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Do, 19:49 Uhr
03.09.2020
Neues aus Sondershausen

Konzept für das Naturresort Bebraer Teiche vorgestellt

Am Vormittag hatte kn die Gelegenheit mit Mike Schielke über das von ihm entwickelte Betreiberkonzept für die Bebraer Teiche Sondershausen zu sprechen...

Hinweis kn:

Die Ausschreibung der Bebraer Teiche endete am 31.08.2020. Im öffentlichen Teil der heutigen Stadtratsitzung gab es keine Information, wie viele Angebote eingegangen sind.
Stadträtin Dorothea Marx (SPD) forderte aber im öffentlichen Teil im Punkt Sonstiges: Bevor der Stadtrat entscheidet, sollte es eine Bürgerversammlung geben.

Ob noch weitere Bewerber ein Angebot abgegeben haben, erfahren die Stadträte im nicht öffentlichen Teil. Den Bewerbern steht es frei, ihre Angebote öffentlich zu machen. Das Konzept von Philipp Jahn hatte kn bereits vorgestellt, jetzt folgt das Angebot von Mike Schielke.



Zur ZIELSETZUNG sagte Mike Schielke
Die Stadt Sondershausen sucht im Zuge der Ausschreibung einen visionären Betreiber, der sowohl den öffentlichen Badebetrieb sichert, das Areal des Naturbades für die öffentliche Nutzung zur Verfügung stellt, für Ordnung und Sauberkeit sorgt, die Gewässer- und Landschaftspflege mit dem zuständigen
Fachbereich des Landratsamtes abklärt und betreibt, sowie das Naturbad zu einer überregionalen, touristischen Attraktion ausbaut.

Dabei muss der öffentliche Badebetrieb gemäß der ordnungsbehördlichen Verordnung über Sicherheitsvorkehrungen in Badeanstalten im Freistaat Thüringen erfolgen. Zum Naturbad gehört ein ca. 11,8 ha großes Areal; davon sind ca. 7,6 ha Wasserfläche.

Einen guten Überblick über das Areal von oben erhält man hier:
www.bebraer-teiche.de

Schon der Lageplan der einzelnen Teilresorts zeigt, hier wurde nicht nur das Konzept für eine einfache Badestelle erschaffen:
Projekt (Foto: Mike Schielke) Projekt (Foto: Mike Schielke)


Wichtig für Mike Schielke: Das Terrain des Bebraer Teiches soll mit seinen Teilbereichen zum Teil ganzjährig genutzt werden, es soll umfangreich touristisch genutzt werden. Ziel sei aber kein Massentourismus, so die klare Ansage.

Kernstück der öffentliche Badezugang

Die öffentliche Badeanstalt wird in der Zeit der Badesaison immer unter fachlicher Fachsicht stehen. Gespräche sollen geführt werden, um mit der DLRG ein Konzept für Schwimmunterricht und Tauchunterricht zu schaffen.

Seerestaurant (Foto: Mike Schielke und www.fallstaff.at) Seerestaurant (Foto: Mike Schielke und www.fallstaff.at)

Neben einem Bistro soll ein ganzjährig nutzbares Seerestaurant gebaut werden, mit unmittelbaren Blick auf den Teich und unter besonderer Beachtung von Fischgerichten.

Fahrrad (Foto: Mike Schielke) Fahrrad (Foto: Mike Schielke)

Dabei schwebt im dieses Projekt vor, wie er es entdeckt hat: Bildquelle Seerestaurant: www.fallstaff.at
In diesem Bereich soll es auch einen Automaten-Teil geben, in dem Produkte aus der Region in kleinen Portionen zum Probieren gekauft werden können. Über die Darstellung der Anbieter soll man dann beim regionalen Anbieter direkt einkaufen.

Übernachten an den Bebraer Teichen

Neben Bungalows ( in den verschiedensten Arten) zum Übernachten (auch schwimmend) soll es auch ein Hotel geben. Gespräche gibt es bereit mit dem Denkmalsschutz und dem Eigentümer, die ehemalige Teichmühle aufzuarbeiten und ein Hotel mit 30 bis 40 Zimmern zu gestalten. So ein weiters Hotel sei für Sondershausen wichtig, so Schielke.

Mit den Bungalows (für Kurzurlauber mit 3 bis 4 Tagen gedacht) zusammen sollen aber nicht mehr als 80 Übernachtungsplätze entstehen.

Wellnesbereich - Grill-Kottas

In diesen Bereich integriert ein öffentlich nutzbarer Saunabereich. Interessant auch die Möglichkeit für gemeinsame Treffen mit Freunden. In den Grill-Kottas (Grillhütten nach skandinavischen Vorbild) kann man kleine Feste feiern.

Naturbereich

Neben Barfußpfad und Bootsverleih soll auch ein Informationstützpunkt kommen, bei denen Schulklassen über die Natur informieren können mit Feuerstelle für kleine Abenteuer.

FAHRRAD-ZIPLINE

Mit der Fahrrad- Zipline soll das Naturresort Bebraer Teiche und die Stadt Sondershausen eine wirkliche Sensation erhalten. Weltweit gibt es nur eine Handvoll dieser Anlagen, die mit einem Fahrrad befahren werden können. Die wohl bekannteste Anlage ihrer Art steht derzeit auf den
Philippinen. Über einen Rundkurs (ca. 500 bis 600 m) kann man hoch über den Baumkronen auf die Bebraer Teiche schauen.

