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Do, 14:18 Uhr
25.06.2020
Lichtkunst:

Die attraktive Präsenz in der Nacht!

Um heutzutage aus der Masse herauszustechen, braucht es vielmehr als Attraktivität. Die Lösung der Städte ist Licht, welches die Nacht scheinbar zum Tag macht. Dass einige Städte dies nötiger haben als andere, ist dem Umstand ihrer relativ jungen Existenz geschuldet. Nichtsdestotrotz verführt deren Erscheinungsbild zum Faszinosum, welches nur mit den künstlerischen Aspekten moderner Kreativität vereinbar ist...

Lichtkunst (Symbolbild) (Foto: Jo Wiggijo auf Pixabay) Lichtkunst (Symbolbild) (Foto: Jo Wiggijo auf Pixabay)
Waren es früher die weiten Garten- und Parkanlagen, welche die Innenstädte sowie höfische Architektur bunt zu bemalen wussten, ist es heutzutage die Lichtanlage, deren Ziel es ist, einem an sich schön künstlerischen Objekt, mehr Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen. Diese Form der künstlerischen Ausdruckskraft wird Lichtkunst genannt.

Um zum Beispiel ein Haus, wie das Klubhaus STOCKSEN in einer von der interessenübergreifenden Arbeitsgemeinschaft „Night of Light“ initiieren zu können, ist neben dem Licht an sich auch ein Konzept sowie Sicherheit gefragt. Das in Rot hell erleuchtete Gebäude kann somit seine Funktion erfüllen, nämlich ein Signal nach außen zu transportieren.

Die Installation von Lichteffektgeräten ist eine Wissenschaft für sich!
Damit im Umgang mit Lichtanlagen oder anderem elektrischen Equipment bereits bei der Installation alles sozusagen seinen geregelten Weg geht, gelten die Durchführungsanweisungen und Unfallverhütungsvorschriften der DGUV Vorschrift 3, deren Geltungsbereich sich nicht allein auf elektrische Anlagen bezieht, sondern ebenfalls alle nicht elektronischen Tätigkeiten mit einbezieht, die in unmittelbarer Nähe zur Arbeitsanlage stattfinden. Um umgangssprachlich Licht ins Dunkel zu bringen, müssen selbst die elektrischen Betriebsmittel einer vorherigen Prüfung unterzogen werden. Dies wird durch die BGV A3 gewährleistet, welche zweckdienlich alle Maschinen überprüft, die mit elektrotechnischen beziehungsweise elektrischen Bauelementen ausgestattet sind.

In diesem Zusammenhang ist die BGV 3 eine Erweiterung der DGUV V3, welche Werkzeugmaschinen prüft, aber weder im Geltungsbereich kraftbetriebener Hub- und Zuggeräte noch anderer ortsfester elektrischer Anlagen, wie z.B. elektrobetriebene Türen und Tore gilt. Für den Lichtkünstler ist somit vor allem eine funktionsfähige Hubvorrichtung das alles entscheidende Arbeitsgerät.

Sicherheit geht vor Genuss: der sichere Umgang mit elektrischen Anlagen!
Die Lichtanlage, welche als ortsfeste Anlage hingegen fester Bestandteil der Architektur geworden ist, obliegt anderen Sicherheitsprüfungen, nämlich der Prüfung elektrischer Anlagen. Hiermit wird klar definiert, dass eine Ortsgebundenheit anders bewertet werden muss, als eine Ortsveränderung.

Die vom Lichtkünstler attraktiv in Szene gesetzten Lichteffekte werden in Form einer perfekt zeitlich getakteten Choreografie zu einem visuellen Gesamtbild zusammengefügt, welches im Vorfeld somit programmiert wurde. Zu diesem Zweck werden Computer sowie andere ortsveränderliche Betriebsmittel genutzt, die wiederum einer anderen Prüfung unterzogen werden müssen. Unter die Prüfung elektrischer Betriebsmittel, welche ortsveränderlich unser Leben bereichern, zählen z.B. Drucker, Scanner aber auch Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Haartrockner und vieles mehr.

Mit dem Kunstwerk allein ist es somit nicht getan und jeder Ausführende muss dafür sorgen, dass seine Arbeitsumgebung sicher und unfallfrei gestaltet wird. Nun denn, das Endergebnis kann sich mit Sicherheit sehen lassen und bereichert unseren Alltag sowie die Nacht. Dass die Dunkelheit und somit die Nacht für einen Lichtkünstler bei Weitem die attraktivere Leinwand ist, dies muss mit Sicherheit niemand erklärt werden. Im Umgang mit Elektrik ist somit Vorsicht die Mutter der Porzellankiste und sollte dementsprechend nur den Meistern überlassen werden.
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