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So, 07:56 Uhr
12.04.2020
Wälder als Erholungsort

Große Solidarität bei Waldbesuchern

ThüringenForst, mit 200.000 Hektar größter Waldbesitzer im Freistaat, meldet insbesondere in den stadtnahen Erholungswäldern einen deutlich gestiegenen Besucherverkehr. Die Ablenkung vom allgegenwärtigen Thema Corona, wie auch frühsommerliche Temperaturen sind die Ursachen...

Gleichzeitig läuft in vielen Forstorten die Holzernte zur Bekämpfung des Borkenkäfers oder zur Beseitigung der Trockenschäden. Beanspruchte Forstwege, gesperrte Forststraßen und verstärkter forstwirtschaftlicher Fahrzeugverkehr waren in der Vergangenheit immer wieder Ausgangspunkt für Kritik.

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Nicht so in diesem Frühjahr: „Die Solidarität der Waldbesucher untereinander, wie auch gegenüber forstwirtschaftlichen Maßnahmen ist bemerkenswert“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Und dies, obwohl mit dem befristeten Aussetzen des LKW-Sonntagsfahrverbots selbst an Feiertagen mit Schwerlastverkehr im Wald zu rechnen ist. Auch Differenzen zwischen Erholungssuchenden, etwa zwischen Wanderern und Mountainbikern oder Reitern und Jägern, konnten die für die Einhaltung der waldgesetzlichen Regelungen zuständigen Försterinnen und Förster kaum feststellen.

Thüringens Forstleute stellen fest: In der Krise steigt die Solidarität unter den Waldnutzern (Foto: Andreas Knoll) Thüringens Forstleute stellen fest: In der Krise steigt die Solidarität unter den Waldnutzern (Foto: Andreas Knoll)

Thüringens Forstleute stellen fest: In der Krise steigt die Solidarität unter den Waldnutzern. Foto: Andreas Knoll

Diesen Willen, die derzeitige Infektionsgefährdung, der jeder von uns ausgesetzt ist, durch Selbstdisziplin und Rücksichtnahme auf den Anderen zu meistern, wünscht sich Gebhardt auch für die kommenden Ostertage. Denn wo, wenn nicht im Wald, kann der Einzelne erfahren, Teil eines funktionierenden Systems zu sein, in dessen Raum die eigenen alltäglichen Befindlichkeiten klein und nichtig erscheinen. In diesem Sinne lädt Gebhardt die Bevölkerung ein: Herzlich Willkommen in Thüringens Wäldern!
Autor: red

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Kommentare
PIMI
12.04.2020, 09:07 Uhr
außer unsere Waldwege hier
Schönes Bild vom schönen Wanderweg. Und hier ? Von Sondershausen den Wezel-Wanderweg entlang geht es etwa 4,5 km vor Auleben nicht mehr weiter. Da liegen auf etwa 500 m jede Menge abgesägte Bäume und es ist kein Durchkommen mehr möglich. Kein Schild oder Hinweis davor, einfach abgesägt und fort wie die Sau vom Trog vor den Feiertagen. Schöne Ostern wünscht uns so der ,,ThüringenForst" ?
Kritiker2010
12.04.2020, 10:30 Uhr
Man wundert sich - plötzlich ist der Wald sicher.
Unter anderem in einem NNZ-Artikel vom 21.02.2020 wurde vor den Gefahren beim Betreten des Waldes gewarnt. In anderen Artikeln und Kommentaren las man davon, dass Schilder aufgestellt werden sollten, weil eben diese Gefahren so groß und unvorhersehbar sein.

Seit einigen Wochen soll man dort aber nun sein Seelenheil finden. Es ist schon erstaunlich wie schnell alle Gefahren beseitigt wurden und Forstarbeiter, Spaziergänger, Radler und Reiter in vereinter Harmonie miteinander auskommen.

Mir ist das alles Wurscht, Sturm oder Corona. Wald ist Wald, da fällt hier und da auch mal ein Ast oder Baum, auch ohne mediale Hyperventilation. Aber als Gegen-den-Strom-Schwimmer wundere ich mich doch über den plötzlichen Gesinnungswandel.
Iltis
12.04.2020, 11:06 Uhr
Quiz für Wanderer
Was tut man, wenn ein Hindernis (Baum, Ast o. ä.) im Wald den Wanderweg blockiert?

a) Man schreibt unverzüglich einen Kommentar in der Zeitung.

b) Man ruft die Polizei.

oder c) Man geht um das Hindernis herum.

Mir ist bewusst, die Frage ist sehr schwer zu beantworten. Viel schwerer ist allerdings die Frage, wie bewirtschafte ich meinen Wald richtig, für Waldbesitzer und Förster. Bleibt das Schadholz stehen, regen sich die Schlauen auf, schlage ich das Schadholz ein und rücke es raus, regen sich die Schlauen auch auf. Hmmm, was also tun?
PIMI
12.04.2020, 11:58 Uhr
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