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Fr, 09:00 Uhr
07.08.2020
Lichtblick:

Wie das "Bohnengebet" uns helfen kann

Vieles in unserem Leben läuft nicht so, wie wir es wollen. Missgeschicke, Missverständnisse, Krankheiten, aber auch die Böswilligkeit anderer Leute geben uns immer wieder Grund zum Jammern. Dazu kommt, dass wir auch von anderen Menschen um uns herum oft nur Jammern hören. Frustriert gehen wir durch den Tag und fragen uns, was das alles noch werden soll...

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Aber entgegen jedem Trend gibt es Menschen, die fröhlich und voller Hoffnung ihren Weg gehen. Sie leben ihr Leben mit einer großen Dankbarkeit. Wie kommen sie dazu?

Zunächst einmal können wir dankbar sein, weil Gott uns unser Leben geschenkt hat. Ein Leben voller Möglichkeiten. Wir können es gestalten und mit Schönem füllen. Dann hat Gott uns Menschen an die Seite gestellt - Familie, Nachbarn, gute Freunde - mit denen wir unser Leben teilen können und die uns helfen, wenn es mal schwierig wird. Und nicht zuletzt können dankbar sein für all den Luxus, den wir zum Leben haben.

Nur manchmal müssen wir wieder lernen, das Schöne überhaupt zu sehen und dankbar zu sein.
Eine Geschichte erzählt von einer kleinen Geste, die zur Dankbarkeit führt.

Eine alte Frau verließ morgens das Haus, um einkaufen zu gehen, Leute zu besuchen, Arzttermine wahrzunehmen oder im Park spazieren zu gehen. Manchmal lud sie auch jemanden zu sich ein. Jeden Tag kam ihre Enkelin auf Besuch. Eines Tages fragte diese ihre Oma: " Oma, du bist alt und vieles, was du tun musst, fällt dir schwer. Trotzdem hast du immer gute Laune und bist ganz für die Menschen da, ohne zu jammern. Wie machst du das?

Die alte Frau erzählte ihrer Enkelin ein Geheimnis: " Jeden Morgen stecke ich mir eine Handvoll weiße Bohnen in die linke Jackentasche. Wenn ich im Laufe des Tages einen Glücksmoment habe - einen fröhlichen Schwatz auf der Straße, ein köstlich duftendes Brot, einen Moment der Stille, das Lachen eines Menschen, eine Berührung des Herzens, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, das Zwitschern eines Vogels etwas, das die Sinne und das Herz erfreut, wandert eine der Bohnen von der linken in die rechte Jackentasche.
Abends setzte ich mich dann auf meinen Lieblingsplatz und zähle die Bohnen in meiner rechten Jackentasche. Ich freue mich über jede einzelne Bohne, erzählt sie mir doch von einem glücklichen Moment des Tages.
Auch, wenn ich nur eine einzige Bohne in der rechten Jackentasche habe, war dies ein glücklicher Tag - es hat sich gelohnt, ihn zu leben." (Verfasser unbekannt)

Gott hat uns so viel Schönes geschenkt, um uns daran zu erfreuen. Vielleicht brauchen wir einen Blickwechsel, um es auch zu sehen. Das Bohnengebet lädt uns ein, den Blick den schönen Dingen des Lebens zuzuwenden und dankbar dafür zu sein. Wir können das Böse und Schwierige nicht ausblenden, aber wir müssen ihm nicht die oberste Priorität geben. Ein dankbares Herz ist ein zufriedenes Herz. Ich wünsche Ihnen einen guten Tag mit vielen Gründen, dankbar zu sein.
Eilice Neuland
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