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Mo, 18:29 Uhr
09.03.2020
Landespolitiker äußern sich

Wenig kommunale Schulden im Osten

Hoff: Bund soll ostdeutsche Wohnungswirtschaft finanziell entlasten. Dazu diese Meldung aus dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft...


Der Koalitionsausschuss auf Bundesebene hat gestern entschieden, die Pläne von Bundesfinanzminister Scholz zur Entschuldung von Kommunen zunächst zurückzustellen. Dazu erklärt Thüringens Infrastrukturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff:

„Der Bund und die Länder haben in den vergangenen Jahren sowie in den aktuellen Haushaltsplänen erhebliche Investitionsausgaben geplant. Diese Investitionen sollen vorrangig dazu dienen, kommunale Infrastrukturen zu verbessern. Dies ist dringend notwendig. Umso wichtiger ist es, die Kommunen in die Lage zu versetzen, die Investitionsmittel auch abrufen zu können. Die Entschuldung von Kommunen, wie vom Bundesfinanzminister vorgesehen, wäre dazu ein wichtiger Schritt gewesen.

Angesichts der geringen Kassenkredite der Thüringer Kommunen ist es mir als Infrastrukturminister wichtig, in die von Finanzminister Scholz begonnene Debatte die ostdeutsche Perspektive einzubringen. Dazu gehört die Lösung der Altschuldenproblematik der ostdeutschen Wohnungsgesellschaften und Wohnungsgenossenschaften.

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Ein Weg zur Lösung besteht darin, der Wohnungswirtschaft zusätzlich Investitionsmittel des Bundes für Wohnungsbau und energetische Sanierungen zur Verfügung zu stellen und darüber die Belastungen aus den Altschulden zu kompensieren. Dies sollte in den nun verabredeten Maßnahmen des Bundes für ein weiteres Investitionsprogramm Berücksichtigung finden. Zusätzlich sollten gemeinwohlorientierte Tätigkeiten der Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsgenossenschaften wieder der Gemeinnützigkeit unterfallen und damit steuerbegünstigt werden, so wie das bis 1990 in der Bundesrepublik der Fall war.“

Autor: khh

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Kommentare
Franziskus
10.03.2020, 09:40 Uhr
Hohe Schulden sind unerträglich
Die Schulden im Kyff.-Kreis einiger Städte sind sehr hoch, wenn man sie mit ihrer Wirtschaftskraft vergleicht.
Denn man will ja die Schulden an den Bund zurückzahlen.
Ein Städchen im Osten, ein Städchen in der Mitte und eine Stadt im Westen des Kyff.-Kreises.
A-H-S
10.03.2020, 17:27 Uhr
@ Friedrich - Vergleich der pro-Kopf-Verschuldung
Als Stadtrat der "Stadt im Westen" protestiere ich.

Ein Vergleich der pro-Kopf-Verschuldung (Dez 2018):
182 Euro Sondershausen
2.011 Euro Artern
1.557 Euro Bad Frankenhausen

PS: Die Schulden haben die Kommunen regelmässig nicht beim Bund.
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