eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 13:30 Uhr
18.08.2020
Regierungspartei reagiert siliert auf CDU-Vorschlag

LINKE wollen Gesetzentwurf zur MP-Wahl einbringen

Nachdem aus der Thüringer CDU über Vorschläge berichtet wurde, wonach das Wahlverfahren bei der nächsten Ministerpräsidentenwahl verändert werden sollte, äußerte sich heute auch die regierende LINKE zur Problematik...

Die Thüringer CDU will die Landesverfassung ändern und einen Gesetzesentwurf einbringen, der die Wahl des Ministerpräsidenten im dritten Wahlgang nur dann zulässt, wenn der kandidat mehr Ja- als Nein-stimmen bekommt.

Diesen CDU-Debattenbeitrag zur Reform der MP-Wahl nahm heute die Partei des amtierenden Ministerpräsidenten zum Anlass, folgende Erklärung über ihre Pressestelle zu vertreten:

Anja Müller, Sprecherin für Demokratie und Verfassung der LINKE-Fraktion zu den CDU-Vorschlägen zur Reform der Wahl der Ministerpräsidentin/des Ministerpräsidenten:

„Auch die R2G-Fraktionen haben sich schon vor der Sommerpause an die Arbeit gemacht, um für die MP-Wahl ein praktikables Reform-Modell zu entwickeln, das dem Prinzip der angemessenen demokratischen Legitimation der Funktion des Ministerpräsidenten Rechnung trägt. Der entsprechende Gesetzentwurf - voraussichtlich noch ergänzt um weitere Themen - steht im Herbst zur Einbringung an.

Mit Blick auf die MP-Wahl ist vor allem das Problem der Einzelkandidatur in den Blick zu nehmen. Ebenso zu berücksichtigen ist, dass es der Akzeptanz durch die Menschen in Thüringen nicht förderlich ist, wenn es sozusagen eine unendliche Reihe von Wahlgängen gäbe, die zu keinem abschließenden Ergebnis führen würden. Es geht also auch um die konkrete Ausgestaltung des abschließenden Entscheidungsmechanismus‘ im Wahlverfahren. Auch das Thema Ausgestaltung MP-Wahl wird im Verfassungsausschuss einer Anhörung mit Fachleuten unterzogen werden.“
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
free Gigi
18.08.2020, 15:05 Uhr
was hier los ist
passen die Wahlergebnisse nicht so wie man sie sich erhofft, dreht man eben an anderen Stellschrauben...
alterNeunordhäuser
18.08.2020, 15:33 Uhr
Änderung hin und her
Das Frühjahr hat uns doch gezeigt, daß in Thüringen so lange gewählt wird, bis das Ergebnis stimmt, erinnert mich irgendwie an die DDR, und früher hat Honecker die Faust geschwungen und heute schwingt Bodo den Stinkefinger. Wo ist Deutschland nur hin gera
ten.
Sven Svenson
18.08.2020, 17:14 Uhr
Na wenn
die Linke könnte wie sie wollte, würden sie wohl das weißrussische System wieder übernehmen. Haben sie ja schon 40 Jahre praktiziert.
A-H-S
18.08.2020, 17:31 Uhr
Die Verfassung macht in diesem Punkt Sinn
Was ist denn der Hintergrund, der Bestimmung, dass derjenige, der im Dritten Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, zum MP gewählt ist?

Die Ersteller der Thüringer Verfassung wollten verhindern, dass wir ohne Regierung dastehen, deshalb diese Regelung. Ja, das bringt etwas Druck in den Wahlvorgang, was aber nicht unbedingt schlecht ist. So wird verhindert, dass man mit purem "Nein" sagen einen Schwebezustand erzeugen kann, bei dem die alte Regierung de facto nicht mehr handlungsfähig ist, aber die Wahl einer neuen Regierung verhindert wird.

Genau das wäre nämlich das Resultat des CDU-Vorschlags. "Nein" sollte man nur sagen dürfen, wenn man einen Gegenvorschlag bringt und genau hier hat sich die CDU verweigert, weil man irrerweise Angst hatte, von den Falschen gewählt zu werden.
Luke Skywodka
19.08.2020, 07:35 Uhr
Wahlen
sind schon komisch geworden so kann man MP werden wenn man mehr Nein als Ja auf sich vereinen kann. Und man kann kein MP werden wenn man zwar die Mehrheit hat aber, es lässt sich auf Grund der Wahlgrundsätze kaum verhindern, dummerweise Stimmen von einer falschen Partei bekommt. Das zu akzeptieren ist schon schwer, aber das dann eine demokratische Wahl einfach ignoriert und von einer einzelnen Person der demokratische Wille mit Füssen getreten wird und Neuwahlen gefordert werden ist nicht akzeptabel. Ich mein Fordern kann ja jeder, aber das dieser schwere Eingriff einfach so von allen demokratischen Parteien angenommen wird ist unfassbar. Ach und was ich noch komisch finde ist das die SED (Linke) einen Beauftragten für Demokratie hat, sollte der nicht lieber Demokratieausnutzungsbeauftragter zur Errichtung einer Diktatur des Proletariats heissen? So würde der Bock wenigstens beim Namen genannt.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)