Di, 13:05 Uhr
25.08.2020
Neues aus Bad Frankenhausen
Laura Schildmann gratuliert
Dienstjubiläum – ab wann sollte es bedacht werden? Unser Leser Peter Zimmer zu einem Jubiläum...
Dienstjubiläen werden allgemein berücksichtigt, wenn man 20, 25, 30 Jahre usw. im Arbeitsprozess steht. Im künstlerischen Bereich sieht das aber anders aus. Bekannt sind die Bühnenjubiläen prominenter Musiker, Schauspieler, Bands u.a., wobei diese aber meist wechselnde Arbeitsorte erleben.
Kirchenmusiker erleben das etwas anders. Wenn sie nach der Ausbildung eine Stelle erhalten, werden sie sich erst mal freischwimmen, um dann zu entscheiden, ob sie entsprechen ihrer Qualifikation eine anspruchsvollere Stelle suchen.
Es ist also keine Selbstverständlichkeit, dass man lebenslang an einer Stelle bleibt. Nach 1945 wurde in Bad Frankenhausen (damals noch eigenständige Superintendentur = Kirchenkreis) eine A-Kantorenstelle installiert. Der älteren Generation in unserer Region ist z. B. sicher noch Uthmar Scheidig bekannt, er war von 1970 bis 1984 Kantor in Bad Frankenhausen, danach folgte Matthias Dreißig mit knapp zehn Dienstjahren. Die darauf folgenden Stelleninhaber waren meist nur 5 Jahre in der Unterkirche tätig.
Konzert Gounod (Härtel 2018)
Seit dem 1. August 2010 kümmert sich Frau Laura Schildmann als A-Kantorin um die Kirchenmusik in der Kirchgemeinde Bad Frankenhausen und Region. Sie leitet die Chöre in Bad Frankenhausen und Oldisleben, den Posaunenchor Oldisleben (einschließlich der Jungbläser). Ein umfangreiches Konzertprogramm an der Unterkirche (in Fortführung der Ersten Deutschen Musikfeste 1810) wird von ihr erstellt – dabei versucht sie erfolgreich den Spagat zwischen klassischen und modernen Musikformen (Die Kultformation Die Prinzen waren schon 3 x in der jeweils ausverkauften Unterkirche zu Gast). Aber auch mit Kindern kann sie gut umgehen. Zusammen mit Mitstreitern organisierte sie jährlich ein Kindermusical. Auch auf ihren Ehemann Christian Schildmann (Soloflötist am Lohorchester Sondershausen) konnte sie sich immer verlassen, wenn Not am Mann war. Viele Konzerte gestalteten sie gemeinsam in Zeiten der orgellosen Unterkirche. Auch als Chorsänger ließ er sich einbinden.
Nach einem Konzert (Härtel 2018)
Fast zehn Jahre war neben all diesen Aufgaben, die natürlich zu ihrem Arbeitsfeld gehören, die Organisation bzgl. der Sanierung der Großen Strobel-Orgel. Zum Studium gehört mitnichten die Vermittlung von Kenntnissen wie Anträge schreiben, Spendengelder requirieren, verhandeln mit Firmen usw. Dank dem Förderverein Freunde der Großen Strobel-Orgel fand sie dabei engagierte Unterstützer, aber auch einzelne Gemeindeglieder konnte sie mit ihrer Begeisterung einbinden – erinnert seien an die
6 Orgelläufe, um den aufzubringenden Eigenanteil zu vermehren.
Orgellauf (Weinert 2014)
Der Höhepunkt ihrer bisherigen Arbeit war sicher die endgültige Wiedereinweihung der sanierten Strobel-Orgel. Die Festgemeinde konnte ihre Freude am lebendigen Spiel deutlich abspüren.
Orgeleinweihung 2019 - Orgeleinweihung 2019, zu Gast MB Bodo Ramelow
Selbst unter Coronabedingungen hat sie ihren Elan nicht eingeschränkt. Um die Gruppen (besonders die Chöre) zusammenzuhalten, nutzte sie die moderne Technik von Smartphone, Whatsapp u.ä., organisierte wöchentlich jeweils eine Videobotschaft und nach den Lockerungen die ersten Chorandachten (verbunden mit viel notwendigen bürokratischen Aufwand).
Gospelkonzert (B. Keller 2014)
Jetzt wird mancher denken: Das gehört doch alles zu ihren Aufgaben als Kantorin. Wie in jedem Beruf gibt es zwei Extreme – Dienst nach Vorschrift oder Dienst mit voller Hingabe. Sie leistet mehr als sie müsste. Vieles reicht in den ehrenamtlichen Bereich hinein. Wer sie kennt, weiß um ihre Qualitäten.
Bläserkonzert an der Oberkirche (B. Keller 2018)
Manchmal wurde ihr schon gesagt: Frau Schildmann, denken Sie daran, wir möchten sie noch lange in Ihrem Amt haben. Zehn Jahre ist sie nun kirchenmusikalisch in Bad Frankenhausen und Region tätig und bekannt, geschätzt für ihre Hilfsbereitschaft und ihr fröhliches Wesen – die Fangemeinde freut sich auf weitere 10+ Jahre!
