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Fr, 09:13 Uhr
03.07.2020
Neues aus Sondershausen

Pferde gelten als Fahrzeuge

Aus gegebenen Anlass zu Vorfällen in Sondershausen hier einige Anmerkungen...

In Sondershausen waren in den letzten Tagen Reiter auf Fuß- und Radwegen in mitten der Stadt unterwegs. Selbst der Schlosspark wurde nicht verschont. Und es ist leider nicht das erste Mal. In den letzten Jahren waren immer wieder die Hinterlassenschaften der Pferde zu finden.

Pferde gelten als Fahrzeuge (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Pferde gelten als Fahrzeuge (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bürger hatten kn auf die Hinterlassenschaften der Pferde im Schlosspark aufmerksam gemacht. Auch auf dem Fuß-Radweg zwischen Gänsespitze und Sportplatz Jecha waren die Hinterlassenschaften zu finden. Eine Bürgerin sarkastisch zu kn: "Die Reiter denken wohl, die angrenzenden Kleingärtner werden sich das bestimmt schnell fürs Mistbeet holen."

Und ein Tipp an die Reiter. Es wird sich wohl keiner sich so schnell über die Pferde aufregen, wenn sie die Straßen meiden und auch mal über einen Fuß- und Radweg reiten. Das trägt in gewissen Rahmen sogar für die Sicherheit bei, so ein Bürger gegenüber kn. Aber was für Hundebesitzer gilt, sollte auch für Reiter gelten: Die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge mitnehmen, die Pferdeäpfel. Ob es stimmt, wie ein Bürger gegenüber kn meint, ist kn nicht bekannt: Ein guter Reiter merkt schon, wenn sein Pferd etwas hinterlässt.

Auch auf dem Unstrut-Werra-Radweg hatte kn im letzten Jahr etliche Hinterlassenschaften von Pferden gefunden.

Zur Auffrischung der Kenntnisse zum Thema Pferde im Straßenverkehr hat kn mal in die Informationen beim ADAC in die Seiten geschaut:

Pferde gelten als Fahrzeuge

- Reiter unterliegen nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) den Regelungen für den Fahrverkehr. Deshalb müssen sie den rechten Fahrbahnrand auf der rechten Straßenseite benutzen bzw. den durch eine weiße Linie (Zeichen 295) abgegrenzten Straßenraum, wenn dieser ausreichend groß ist. § 28 gibt an, dass Tiere, die den Verkehr gefährden können, nicht auf die Straße dürfen. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet werden, die ausreichend auf sie einwirken können. Was das konkret heißt, wird gesetzlich nicht definiert.

- Verkehrsschild Nr. 250 (Verbot für Kraftfahrzeuge aller Art): Die StVO macht hier jedoch eine explizite Ausnahme für Reiter. Sehen Sie also ein solches Schild, müssen Sie sich nicht an das Durchfahrtsverbot halten, solange Sie mit Ihrem Pferd unterwegs sind. Fahrer von Kutschen sind

- Auf Autobahnen, Kraftfahrstraßen, Fuß-, Wander- und Radwegen ist Reiten tabu.

- Pferdeäpfel auf der Straße sollten unbedingt entfernt werden, weil diese die Unfallgefahr durch Verschmutzung der Fahrbahn erhöhen. Bei Missachtung droht ein Verwarnungsgeld von 10 Euro.

- Verkehrsschild Nr. 238 (Reitweg): Nur Reiter sind auf diesem Weg erlaubt. Sehen Sie dieses Schild, haben Sie als Reiter eine Reitwegbenutzungspflicht. Sie dürfen in diesem Fall nicht auf der Fahrbahn reiten oder Ihr Pferd dort führen, sondern müssen den gekennzeichneten Reitweg nutzen. Das Schild kann unter Umständen mit Zusatzzeichen versehen sein, die die Benutzung des Reitweges auch für andere Verkehrsteilnehmer zulässt. In diesem Fall haben sämtliche Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit dem Reitverkehr anzupassen und auf diesen Rücksicht zu nehmen.


Mehr zum Thema Reiten im Straßenverkehr auf den Seiten des ADAC:
Pferde im Straßenverkehr
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Kommentare

03.07.2020, 09.55 Uhr
Kobold2 | 10€
Verwarngeld teibt die Hemmschwelle natürlich unwahrscheinlich nach oben.... .
Ich würde mal über eine Null nachdenken, also hinten dran und nicht generell.
Aber dann ist es ja wieder staatliche Willkür und Abzocke und nicht die Dreistigkeit der Verursacher.

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