eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 17:34 Uhr
07.03.2020
ADAC-Umfrage

Gerangel um die Plätze in der Stadt

Die meisten Städte stehen vor der Aufgabe, die vom Verkehr mitverursachten Probleme wie Luftverschmutzung und Staus zu entschärfen. Andererseits erwarten Bürger, Pendler und die Wirtschaft, dass ihre Mobilitätsbedürfnisse berücksichtigt werden...

Anzeige symplr (1)
Die unterschiedlichen Erwartungen zwischen Auto- und Radfahrern, Fußgängern und ÖPNV-Nutzern zeigen: Ohne gegenseitige Rücksichtnahme und Verzicht kann ein Mobilitätswandel nicht funktionieren. Der ADAC wollte wissen, wie es um die Bereitschaft der einzelnen Verkehrsteilnehmergruppen steht, auf bislang als selbstverständlich angesehene Rechte zu verzichten, zu teilen und auf die Bedürfnisse anderer einzugehen. In einer Online-Umfrage hat der Club 2.000 Bewohner in den 40 deutschen Städten ab 200.000 Einwohnern zur Mobilität in ihrer Stadt befragt.

Ungeachtet aller Diskussionen um die Verkehrswende ist das Auto immer noch das meistgenutzte Verkehrsmittel in den betrachteten Großstädten. Fast drei Viertel der Befragten sind damit an 10 oder mehr Tagen im Jahr in ihrer Stadt unterwegs, knapp die Hälfte sogar an mindestens 100 Tagen. Die öffentlichen Verkehrsmittel folgen mit knapp zwei Drittel und das Fahrrad mit fast der Hälfte der Befragten an 10 Tagen oder mehr. Die Nutzung des ÖPNV nimmt jedoch mit der Größe der Stadt zu. So ist der Anteil der ÖPNV-Nutzer in Städten mit mehr als einer Million Einwohner um 20 Prozentpunkte höher als in Städten mit 200.000 bis einer Million Einwohnern.

Ein weiterer Aspekt der ADAC Umfrage: Das Sicherheitsgefühl. Mit 55 Prozent sind die Autofahrer diejenige Gruppe, die sich auf den Straßen ihrer Stadt am sichersten fühlen. Von den Fußgängern bestätigt das jeder zweite. Deutliche Defizite gibt es bei den Radfahrern, von denen sich nicht mal jeder Fünfte sicher fühlt.

Als defizitär wird von allen Verkehrsteilnehmern die gegenseitige Rücksichtnahme bewertet. Nur jeder fünfte Befragte empfindet die Situation in seiner Stadt als gut. Alle Verkehrsteilnehmergruppen haben das Gefühl, dass für ihre Verkehrsart mehr getan werden sollte. Müssten sich die Befragten entscheiden, welche Verkehrsart besonders gefördert werden soll, wählen relativ gesehen die meisten U-Bahn, Bus und Tram.

Ein Kernanliegen des Mobilitätswandels besteht darin, den vom Auto beanspruchten Platz in stärkerem Maß dem Fußgänger- und Radverkehr zukommen zu lassen. 42 Prozent der Befragten sind für eine solche Maßnahme, unter denjenigen, die überwiegend als Radfahrer in ihrer Stadt unterwegs sind, sind es 69 Prozent, bei den überwiegend Autofahrenden nur gut jeder Vierte (27 Prozent).
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Berserkertom63
07.03.2020, 22:04 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Psychoanalytiker
08.03.2020, 09:35 Uhr
Alles so schöne Theorie
Vor einigen Wochen war ich in einer deutschen Großstadt, die sich scheinbar ein durchaus gutes Netz für den öffentlichen Verkehr aufgebaut hat. Neben einer Haltestelle befindet sich ein sehr großer Parkplatz, der zwischenzeitlich zwei Elektro-Tankstellen aufweist. Zwei "Zapfsäulen" für jeweils 4 PKW. Nun kann man dazu stehen, wie man will, aber jede "Zapfsäule" nahm auf Grund ihrer Größe und Aufstellungsart Platz für zwei "normale" PKW-Standplätze ein.

Jede der Ladestationen beanspruchte also Platz für eigentlich 6 PKW, obwohl maximal nur 4 PKW gleichzeitig geladen werden könnten. Während der gesamte Parklatz weitestgehend voll belegt war, stand natürlich nur ein einziges E-Auto zum Aufladen auf dem Platz, den sonst 12 PKW hätten belegen können.
Aber selbst bei 100prozentiger Nutzung entfällt dort ein Drittel an Parkmöglichkeiten, und mit jeder Ladestation können weitere Kraftstoff-PKW auch nicht mehr parken.

Tolle Aussichten, zumal sich der Bedarf zunehmend erhöht ...
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)