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Do, 18:37 Uhr
23.04.2020
Aus dem Vereinsleben

Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe

Trotz Coronaeinschränkungen ein erfolgreicher Arbeitseinsatz,,wie kn erfahren hat...

Seit 2013 haben das Judo- Team Bad Frankenhausen und die DRLG Kyffhäuser die Patenschaft über dieses malerisch gelegene Kleinod der Baugeschichte Bad Frankenhausens übernommen und kümmern sich mindestens einmal jährlich- zum Frühjahresputz intensiv um die über das Jahr angehäuften kleinen, auch schon altersbedingten Wehwehchen des teilweise ausgemauerten Fachwerkbaues aus dem Jahre 1883 auf dem Bergsporn nahe des Rudolfstieges.

Hierzu trafen sich bis 2019 immer an die 20 Mitglieder beider Vereine, nach dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“.

Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler) Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)

Dieses Jahr ist nun alles anders. Der Frühjahresputz fiel Corona bedingt aus und die Kontaktbeschränkungen lassen nur ein gemeinsames Arbeiten von zwei Personen zu. Bei der Fülle der notwendigen Bau- und Verschönerungsmaßnahmen bedurfte dies für den 21.05. einer guten Planung. Nach der Freigabe des Einsatzes durch die Verantwortliche Frau Jedicke von Bauverwaltungsamt Bad Frankenhausen, erfolgten die Arbeiten von jeweils zwei Personen in zwei Schichten. Zuerst galt es Putz und Mauerschäden auszubessern, Schleifarbeiten an den Metall- und Holzgeländern auszuführen und der Spaltbildung bedingt durch die Holzschrumpfung auszuspachteln und zu versiegeln.

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Dank eines schnell bindenden Mörtels und eines zügigen Abschleifens wurden noch innerhalb der ersten vier Stunden durch Toni Krüger und Peter Keßler, natürlich unter Wahrung der Abstandsregel, mit den Streicharbeiten begonnen. Beim Eintreffen von Felix Niehoff verließ Peter Keßler das Terrain und kümmerte sich um die Befestigung einer nagelneuen Bank, gebaut und antransportiert durch den ehrenamtlichen Wegewart Lutz Rückebeil, mitten im Aufstieg zur Hornungshöhe. Hier kann nun wieder der Wanderer verweilen und schon einen ersten Blick auf die gut 100 m Luftlinie entfernte Wanderhütte erhaschen, für die er aber noch mindestens die 5fache Wegstrecke auf sich nehmen muss.

Felix beendete das Streichen der Innenwände, reinigte die Ziegelsteine von den Verewigungsversuchen vieler Besucher und machte sich dann an die Unterstützung von Toni beim Aufbringen der Holzschutzlasur. Dazu war er besonders prädestiniert, weil er mit seinen zwei Meter Körpergröße eine Leiter unnötig machte.
Gegen 17.00 Uhr konnten dann alle zufrieden feststellen, dass die Schutzhütte wieder im alten Glanze erstrahlt.

Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler) Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)

Just in diesem Moment trafen noch zwei Personen ein, die von Frau Jedicke zur Hornungshöhe gelockt wurden. Der Wegewart Herr Lutz Rückebeil und der Mitarbeiter beim Stadtwerk, Herr Reinhardt Windsch haben sich über die Jahre besonders für den Erhalt dieser so einzigartigen Ingenieursleistung verdient gemacht und erhielten dafür ein Stück des Original 1883 eingebautes Geländers als kleines Dankeschön. Weiterhin bedankte sich Peter Keßler für die über die viele Jahre besonders engagierte Mitarbeit von Felix Niehoff und Toni Krüger mit eben einem solchen Teil des schon längst wegen Holzwurmbefalls ausgetauschten Geländers. Für einige ist es wichtig, ein Teil der Berliner Mauer zu besitzen, weil ihr Zerbröckeln ein Symbol für den Zerfall der DDR darstellte, dieses Holz steht aber eher als Erinnerung an die Stabilität einer Bürgerinitiative, die weiterhin in Ehren gehalten werden soll.

Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler) Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)

So ging nach gut 8 Stunden ein Arbeitseinsatz unter den bis dato strengsten Einschränkungen erfolgreich zu Ende in dessen Resümee festgestellt wurde, dass, sollte dies so zum Standard werden, unbedingt ein Radio auf die Baustelle gehört, weil es so leise war, dass uns sogar ein Eichhörnchen besuchen kam.

Und wenn es in den Städten und Gemeinden vielleicht noch Parkbänke gibt, die unbedingt mal Farbe benötigen, kleinere Gestaltungsarbeiten an öffentlichen Freiflächen (hier natürlich nur nach Genehmigung durch den Bürgermeister oder Verantwortlichen Ressortleiter), oder auch nur mal eine Unterstützung des Nachbarn, der die Straße nicht mehr allein kehren kann, so spricht auch in den jetzigen Zeiten, in Thüringen, nichts dagegen, allein oder maximal zu zweit, am besten mit Mund- und Nasenschutz hier Hand anzulegen.

Ich denke, auch das gehört noch zum momentanen Leben dazu.

Text und Fotos: P. Keßler
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte Hornungshöhe (Foto: Peter Keßler)
Autor: khh

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