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Fr, 10:17 Uhr
11.09.2020
Ein Blick in die Statistik

Besondere Sozialleistungen für 36.000 Thüringer

Im Laufe des Jahres 2019 erhielten in Thüringen 35 719 Personen besondere Sozialleistungen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 82 Personen bzw. 0,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rund jeder fünfte Empfänger dieser Leistungen (7 677 Personen bzw. 21,5 Prozent) war mindestens 65 Jahre alt...

Das Durchschnittsalter der Leistungsempfänger betrug 42,4Jahre. Knapp 70Prozent der Hilfen (69,6 Prozent bzw. 24 861 Personen) erhielten Empfänger in Einrichtungen.

Für drei Viertel (75,8 Prozent bzw. 27 071 Personen) der Empfänger wurde im Laufe des Jahres 2019 Eingliederungshilfe für behinderte Menschen gewährt. Die Eingliederungshilfe hat die Aufgabe, eine drohende Behinderung abzuwenden, eine vorhandene Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen beziehungsweise zu mildern und Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft einzugliedern.

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Das Durchschnittsalter dieser Leistungsempfänger betrug 32,8 Jahre. Männer (16 377 Personen) waren häufiger betroffen als Frauen (10 694 Personen). Für 5 662 Personen wurde die Eingliederungshilfe im Jahr 2019 nach durchschnittlich 4,6 Jahren beendet, während für 21 409 behinderte Menschen die Hilfe weiter andauerte. Sie erhielten die Eingliederungshilfe bereits seit durchschnittlich 9,2 Jahren.

7 746 Personen erhielten im Laufe des Jahres 2019 Hilfe zur Pflege. Das Durchschnittsalter der Personen betrug 74,3 Jahre. Hier waren Frauen (4 379 Empfänger) häufiger betroffen als Männer (3 367 Empfänger). Weiterhin erhielten 1 462 Personen Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslagen sowie 230 Personen Hilfen zur Gesundheit.

Die öffentlichen Haushalte haben im Jahr 2019 für diese Hilfearten 552,3 Millionen Euro als Brutto- ausgaben aufgewendet. Das waren 30,6 Millionen Euro bzw. 5,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Abzug der Einnahmen für die besonderen Leistungen verausgabten die örtlichen Träger der Sozialhilfe 490,2 Millionen Euro netto. Das waren 29,5 Millionen Euro bzw. 6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
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