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Mo, 14:52 Uhr
09.03.2020
IHK Blitzumfrage

Coronavirus setzt Thüringer Wirtschaft unter Druck

Jedes zweite Unternehmen in Deutschland rechnet 2020 mit einem Umsatzrückgang infolge der Corona-Situation. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 10.000 Betrieben aus allen Regionen und Branchen...

Daran beteiligt haben sich in der vergangenen Woche auch rund 100 Unternehmen aus Nord- und Mittelthüringen, wo laut Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt bereits 58 Prozent der Befragten Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Geschäftstätigkeit spüren.

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„Der Umfrage zufolge erwarten 30 Prozent der Unternehmen im IHK-Bezirk Erfurt sogar Umsatzeinbrüche von über zehn Prozent“, informiert IHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Cornelia Haase-Lerch. Angesichts der sowieso schon schwächeren Konjunktur sei dies ein deutliches Warnsignal für die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr. Insofern müssten die in der vergangenen Nacht getroffenen Beschlüsse des Koalitionsausschusses zur Unterstützung betroffener Unternehmen schnell zum Einsatz kommen.

„Konkrete wirtschaftspolitische Sofortmaßnahmen sollten aus Sicht der Unternehmen insbesondere auf die Beschäftigungs- und Liquiditätssicherung in den Betrieben abzielen. So halten 56 Prozent der Befragten unbürokratische und einfache Antragsverfahren für Unterstützungsmaßnahmen für erforderlich“, erklärt die IHK-Chefin. Bei 47 Prozent würden finanzielle Überbrückungshilfen zur Überwindung der schwierigen Situation beitragen. Für jeden Dritten seien steuerliche Erleichterungen denkbar.

In den kommenden Wochen befürchteten die Betriebe weitere, signifikante Einschränkungen ihrer geschäftlichen Aktivitäten. 38 Prozent der Firmen rechneten damit, dass Messen und Veranstaltungen absagt werden. Ebenso viele erwarteten noch mehr Krankheitsausfälle. Angesichts der zunehmenden weltweiten Auswirkungen des Coronavirus würden die Firmen auch bei Absatz und Produktion vor großen Herausforderungen stehen.

„Zudem wächst der Informationsbedarf zum Verhalten mit dem Coronavirus“, sagt Haase-Lerch. Ganz oben auf der Liste würden Fragen zum Umgang mit Verdachtsfällen und Infizierten im eigenen Betrieb sowie Hinweise zur staatlichen Lohnerstattung nach Infektionsschutzgesetz oder der Erstellung eines innerbetrieblichen Pandemieplans stehen.

„Zahlreiche Unternehmen sind bereits aktiv geworden und haben Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter aufgrund des Coronavirus eingeleitet. Vor allem betrifft dies die Beschaffung von Medizin und Hygiene-Material. Darüber hinaus wird das Personal verstärkt über Hygienemaßnahmen und Verhaltensweisen informiert“, berichtet die IHK-Hauptgeschäftsführerin. Ebenso würden andere Vorsichtsmaßnahmen wie die Einschränkung der Reisetätigkeit und Teilnahme an Großveranstaltungen vorgenommen.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
09.03.2020, 18:43 Uhr
Das kann doch nicht so schlimm sein,...
... so lange, wie der Ball in der Bundesliga noch rollt, ist die Welt noch in Ordnung.

Ich warte nur auf den Tag, wo sich die Fans im Stadion versammeln und um verstorbene Spieler trauern. Man muss das Schicksal eben richtig heraus fordern. Typisch Deutschland. Unsere Nachbarn kontrollieren an den Grenzen und wir feiern und genießen, während die ANDEREN mal wieder für uns die Drecksarbeit machen.

Zu welchem Ergebnis kam gestern Abend der Wissenschaftsjournalist R. Yogeshwar, mit seiner Hochrechnung bei A. Will? Ende April, ist es möglich, dass wir in unserem Land, so um 1 Millionen Infizierte haben können, wenn die Zuwächse so hoch bleiben, wie bisher.

Aber um die Fußballstadien macht das Virus sicher einen großen Bogen.
geloescht.20250302
09.03.2020, 20:06 Uhr
Als ob es nur um Fußball ginge...
...und bevor Paulinchen mich missversteht: Sie haben Recht, Madame.

Ich wollte nur ergänzen, dass morgen in der DEL (Eishockey) die Pre Playoffs und nächste Woche die Playoffs beginnen.

Also auch je über 1000 Zuschauer in überdachten Hallen.

Kommt jetzt das gesellschaftliche und Fanleben durch Zuschauerausschlüsse ins Wanken, dürfte dieses kürzlich begonnene Jahr 2020 eine historische Sonderstellung einnehmen.
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