So, 07:28 Uhr
04.10.2020
Kn Kommentar
Ist ein Festakt zum Tag der Einheit in Sondershausen noch sinnvoll?
Diese Frage muss man sich im Angesicht sehr sehr spärlichen Besuches gestern in Sondershausen wirklich fragen...
Woran lag es, dass gerade mal knapp unter 50 Bürgerinnen und Bürger (die Zahl der Festredner und Verwaltungsmitarbeiter der Stadt schon mal abgezogen) zur Veranstaltung um 11:00 Uhr ins Haus der Kunst kamen?.
Lag es wirklich am Desinteresse, dass der 30. Jahrestag der Deutschen Einheit sowenig Interesse fand?
Es hat sicher mehrere Ursachen. Es war dieses Mal ein "gestohlener" Feiertag vom Kalender her, denn der Feiertag fiel auf den Samstag und war nun mal kein zusätzlicher freier Tag und so mancher fährt zum Wochenende eben mal weg.
Auch die Uhrzeit des Beginns ist sicher unglücklich gewählt. Bei Beginn 11 Uhr und einer Dauer von immer über einer Stunde geht die Veranstaltung bis in die Mittagszeit. Das ist besonders an einem Wochenende problematisch. Das Haus der Kunst konnte keine Ausrede sein (wegen Corona und der Platzzahl gewählt), denn hier kann man besser Parken, als in der Innenstadt am sonst gewählten Veranstaltungsort Carl-Schroeder-Saal.
Man muss aber auch verstehen, es gab ja eine fast regelrechte Parallelveranstaltung um 15 Uhr mit einem Festgottesdienst des evangelischen Kirchenkreises anlässlich des 30. Jahrestag. Einige Kommunalpolitiker fanden aber doch noch den Weg auch dazu (Hochwind-Schneider, Grimm, Kreyer und Schard).
Auch beim kulturellen Teil gab es eine Doppelung, denn das sehr hörenswerte Liszt-Trio aus Weimar hatte um 15 Uhr seinen eigentlichen Auftritt im Marstall von Schloss Sondershausen.
Auch das Loh-Orchester wäre zum Festakt keine bessere Option gewessen (Forderung von Gerhard Axt (Nubi) im Stadtrat), denn das Orchester hatte Corona bedingt um 18 Uhr und 20 Uhr je eine Aufführung.
Das Landratsamt des Kyffhäuserkreises hatte schon vor Jahren seinen Tag der offenen Tür am Tag der Einheit bereits nicht mehr durchgeführt, weil das Publikumsinteresse stark nachgelassen hatte, und viele eingeladene Bürger zur Festveranstaltung in den Catl-Schroeder-Saal strömten.
Es gibt eigentlich eine klare Aufgabe in Stadtverwaltung und besonders im Stadtrat von Sondershausen sollte es eine Diskussion geben, wie dieser Tag zukünftig zu gestalten ist, denn die Teilnahme der sieben Stadträte (von 30) war ja auch nicht begeisternd.
Vielleicht sollte man ja auch an so einen Tag den Sondershäuser des Jahres bekannt geben und küren. Stadtrat Martin Ludwig (VS), der übrigens gestern anwesend war, hatte das Thema Ehrenamt bereits am Donnerstag im Stadtrat angesprochen und den Vorschlag des Kürens gemacht.
Früher gab es am Vortag des Tags der Deutschen Einheit sogar eine extra Ehrenamtsgala!
Und das Ehrenamt würdigen, sollte wohl immer noch wichtig sein. An dieser Stelle gleich noch die Frage eines Bürgers nachgeschoben, warum wurde seit längerer Zeit keine Ehrengabe mehr an verdiente Bürger überreicht?
Es gibt in den nächsten Tagen und Wochen wohl doch einiges zu diesen Themen zu besprechen.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhWoran lag es, dass gerade mal knapp unter 50 Bürgerinnen und Bürger (die Zahl der Festredner und Verwaltungsmitarbeiter der Stadt schon mal abgezogen) zur Veranstaltung um 11:00 Uhr ins Haus der Kunst kamen?.
Lag es wirklich am Desinteresse, dass der 30. Jahrestag der Deutschen Einheit sowenig Interesse fand?
Es hat sicher mehrere Ursachen. Es war dieses Mal ein "gestohlener" Feiertag vom Kalender her, denn der Feiertag fiel auf den Samstag und war nun mal kein zusätzlicher freier Tag und so mancher fährt zum Wochenende eben mal weg.
Auch die Uhrzeit des Beginns ist sicher unglücklich gewählt. Bei Beginn 11 Uhr und einer Dauer von immer über einer Stunde geht die Veranstaltung bis in die Mittagszeit. Das ist besonders an einem Wochenende problematisch. Das Haus der Kunst konnte keine Ausrede sein (wegen Corona und der Platzzahl gewählt), denn hier kann man besser Parken, als in der Innenstadt am sonst gewählten Veranstaltungsort Carl-Schroeder-Saal.
Man muss aber auch verstehen, es gab ja eine fast regelrechte Parallelveranstaltung um 15 Uhr mit einem Festgottesdienst des evangelischen Kirchenkreises anlässlich des 30. Jahrestag. Einige Kommunalpolitiker fanden aber doch noch den Weg auch dazu (Hochwind-Schneider, Grimm, Kreyer und Schard).
Auch beim kulturellen Teil gab es eine Doppelung, denn das sehr hörenswerte Liszt-Trio aus Weimar hatte um 15 Uhr seinen eigentlichen Auftritt im Marstall von Schloss Sondershausen.
Auch das Loh-Orchester wäre zum Festakt keine bessere Option gewessen (Forderung von Gerhard Axt (Nubi) im Stadtrat), denn das Orchester hatte Corona bedingt um 18 Uhr und 20 Uhr je eine Aufführung.
Das Landratsamt des Kyffhäuserkreises hatte schon vor Jahren seinen Tag der offenen Tür am Tag der Einheit bereits nicht mehr durchgeführt, weil das Publikumsinteresse stark nachgelassen hatte, und viele eingeladene Bürger zur Festveranstaltung in den Catl-Schroeder-Saal strömten.
Es gibt eigentlich eine klare Aufgabe in Stadtverwaltung und besonders im Stadtrat von Sondershausen sollte es eine Diskussion geben, wie dieser Tag zukünftig zu gestalten ist, denn die Teilnahme der sieben Stadträte (von 30) war ja auch nicht begeisternd.
Vielleicht sollte man ja auch an so einen Tag den Sondershäuser des Jahres bekannt geben und küren. Stadtrat Martin Ludwig (VS), der übrigens gestern anwesend war, hatte das Thema Ehrenamt bereits am Donnerstag im Stadtrat angesprochen und den Vorschlag des Kürens gemacht.
Früher gab es am Vortag des Tags der Deutschen Einheit sogar eine extra Ehrenamtsgala!
Und das Ehrenamt würdigen, sollte wohl immer noch wichtig sein. An dieser Stelle gleich noch die Frage eines Bürgers nachgeschoben, warum wurde seit längerer Zeit keine Ehrengabe mehr an verdiente Bürger überreicht?
Es gibt in den nächsten Tagen und Wochen wohl doch einiges zu diesen Themen zu besprechen.
Karl-Heinz Herrmann
