuerwehreinsätze den Höchststand.
Die Hilfeleistungseinsätze sind mit 782 Einsätzen nach wie vor auf einem Rekordhoch. Nicht zuletzt trugen die Sturmereignisse in erheblichem Umfang dazu bei.
120 Einsätze wurden durch Fehlalarmierungen ausgelöst, damit stieg deren Anzahl ebenfalls kontinuierlich an.
Dabei ist durch die Hitzesommer vor allem die Zahl der Brandbekämpfungseinsätze innerhalb von 3 Jahren um 52 Prozent auf 222 angestiegen. Große und kleinere Flächen- und Waldbrände hielten die Feuerwehren in Atem und brachten z. T. Technik und Mannschaft bis an ihre Grenzen.
Die Brandbekämpfung in unwegsamem und schwer zugänglichem Gelände erforderte eine große Anzahl an Einsatzkräften, die über viele Stunden an den Einsatzstellen gebunden waren. Die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Löschwasser war schwierig und teilweise nur mit Unterstützung ziviler, oder anderer Einheiten realisierbar.
Die Gesamteinsatzzeit für alle Einsätze im Jahr 2019 betrug 28.552 Stunden.
Hierbei wurden bei der Brandbekämpfung von insgesamt 4632 ausgerückten Kameraden durchschnittlich 60 Einsatzstunden, pro Hilfeleistungseinsatz von insgesamt 6993 ausgerückten Kameraden durchschnittlich 19 Einsatzstunden geleistet.
Die Entwicklung zeigt deutlich, dass das Einsatzgeschehen den Einsatzkräften der Feuerwehren sowohl zeitlich, als auch fachlich immer mehr abverlangt. Insbesondere für die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren, die neben Familie und Beruf diesen Aufgaben gerecht werden müssen, ist dies eine enorme Herausforderung. Das ehrenamtliche Engagement braucht gesellschaftlichen Schutz und darf nicht aus Bequemlichkeit oder finanziellen Gründen als Dienstleistung außerhalb von Gefahrensituationen ausgenutzt werden, um Versorgungslücken in anderen Bereichen zu schließen. Nur so kann man die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren für die eigentliche Gefahrenabwehr auf Dauer erhalten.
Bei den Einsatzstunden ist zu bemerken, dass besonders in den Jahren 2018 und 2019 im 3. Quartal die Einsatzstunden in die Höhe schossen. Weller sieht die Ursache in der großen Trockenheit.
Die Ausstattung der Kyffhäuser Feuerwehren 2019
Im Jahr 2019 wurden im Kyffhäuserkreis 85 Feuerwehrhäuser bei den Feuerwehren genutzt.
Die Feuerwehrfahrzeuge wurden in den letzten Jahren schon umfangreich erneuert, da teilweise immer noch Fahrzeuge im Einsatzgeschehen mitwirken, die teilweise 50 Jahre und älter sind.
Dass dies nicht mehr ansatzweise Stand der Technik und vor allem nicht Stand der Sicherheit ist, muss sicherlich nicht diskutiert werden. Deshalb ist gerade im Bereich der Fahrzeuge noch viel Beschaffungspotenzial vorhanden.
Die Fahrzeuge der Feuerwehren, die sich nach den regionalen Gefährdungen richten, sind sehr umfangreich und dokumentieren das breite Einsatzspektrum der Kyffhäuser Feuerwehren.
Im Jahre 2020 sollen voraussichtlich noch drei Einsatzleitfahrzeuge in den Landkreis geliefert werden.
In der Diskussion sprach Jörg Steinmetz (CDU) davon, dass der Anstieg der Einsatzstunden auch damit zusammenhängen könnte, dass zu viel Einsatzfahrzeuge eingesetzt werden. Das kann zwar in Einzelfällen der Fällen vorgekommen sein, so Weller, erklärt aber nicht den starken Anstieg allein.
Matthias Strejc (SPD) wünschte sich für den nächsten Bericht, dass es eine Übersicht gibt, welche Fahrzeuge aus dem Kreisbestand aus Altersgründen (technisch überaltert) ausgetauscht werden müssten, um die finanziellen Aufwändungen in den nächsten Jahren abschätzen zu können.
Knut Hoffmann (CDU) bat, bei den Kommunen abzufragen, wie sieht es dabei auch mit den Fahrzeugen dort aus.
Abschließend dankte Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) für den ausführlichen Bericht. Den Feuerwehrleuten des Landkreises sprach sie ihren Dank für die enorme Einsatzbereitschaft aus.











