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Di, 19:13 Uhr
10.03.2020
Landespolitiker äußern sich

„Moped mit 15“ wird in Thüringen dauerhaft möglich

Heute (10.03.) hat das Kabinett per Verordnung beschlossen, das Mindestalter für die Fahrerlaubnisklasse AM auf 15 Jahre herabzusetzen. Dazu diese Meldung aus dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft...

„Damit garantieren wir den nahtlosen Übergang von unserem Modellprojekt in eine dauerhafte Regelung. Die Fahrschulen haben Planungssicherheit und die Jugendlichen können sich darauf verlassen, dass sie weiterhin dieses Angebot nutzen können. Insbesondere im ländlichen Raum wird damit die Mobilität für junge Menschen verbessert“, sagt Thüringens Infrastrukturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff.


Am 30. April 2020 wäre das Modellprojekt „Moped mit 15“ ausgelaufen. Die Verordnung garantiert einen nahtlosen Übergang vom Modellprojekt ins Dauerrecht zum 1. Mai 2020 in Thüringen. Die Länder hatten zuvor durch eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes und weiterer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften im Dezember 2019 die Möglichkeit erhalten, über die Herabsetzung des Mindestalters für ihr Hoheitsgebiet zu entscheiden.

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„Thüringen hat das nun umgesetzt“, sagte Hoff. Thüringen hatte sich zuvor mit dafür eingesetzt, eine bundeseinheitliche Lösung anzustreben, damit Jugendliche im ganzen Bundesgebiet mobil sein können. Dieser Vorschlag fand im Bundesrat jedoch keine Mehrheit. Wie bisher werden Fahrten in andere Bundesländer, die auch Moped mit 15 eingeführt haben, möglich sein.

Hintergrund:

Das Modellprojekt „Moped mit 15“ wurde am 1. Mai 2013 in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen gestartet. In der Folgezeit kamen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hinzu. Ziel des Modellprojekts ist es, die Mobilität der Jugendlichen im ländlichen Raum zu erhöhen und den Erwerb von Zweiradführerscheinen zu erleichtern.

Minister Hoff dazu: „Das Modellprojekt wurde wissenschaftlich begleitet, um das Sicherheitsrisiko für Jugendliche im Straßenverkehr bewerten zu können. Während des Modellprojekts gab es keinen signifikanten Anstieg der Unfallzahlen. Die Jugendlichen haben bewiesen, dass sie verantwortungsvoll am Verkehr teilnehmen. Mit dem Führerschein ab 15 sammelten sie frühzeitig Fahrerfahrungen, können Risikosituationen gut einschätzen und haben nachweislich mehr Erfolg bei der Fahrerlaubnisprüfung. Der Mopedführerschein mit 15 erhöht die Mobilität junger Menschen vor allem im ländlichen Raum und verbessert ihre Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben“.


In den Modellprojektländern haben vom 1. Mai 2013 bis Ende 2019 insgesamt 45.420 Jugendliche die Moped-Fahrerlaubnis mit 15 Jahren erworben. Im Frühjahr 2018 hat das BMVI insbesondere auf Initiative von Thüringen das Modellprojekt um 2 weitere Jahre bis Ende April 2020 verlängert.

Vor allem die häufig geäußerten Vorbehalte bestätigten sich nicht. So hat die Thüringer Unfallstatistik wiederholt gezeigt, dass von den jungen Verkehrsteilnehmern kein erhöhtes Risiko ausgeht. Bei den Jugendlichen ist der Anteil der Verkehrsauffälligkeiten sehr gering.

Obwohl der Anteil der 15-Jährigen an den in 2019 erteilten Mopedführerscheinen beachtliche 92 Prozent betrug, gab es keine signifikanten Auffälligkeiten dieser Gruppe in der Unfallstatistik.
Autor: khh

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Kommentare
Örzi
10.03.2020, 19:21 Uhr
Nichts Neues
Wenn ich mich recht entsinne war das in der DDR schon so.
Kobold2
10.03.2020, 20:02 Uhr
Jepp,
Nur das man für das ausgraben dieser Erkenntnisse leider nochmal gut Geld versenkt hat.
Trotzdem wird's die Jugend danken.
Ist man doch etwas früher mobil und unabhängiger.
sputnik
10.03.2020, 20:23 Uhr
Moped mit 15 Jahren
Ja, Moped-Schein mit 15 Jahren war in der DDR "normal" und z. B. über die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) dmals für 34 Ost-Mark komplett finanziert. Heute ist so ein Führerschein ab 15 Jahren um so wichtiger insbesondere spätestens dann wenn junge Menschen nach der Schule eine Ausbildung anfangen wollen und dazu mobil sein müssen.
Schade, dass die Wessis mit und nach der Wioedervereinigung dafür gesorgt hatten, dass es diese Möglichkeit des Moped-Führerscheines ab 15 dann fast 30 Jahre lang nicht mehr geben durfte.
geloescht.20250302
10.03.2020, 21:04 Uhr
Und wer in Greussen zur Schule ging...
...hat den "M" gratis bekommen, wenn er den "T" für "Traktor" bestanden hatte.

Das war in der 9. Oder 10. Klasse, habs vergessen, ein Schulfach im PA/ESP-Unterricht. Kein Witz.

Die meisten sind in der Theorieprüfung gescheitert und haben es dadurch nicht mal bis zur 1. Fahrstunde auf dem ZT 300 geschafft
Luke Skywodka
12.03.2020, 06:10 Uhr
Ganau Tannhäuser
genauso habe ich meinen Mopedschein gemacht. Schwarz mit der Schwalbe bis kurz vor die Beimler Schule und den Rest artig geschoben. Die Gurkerei mit dem ZT300 war schon nervig. Aber nette Abwechslung vom PA.
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