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Do, 18:49 Uhr
15.10.2020
Der THC vor dem nächsten Qualifikationsspiel für den EHF-Cup

Den Fans wieder besseren Handball zeigen

Die zweite englische Woche geht am Sonntag mit dem vierten Spiel in zwei Wochen zu Ende, zwei Spiele Bundesliga und zweimal in der EHF European League gegen WAT Atzgersdorf. Die Thüringer HC erwartet die Österreicherinnen am Sonntag um 14 Uhr in der Wiedigsburghalle Nordhausen zum Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde...

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Rückblick:
Nach dem Sieg in der letzten Spielsekunde beim VfL Oldenburg ist die Mannschaft am Donnerstagmorgen glücklich und mit zwei Punkten im Gepäck wieder in Erfurt eingetroffen. „Dafür haben wir schwer kämpfen müssen. Wir haben im Laufe des Spiels immer gehofft, uns zu steigern, unsere Schnelligkeit zu finden, vergeblich. Letztendlich hat uns die typische THC-Kampfkraft, das sich nie Aufgeben geholfen, doch noch den Sieg zu erringen. Das ist es, was wir mit der neuen Mannschaft auch gewollt haben, großen Wert auf Mentalität legen, menschlich zusammenzustehen, auch wenn es einmal nicht so gut läuft“, sagt Helfried Müller, der anstelle seines noch immer verletzten und nun zum zweiten Mal am Knie operierten Bruder Herbert, die Mannschaft trainiert. Im Bus war deshalb die Stimmung auf der Heimreise eher fröhlich und es gab guten Grund, noch den Geburtstag unserer Mannschaftsführerin Lydia Jakubisova zu feiern. Nach Helfried Müller „ist sie nicht nur die Älteste, nicht nur die Dienstälteste, sie ist mit ihrer Einstellung, mit ihrem Trainingsfleiß und ihrer Vorbildwirkung das Gesicht des THC schlechthin.“.

Sie brachte letztendlich mit dem Führungstreffer zum 29:28 in der letzten Minute den THC doch noch auf die Siegerstraße. Im Spiel sah der Trainer zwei Leader, Marketa Jerabkova, die in der zweiten Spielhälfte das Spiel an sich zieht und mit ihren Toren entscheidet. Wichtig dabei auch die hundertprotzentige Trefferquote beim Strafwurf und Kerstin Kündig, die versucht hat, Struktur in unser Spiel zu bringen. So hat die Mannschaft immer daran geglaubt, das Spiel zu gewinnen. Die Umstände rund ums Spiel waren schon ungewöhnlich: die lange Fahrt nach Wien und zurück, dann eineinhalb Tage Quarantäne, weil Wien ein Risikogebiet ist, dann Corona-Test in den frühen Montagstunden.

Da blieb nicht viel Zeit zum trainieren und dann wieder eine lange Busfahrt. „Am Ende war es schon das erwartete Kampfspiel. Auch solche Spiele bringen die Mannschaft weiter, wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“, sagt Helfried Müller. Der Gewinn der Punkte überwiegt, das Resultat ist am Ende nebensächlich. Wichtig ist, so lange wie möglich oben dranbleiben. Die Mannschaft hat Charakter, trainiert gut, sie kann mit ihrer Spielart und Kampfkraft jeden Gegner ärgern und gegen jede Mannschaft gewinnen.

Zum Spiel:
Der Lohn für alle Mühen in der Bundesliga ist die internationale Präsenz, die ja erst erworben werden musste. Der Grundstein für ein Weiterkommen in der EHF European League ist mit dem deutlichen 39:24-Auswärtssieg in Wien gelegt. Die Mannschaft hat nach einem Tag der Regeneration am Freitag und am Samstag noch zwei Trainingseinheiten. Niemand geht davon aus, dass wir das Rückspiel noch mit minus 16 Toren verlieren. Die Runde drei in der Qualifikation zur EHF European League ist erreicht. „Die Mannschaft wird den Gegner ernst nehmen, will dem hoffentlich im Rahmen des Erlaubten zahlreich anwesenden Publikum seinen besseren Handball zeigen und auch einiges probieren“, verspricht Helfried Müller.

Dem Publikum in der internationalen Sportstätte des THC und aus der Region Nordhausen will der THC attraktiven Handball zeigen. Solche Spiele muss man nutzen, um sich weiter zu entwickeln. Es ist auch eine Gelegenheit, allen Spielerinnen längere Einsatzzeiten zu geben. Mit Leverkusen wartet in der kommenden Woche im Bundesligaalltag ein schwerer Gegner auf den THC, der gerade in Metzingen gewonnen hat.

Zum Kader:
Ines Khouildi wird am heutigen Donnerstag in der Erfurter Sportklinik operiert, wird damit längere Zeit ausfallen. Dafür geht es bei Emma Ekenman-Fernis langsam besser. Sie steigt in den nächsten Tagen wieder ins Training ein. Alle anderen sind weiterhin an Deck.
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