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Fr, 13:03 Uhr
07.08.2020
Landespolitiker äußern sich

Erfolgreiches Jagdjahr:

Schwarzwildstrecke im Vergleich zum Vorjahr um 55,5 Prozent gestiegen. Dazu diese Meldung aus dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft...

Im Jagdjahr 2019/2020 wurde beim Schwarzwild eine Jagdstrecke von 45.814 Stück erzielt. Im Vergleich zum Jagdjahr 2018/2019 (29.458 Stück Schwarzwild) ist die Jagdstrecke des Schwarzwilds um ca. 55,5 Prozent gestiegen. „Mit Blick auf vorbeugende Maßnahmen gegen die Afrikanischen Schweinepest ist die hohe Jagdstrecke beim Schwarzwild bedeutend zur Seuchenprävention“, sagt Staatssekretär Torsten Weil. Die Jagdstrecken des Rot-, Dam-, Muffel- und Rehwilds haben sich im Vorjahresvergleich ebenfalls erhöht.

„Naturgegeben schwankt die Höhe der Wildbestände und in Folge dessen auch die Jagdstrecken. Insbesondere beim Schwarzwild können die Zahlen im Jahresvergleich stark schwanken. Während im Jagdjahr 2012/2013 noch eine Jagdstrecke von 37.400 Sauen verzeichnet wurde, sank diese bereits im Folgejahr um 40 Prozent. Das Auf und Ab der Jagdstrecken hängt von vielen Faktoren ab. Doch beim Schwarzwild ist Achtsamkeit geboten. Besonders in Hinblick auf die im Baltikum, Polen, Tschechien, Belgien, Bulgarien, Rumänien und Ungarn aufgetretene Afrikanische Schweinepest (ASP) ist die ständige Reduzierung des Schwarzwildbestands von großer Bedeutung“ so Forststaatssekretär Torsten Weil.

Der Staatssekretär begrüßt das Engagement der Jägerinnen und Jäger bei der Umsetzung der Empfehlungen des 2015 unterzeichneten Schwarzwildpositionspapieres. Die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist nach wie vor nicht gebannt. Aus den Nachbarländern werden immer wieder neue Fälle gemeldet. Um einer Ausbreitung der ASP vorzubeugen, empfiehlt das Thüringer Forstministerium weiterhin eine konsequente Bejagung des Schwarzwildes.


Die Zahlung von Aufwandsentschädigungen ist ein weiterer Jagdanreiz. So erhalten seit 1. Mai 2018 berechtigte Jägerinnen und Jäger sowie Jagdhundeführer pauschale Festbeträge (ASP-Aufwandspauschalen-Jagd), wenn sie an der Reduzierung der Wildschweinbestände in Thüringen mitwirken. Bei Erfüllung der Voraussetzungen werden 25 Euro für jede erlegte Sau und jeden Jagdhunde-Einsatz anlässlich jagdbezirks-übergreifender Drück- und Treibjagden auf Schwarzwild gezahlt.

„Mit ihrer Arbeit leisten Thüringens Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Beitrag zur Regulierung des Wildtierbestandes“, so Weil.

Hintergrund

digital
Im Jagdwesen werden die Zahlen des erlegten Wildes, des im Straßenverkehr verunfallten Wildes (Unfallwild) und des an unbekannten Ursachen verendeten Wildes (Fallwild) als Jagdstrecke bezeichnet. Der Zeitraum bezieht sich dabei auf ein Jagdjahr, welches am 1. April beginnt und am 31. März des Folgejahres endet. Die Daten sind Grundlage für wissenschaftliche Untersuchungen der Populationsentwicklung einzelner Wildarten und dienen als Weiser für die rechtzeitige Abwendung möglicher Wildschäden. Am 21. April 2015 wurde das „Positionspapier zur Schwarzwildjagd in Thüringen" von der damaligen Landwirtschaftsministerin Birgit Keller und den Präsidenten des Landesjagdverbandes Thüringen, Steffen Liebig, des Thüringer Bauernverbandes, Helmut Gumpert, des Waldbesitzerverbandes, Jörg Göring, des Thüringer Verbandes für Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber, Peter Leicht, und den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft land- und forstwirtschaftlicher Betriebe in Sachsen und Thüringen, Konrad von Posern, unterzeichnet.

Durch die Kooperation zwischen Jäger:innen, Landnutzer:innen und Grundeigentümer:innen sowie die Abstimmung regionaler Bejagungskonzepte sollten überhöhte Schwarzwildschäden erfolgreicher und dauerhafter reduziert werden.


Das „Positionspapier zur Schwarzwildjagd in Thüringen" finden Sie unter:

https://infrastruktur-landwirtschaft.thueringen.de/fileadmin/z_th8/tmlfun/wald/ForumWWM/positionspapier_schwarzwild_
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Kommentare

07.08.2020, 21.55 Uhr
Quallensammler | Also ich möchte helfen
bei der Dezimierung des bei der Vermehrung offensichtlich sehr erfolgreichen Schwarzwildes - und zwar mit einem leckeren und gesunden Stück Fleisch auf dem Teller. Gerne regelmäßig.

Nur ist das bei meinem Einkommen eher selten möglich. Doch nun wurden über die Hälfte mehr Borstenviecher erlegt, das klingt nach Schweineschwemme. Meine Besuche im nun in Sundhausen zu findenden regionalen Wildhandel zeigen leider keinen deutlichen Preisverfall in den letzten Monaten. Eigentlich gar keinen.

Normal führt doch mehr Angebot zu niedrigeren Preisen. Ist die Nachfrage plötzlich derart massiv angestiegen? Oder haben die Jäger selbst alles behalten? Oder liegen die angehenden Braten noch in den Kühlkammern der Forstämter?

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07.08.2020, 22.45 Uhr
tannhäuser | Tja Quallensammler...
...warten wir auf ein Statement vom ADAC. Die wissen alles!

Weil ja Wild auch gelegentlich etwas mit Autos und Straßenverkehr zu tun hat...

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