Text und Fotos: Peter Zimmer
Bad Frankenhausen
Autor: khhDienstjubiläen werden allgemein berücksichtigt, wenn man 20, 25, 30 Jahre usw. im Arbeitsprozess steht. Im künstlerischen Bereich sieht das aber anders aus. Bekannt sind die Bühnenjubiläen prominenter Musiker, Schauspieler, Bands u.a., wobei diese aber meist wechselnde Arbeitsorte erleben.
Kirchenmusiker erleben das etwas anders. Wenn sie nach der Ausbildung eine Stelle erhalten, werden sie sich erst mal freischwimmen, um dann zu entscheiden, ob sie entsprechen ihrer Qualifikation eine anspruchsvollere Stelle suchen.
Es ist also keine Selbstverständlichkeit, dass man lebenslang an einer Stelle bleibt. Nach 1945 wurde in Bad Frankenhausen (damals noch eigenständige Superintendentur = Kirchenkreis) eine A-Kantorenstelle installiert. Der älteren Generation in unserer Region ist z. B. sicher noch Uthmar Scheidig bekannt, er war von 1970 bis 1984 Kantor in Bad Frankenhausen, danach folgte Matthias Dreißig mit knapp zehn Dienstjahren. Die darauf folgenden Stelleninhaber waren meist nur 5 Jahre in der Unterkirche tätig.
Konzert Gounod (Härtel 2018)
Seit dem 1. August 2010 kümmert sich Frau Laura Schildmann als A-Kantorin um die Kirchenmusik in der Kirchgemeinde Bad Frankenhausen und Region. Sie leitet die Chöre in Bad Frankenhausen und Oldisleben, den Posaunenchor Oldisleben (einschließlich der Jungbläser). Ein umfangreiches Konzertprogramm an der Unterkirche (in Fortführung der Ersten Deutschen Musikfeste 1810) wird von ihr erstellt – dabei versucht sie erfolgreich den Spagat zwischen klassischen und modernen Musikformen (Die Kultformation Die Prinzen waren schon 3 x in der jeweils ausverkauften Unterkirche zu Gast). Aber auch mit Kindern kann sie gut umgehen. Zusammen mit Mitstreitern organisierte sie jährlich ein Kindermusical. Auch auf ihren Ehemann Christian Schildmann (Soloflötist am Lohorchester Sondershausen) konnte sie sich immer verlassen, wenn Not am Mann war. Viele Konzerte gestalteten sie gemeinsam in Zeiten der orgellosen Unterkirche. Auch als Chorsänger ließ er sich einbinden.
Nach einem Konzert (Härtel 2018)
Fast zehn Jahre war neben all diesen Aufgaben, die natürlich zu ihrem Arbeitsfeld gehören, die Organisation bzgl. der Sanierung der Großen Strobel-Orgel. Zum Studium gehört mitnichten die Vermittlung von Kenntnissen wie Anträge schreiben, Spendengelder requirieren, verhandeln mit Firmen usw. Dank dem Förderverein Freunde der Großen Strobel-Orgel fand sie dabei engagierte Unterstützer, aber auch einzelne Gemeindeglieder konnte sie mit ihrer Begeisterung einbinden – erinnert seien an die
6 Orgelläufe, um den aufzubringenden Eigenanteil zu vermehren.
Orgellauf (Weinert 2014)
Der Höhepunkt ihrer bisherigen Arbeit war sicher die endgültige Wiedereinweihung der sanierten Strobel-Orgel. Die Festgemeinde konnte ihre Freude am lebendigen Spiel deutlich abspüren.
Orgeleinweihung 2019 - Orgeleinweihung 2019, zu Gast MB Bodo Ramelow
Selbst unter Coronabedingungen hat sie ihren Elan nicht eingeschränkt. Um die Gruppen (besonders die Chöre) zusammenzuhalten, nutzte sie die moderne Technik von Smartphone, Whatsapp u.ä., organisierte wöchentlich jeweils eine Videobotschaft und nach den Lockerungen die ersten Chorandachten (verbunden mit viel notwendigen bürokratischen Aufwand).
Gospelkonzert (B. Keller 2014)
Jetzt wird mancher denken: Das gehört doch alles zu ihren Aufgaben als Kantorin. Wie in jedem Beruf gibt es zwei Extreme – Dienst nach Vorschrift oder Dienst mit voller Hingabe. Sie leistet mehr als sie müsste. Vieles reicht in den ehrenamtlichen Bereich hinein. Wer sie kennt, weiß um ihre Qualitäten.
Bläserkonzert an der Oberkirche (B. Keller 2018)
Manchmal wurde ihr schon gesagt: Frau Schildmann, denken Sie daran, wir möchten sie noch lange in Ihrem Amt haben. Zehn Jahre ist sie nun kirchenmusikalisch in Bad Frankenhausen und Region tätig und bekannt, geschätzt für ihre Hilfsbereitschaft und ihr fröhliches Wesen – die Fangemeinde freut sich auf weitere 10+ Jahre!
Text und Fotos: Peter Zimmer
Bad Frankenhausen






