Kommunalpolitiker äußern sich
Mehr Geld für Schulsozialarbeit.
SPD-Kreisvorsitzender Steffen Lupprian informierte dazu...
Jährlich 392.867 Euro zusätzlich werden der Schulsozialarbeit im Kyffhäuserkreis künftig dauerhaft zur Verfügung stehen, sagt Steffen Lupprian, Kreisvorsitzender der SPD. Das ist die positive Auswirkung eines Gesetzentwurfs von Rot-Rot-Grün, der auf Initiative von uns Sozialdemokraten in den Landtag eingebracht und dort nun verabschiedet worden ist.
Die Novelle hat eine dauerhafte gesetzliche Festschreibung der im Landeshaushalt 2020 vorgenommenen Mittelsteigerung für die Schulsozialarbeit im Umfang von über 10 Millionen Euro zur Folge. Damit stehen der Schulsozialarbeit in Thüringen im aktuellen Haushaltsjahr mehr als 22 Millionen Euro zur Verfügung.
Die von Rot-Rot-Grün auf den Weg gebrachte Mittelerhöhung bei der Schulsozialarbeit ermöglicht es uns 2020, landesweit die Zahl der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter fast zu verdoppeln, erklärt Lupprian.
Das wollen wir nun über das aktuelle Haushaltsjahr hinaus dauerhaft festschreiben und den Kommunen so Planungssicherheit geben. Davon profitieren dann natürlich auch die Schulen im Kyffhäuserkreis.
Steffen Lupprian
für die Kyffhäuser-SPD
Autor: khh
Kommentare
Micha123
19.06.2020, 15:07 Uhr
Mehr (Steuer)Geld für Schulsozialarbeiter?
Als einfacher Bürger kann man nicht alles wissen. Von daher stelle ich mir die Frage, warum braucht man mehr Schulsozialarbeiter?
Und da es sich ja um Steuergelder handelt, so sollte Herr Lupprian eigentlich dem Bürger genau erläutern, warum mehr Gelder zur Verfügung gestellt werden sollen, warum er das will.
Also ich kann mich erinnern, dass man in den 70er, 80er, 90er Jahren keine Schulsozialarbeiter hatte. Zumindest habe ich diese nie gesehen. Oder hatten sie einen anderen Namen? Glaube ich kaum. Und damals.. da gab es noch viel mehr Schüler als heute und da reichte der Lehrkörper vollkommen aus.
Joerg Esser
19.06.2020, 15:41 Uhr
Selbst beantwortet
"Also ich kann mich erinnern, dass man in den 70er, 80er, 90er Jahren keine Schulsozialarbeiter hatte."
Danke ist Ihre Frage doch schon beantwortet.
kafumo
19.06.2020, 16:58 Uhr
Der Respekt...
...vor den Lehrkräften ist komplett verloren gegangen, besonders im Westen, leider schwappt das jetzt in den Osten über..traurig. Wir brauchten in den 60- und 70-ern tatsächlich keine Psychologen, Streitigkeiten wurden nach Schulschluss kurz und teilweise schmerzvoll aus dem Wege geschafft, am nächsten Tag war alles in Butter!
Da waren keine Eltern auf der Polizei oder beim Jugendamt, damals hieß es "selbst schuld" und gut.....Wenn Cassius Clay und seine Gegner sich die Köpfe einschlugen, nannte man das Sport, also bitte....
Frank1966
19.06.2020, 17:13 Uhr
Der Offenbarungseid
Jährlich 392.867 Euro zusätzlich für ein kolabierendes System.
Aus den Leitlinien für Schulsozialarbeit:
Schulsozialarbeit ist Anlaufstelle für alle Schülerinnen und Schüler einer Schule. Insbesondere aber für jene, die bei individuellen Problemen und Konfliktsituationen sozialpädagogische Hilfe, Unterstützung und Zuwendung suchen beziehungsweise benötigen (etwa nach § 13 SGB VIII Jugendsozialarbeit).
Alle Angebote und Unterstützungsmaßnahmen der Schulsozialarbeit sind für die jungen Menschen freiwillig, es sei denn, dass sie im Klassenverbund als unterrichtliche Veranstaltung stattfinden.
Bei einem gesteigerten Bedarf von knapp 400 Tsd.Euro, muss man doch von einer Fehlentwicklung in der Gesellschaft, Familie und Schule sprechen. So lange man dies nicht macht, bleibt die Ursache ein Nährboden.
Irgendwann kann man dann die Probleme nicht mehr mit Geld zuschei....
Früher haben das die Thälmann-Pioniere nebenbei gemacht. Die FDJ hat noch fast jeden auf den rechten ( Verzeihung für dieses Wort ) Weg gebracht. Ja, wir hatten noch Respekt vor dem Leerkörper - sorry der musste sein. Ich kaufe ein h.
Von Herrn Esser hätte ich inhaltlich auch etwas mehr erwartet, als auf diesen Kostenverweis. Schade das Sie negieren, das Micha123 auch damit meinte, das wir so etwas damals nicht benötigten. Wie gesagt, eben aus Respekt vor dem Lehrkörper.
Jetzt nur nicht das damalige System schuldig sprechen, streichelt man doch an anderer Stelle dessen Haupt.
Niemand hat die Absicht, eine.....
Micha123
19.06.2020, 18:36 Uhr
Sozialarbeiter...?
Frank1966... natürlich hätte man von Herrn Esser mehr erwartet aber ehrlich gesagt, mit so einer Antwort habe ich gerechnet.
Ich stimme Ihnen auch vollkommen zu, dass man irgendwann die Probleme nicht mehr mit Geld bekämpfen kann, wenn man nicht die Ursachen genau beseitigt. Und über das Thema könnte man ewige Debatten führen...
Wenn ich zurück blicke, so gab es in der DDR an den Schulen auch genügend "Sozialarbeiter".. nur hatten diese nicht den Namen und verbreiteten ein Ideologie. Das waren solche Leute, welche mir mit Verweisen gedroht haben, würde ich weiterhin die dunkelgrüne Kutte anziehen, welche ein schwarz-rot-goldenes Hoheitszeichen an den Oberarmen hatte (ohne Hammer, Zirkel, Ährenkranz).
Ich will nur hoffen, dass die heutigen Sozialarbeiter in dieser Hinsicht "neutral" sind.
Und trotzdem, noch einmal der Ursprung... Herr Lupprian hätte sein Verkünden dem Volk auch genauer erläutern können. Immerhin geht es um unser aller Geld.
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