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Mi, 12:15 Uhr
01.07.2020
Neuer Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radweg entsteht

Bald sind sie mit dem Rad'l da

Mit einem ersten Spatenstich haben Thüringens Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst, Landrat Matthias Jendricke und Heringens Bürgermeister Maik Schröter heute in Windehausen offiziell den Bau des Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radwegs gestartet...

Politiker, Radfahrer und Bauarbeiter in trauter Runde.  (Foto: oas) Politiker, Radfahrer und Bauarbeiter in trauter Runde. (Foto: oas)


Das Vorhaben wird im nördlichen, rund sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen Heringen und Badra im Kyffhäuserkreis als Modellprojekt „Klimaschutz durch Radverkehr“ durch das Bundesumweltministerium mit gut 1,5 Millionen Euro gefördert. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf etwas mehr als 1,7 Millionen Euro.

Maik Schröter bedankte sich bei allen Beteiligten, die im Vorfeld das Projekt unterstützt hatten, das als eines von über 400 bundesweit eingereichten für förderfähig befunden und subventioniert wurde. Knapp 175 000 Euro Eigenmittel flossen aus Heringen in das Vorhaben ein. So wurde in lediglich zwei Jahren aus der Idee eine handfeste Baustelle, die heute neben diversen Heringer Stadträten und Verwaltungsmitarbeitern auch von Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) begutachtet wurde. Die Fertigstellung aller drei Bauabschnitte des Radwegs ist für 2021 vorgesehen, der heute eröffnete 1770 m lange Abschnitt zwischen Windehausen und Urbach soll bereits in zwei Monaten fertiggestellt sein, sagte Bürgermeister Schröter. In Phase zwei geht es dann von Windehausen nach Urbach und ein dritter Abschnitt führt vom bereits fertiggestellten Teilstück in Auleben in den Nachbarkreis nach Badra. 

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat die Planungs- und Baunebenkosten in Höhe von gut 230.000 Euro mit mehr als 174.000 Euro finanziert, da diese im Bundesprogramm nicht förderfähig waren. Voller Stolz verkündete die Staatssekretärin Valentina Kerst dann auch in ihrer kleinen Ansprache: „Der Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radweg – die ‚Thüringentransversale‘ – verbindet mehr nachhaltige Mobilität mit mehr touristischer Attraktivität“. In seinem nördlichen Teil entstehe eine neue Infrastruktur für den Alltags- und Pendelverkehr rund um Heringen, die zugleich einen wichtigen Lückenschluss im vorhandenen touristischen Radwegenetz schaffe und damit die touristische Erschließung der Region verbessere. So wird die Region Heringen/Helme durch den geplanten Radweg unmittelbar an den Harzrundweg, den Unstrut-Werra-Radweg und darüber auch an den Radweg „Wege in die Steinzeit“, Gera-Radweg und Rennsteig-Radweg angebunden. „Der Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radweg wird einen wesentlichen Beitrag zu Qualität und Vielfalt des radtouristischen Angebots in Thüringen leisten und zusätzliche Radtouristen in die Region locken“, hofft Kerst.
 


Der Dank des Landrats und Bürgermeister Schröters richtete sich auch an das Planungsbüro GST aus Nordhausen und an das bauausführende Unternehmen Strabag. Matthias Jendricke würdige explizit noch einmal die beispielhafte Arbeit der Heringen Verwaltung unter ihrem Chef Maik Schröter für diese initiativreiche Verknüpfung von Ortsachsen zum Wohle einer schönen Freizeitbeschäftigung in herrlicher Natur für Familien und Touristen.

Die heute gestarteten Bauarbeiten umfassen den Radwegebau und die Ausschilderung des Radwegs. Vorgesehen ist weiterhin die Errichtung einer Ladeinfrastruktur für E-Bikes und die Einrichtungen von Reparaturstationen für Fahrräder an den Standorten Heringen und Auleben. Des weiteren sollen an den den Rändern des Radwegs naturnahe Blühstreifen und Vogelnistplätze entstehen und Obstbäume gepflanzt werden. Großer Wert soll auch auf die digitale Kommunikation gelegt werden: Deshalb sind auf der Route zwei W-LAN-Hotspots und direkte digitale Informationsmöglichkeiten zur Strecke und dem örtlichen Gästeservice vorgesehen.

Die Fertigstellung des Radwegs ist für 2021 vorgesehen, der heute eröffnete 1650 m lange Abschnitt zwischen Windehausen und dem Schloss Heringen soll bereits in zwei Monaten fertiggestellt sein, sagte Bürgermeister Schröter. Bei ihrem nächsten Besuch will Valentina Kerst, die immer wieder auch vom Heringer Schloss als einem touristischen Highlight der Region schwärmte, dann im Selbsttest mit dem Fahrrad die Strecke besichtigen. Ob echtes Pedal oder E-Bike ließ sie heute noch offen.
Olaf Schulze
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Kommentare

01.07.2020, 12.33 Uhr
Stechbarth | Landkreis gibt Gas bei Radwegen
Es ist Bewegung bei den Radwegen. Gut auch, dass sich der Landkreis bei den Radwegen nach Herreden mit eingeklinkt hat Seit dem geht's auch da vorwärts.

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02.07.2020, 06.48 Uhr
Kobold2 | Glückwunsch
an den Nachbarkreis, das der Knoten ein wenig geplatzt ist.
Auf die Verwirklichung von Infrastruktur für den Alltags und Pendlerbereich müssen wir hier sicher noch lange warten.
Liegt wohl auch daran, das manch einer meint, das Radfahrer erstmal Steuern zu zahlen hätten, bevor sie etwas verlangen dürfen.

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