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Mo, 13:49 Uhr
18.05.2020
Service-Tipp

Wie kommt man an einen Bootsführerschein?

Ob man nun begeistert ist von Motorbooten, Segeljachten oder im Urlaub einfach mit einem Boot ein wenig vor der Küste oder durch Grachten schippern möchte irgendwann kommt der Gedanke auf, das alles auf eine solide Basis zu stellen und den Bootsführerschein zu machen...

Mit dem Boot über die Müritz (Foto: Martin Schubert auf Pixabay ) Mit dem Boot über die Müritz (Foto: Martin Schubert auf Pixabay )

Kleine aber feine Unterschiede
Generell sollte man wissen, dass der Nutzer ein Boot auch ohne einen entsprechenden Bootsführerschein im Urlaub nutzen darf. Hält man sich an die Einschränkung ein Schiff mit maximal 15 Meter Länge sowie maximal 15 PS zu fahren, dann ist das auf der Nord- oder Ostsee sowie auf Binnengewässern möglich. Ein Bootsführerschein wird hierfür nicht zwingend benötigt. In diesem Bezug gibt es jedoch auch Abweichungen. So liegt die Grenze etwa auf dem Rhein bei 5 PS.

Sollen hingegen Boote gefahren werden, die mehr PS mitbringen, wird ein SBF, ein Sportbootführerschein See, nötig. Soll auf Binnengewässern gefahren werden, kommt entsprechend der Sportbootführerschein Binnen als Varianten zum Einsatz. Diese Regelung galt jedoch nur bis zum Jahr 2017. Heute gibt es nur noch einen einzigen Sportbootführerschein und keine getrennten mehr. In diesem wird allerdings vermerkt, auf welchen Bereich sich dieser genau bezieht. Insofern ist eine Einteilung in See und Binnengewässer weiterhin gegeben.

Generell empfiehlt es sich für den Bootsführerschein eine professionelle Begleitung für den Weg zu suchen. Sinnvoll ist, es dabei auf eine anerkannte Ausbildungsstätte zu achten. So kann der Wunsch angemessen angegangen und ohne das Prüfungsziel vor Augen zu verlieren, erreicht werden. Zentraler Bestandteil ist dabei selbstverständlich die Vermittlung des nötigen Wissens.

Dabei ist es im Ausland generell möglich, mit einem Sportführerschein See ein Boot oder Motorboot mieten zu können. Denn als ein Zertifikat der UN wird es weltweit anerkannt. Soll es jedoch kein Motorboot, sondern eine Segeljacht sein, muss ein Sportküstenschifferschein, kurz SKS, vorgelegt werden können. Um diesen allerdings zu machen, ist vorher ein Sportbootführerschein See nötig. Zudem gibt es umfangreichen Schulungen, die zum Teil aus Praxis sowie aus der Theorie bestehen. Darüber hinaus muss nachgewiesen werden, dass mindestens 300 Seemeilen gefahren wurden. Hintergrund ist, dass der Nutzer der Segeljacht nicht nur die Verantwortung für das Schiff an sich trägt. Viel mehr übernimmt er diese ebenso für die Mannschaft an Bord.

Für Interessierte bietet es sich an, mit dem Sportbootführerschein See zu beginnen. Das macht ebenfalls Sinn, wenn der Plan ist, erst einmal nur auf dem Binnengewässer zu fahren. Denn wird die Prüfung für den Sportbootführerschein See bestanden, wird für den Sportbootführerschein Binnen die Praxisprüfung sowie ein Teil der Theorie erlassen. Das spart Geld und vor allem Zeit.

Die Kosten für einen Bootsführerschein liegen, je nach Anbieter, bei rund 1.000 Euro. Darin enthalten sind Praxisstunden sowie die Theorie. Aber auch Prüfungsgebühren, Navigationscheck und Bücher sind bereits mit eingerechnet. Wichtig zu wissen ist, dass deutsche Staatsbürger über einen deutschen Bootsführerschein verfügen müssen. Ausländische Bootführerscheine werden nicht anerkannt. Hinzukommt, dass ein ausländischer Bootsführerschein, etwa wenn jemand einwandert, maximal für zwölf Monate hierzulande seine Gültigkeit behält. Anschließend ist die deutsche Bootsführerscheinprüfung verpflichtend, soll in Deutschland ebenfalls mit dem Boot gefahren werden.

Wird man als Fahrer eines Motorboots ohne Bootsführerschein kontrolliert, kostet das 150 Euro. Bei Wiederholungstätern kann ebenfalls der Autoführerschein eingezogen werden.
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