Nicht alles kann hier im einzelnen dargestellt werden. In der pdf-Datei finden Sie eine ausführliche Dokumentation:
Konzept und Dokumentation

In der oben genannte Webseite wird es ab dem Wochenende weitere Informationen geben. Als Broschüre sollen es die Anwohner in Bebra bald kostenlos in ihren Briefkästen haben.

Der Badebeginn wird mit der Badesaison 2021 beginnen so Schielke in seinen Vorstellungen. Ohne Hotelbau soll ca. 2,5 bis 3 Millionen Euro in den nächsten Jahren investiert werden, so Schielke abschließend, wenn die Stadt Sondershausen im den Zuschlag erteilt.
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Kommentare

04.09.2020, 09.19 Uhr
k0904 | —- da kommt man aus dem Staunen nicht raus. —-
.... wenn man das liest muss man wirklich darüber nachdenken wo die -Superleute - sich bis heute versteckt haben.
Sollte man denken was man will - warum rekultiviert man das Grundstück nicht einfach.
Man stellt den Zustand wieder her wie in den 1950 zigern Jahren.
Braucht man heute mit macht, den Teich so wie er ist???
Das ist was viele so denken.
Mann sollte die Teiche einfach der Natur wieder geben.

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04.09.2020, 11.04 Uhr
Albi | Ambitioniertes Projekt für die Teiche
Das Betreiberkonzept von Herrn Schielke klingt sehr vielversprechend.
Grundsätzlich finde ich es klasse, dass es wohl jetzt mehrere Betreiberkonzepte und Angebote gibt. Ein gesunder Wettbewerb erhöht automatisch den sich daraus ergebenden Qualitätsanspruch. Schön wäre es, wenn sich die in der engeren Auswahl befindlichen Konzepte in ihrer Gesamtheit und Vielfalt öffentlich präsentiert würden. Dadurch können sich die Sondershäuser Bürger auch ihre Meinung bilden, was am besten gefällt.
Auch ich habe schon die unterschiedlichsten Meinungen zu den Ideen rund um die Teiche gehört. Für mich persönlich ist die wichtigste Prämisse, dass die Zugänglichkeit für die Einheimischen zum Baden und der Naturschutz berücksichtigt werden. Sollten sich darüber hinaus noch touristische Angebote ergeben, ist dann ein durchaus begrüßenswerter Beipack.

Sind wir also hoffungsfroh, dass es jetzt endlich losgeht!

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04.09.2020, 15.53 Uhr
A-H-S | Bürgerbeteiligung ist angedacht
Auch wenn es im nichtöffentlichen Teil beschlossen wurde, die entsprechende Meldung aus dem Stadtrat (ich sehe hier keine Information, die dem Bürger nicht zugänglich gemacht werden sollten):

Der Stadtrat hat sich gestern Abend auf ein Vorgehen verständigt, bei dem man die Bürger einbeziehen will.
Es wurde gestern Abend noch ein Ausschuss ins Leben gerufen, der die eingegangenen Angebote sichten wird und den kompletten Prozess begleiten wird.
Darüberhinaus wird es eine öffentliche Präsentation der Konzepte geben (soweit der Konzeptersteller das will: dieser Punkt war nicht Bestandteil der Ausschreibung und kann ihm im Zweifel nicht negativ angerechnet werden).

Die Sondershäuser kann es freuen, dass es verschiedene Bieter gibt. Bereits die beiden bekannten haben eine gewisse Qualität.
Es ist nach meinem Eindruck die oberste Prämisse aller Stadtratsmitglieder den Teich als Bademöglichkeit zu erhalten. Es wird auch keine Lösung geben, bei dem dies nicht gewährleistet ist. Sollte es daran Zweifel geben, würde der Stadtrat vermutlich eher für eine Renaturierung stimmen als für ein zweifelhaftes Projekt.

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05.09.2020, 00.36 Uhr
wunderlichwas | Bebraer Teiche- Natur und Tourismus muss vereinbar gemacht werden
Das ist sehr gut die Idee der Restauration der Natürlichen Umgebung. Aber auch das Baden sowohl der Einheimischen, als auch Touristen von ausserhalb soll mit Sicherheit gewährleistet sein.
So sollte die Seen aus einem erschlossenem Teil mit einem kleinen (nicht zu grossen) Bude, wo man was einfaches zu essen bekommt (Fischbrötchen, Würstchen, Döner) , und Getränke in Pappbächern (um Glassplitter im Strandbad zu vermeiden) mit Strandbad, Rettungsdienst, Liegewiese usw.. und einen Teil mit absoluter Natur vorhanden sein. Wenn man wenigstens einen Teil der landwirtschaftlichen Flächen drumherum erhalten könnte und das Areal erweitern könnte wäre dies ein absoluter Gewinn um den den natürlichen Teil auszuweiten. Ich hoffe das die nebenliegende Landwirtschaftsfläche wenigstens gewissenhaft mit Pestiziden umgeht, am Besten ganz ausschliesst und Bodenschutzmassnahmen ergreift, um die Schlickproduktion minimisiert und Gifteinflüsse in die Teiche vermeidet. Den anderen Schnickschnack sollte man vergessen, die Leute kommen hier her um zu baden und die Natur zu geniessen. Und baden macht hungrig. Einfaches Essen aus einer kleinen Bude auf die Hand. Auf jeden Fall Zement und Asphalt vermeiden, alles einfach und natürlich halten.

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