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Fr, 10:25 Uhr
16.10.2020
Vierte Auflage trotz schwieriger Bedingungen erfolgreich

IHK: „Heimat shoppen 2020“ trotzt der Krise

Trotz erschwerter Bedingungen war die vierte Auflage der Aktion „Heimat Shoppen“ ein voller Erfolg. An der größten Imagekampagne des stationären Handels beteiligten sich in diesem Jahr zwölf Städte im Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt im vergangenen Jahr waren es elf Städte...


„Trotz Pandemie können wir auf eine erfolgreiche Imagekampagne zurückblicken. Wir dürfen nicht nachlassen, um die angeschlagenen Branchen Handel, Gastronomie und Dienstleistungen wieder auf Kurs zu bringen“, erklärt die Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, Dr. Cornelia Haase-Lerch. Doch die Idee müsse täglich gelebt werden.

„Die Aktion „Heimat shoppen“ konnte dafür einen wichtigen Beitrag leisten. Aber damit allein ist es nicht getan“, ergänzt der Projektverantwortliche der IHK Erfurt, Dirk Fromberger. Jede Stadt sei so lebendig, wie Einwohner und Gäste sie durch ihre Shopping- und Freizeitaktivitäten prägen. Diese Botschaft vermittelte „Heimat shoppen“ und wäre 2020 wichtiger denn je.

Alle Aktionsstädte verweisen auf gute bis sehr gute Besucherzahlen. Auch Anke Börner, Inhaberin der „Buchhandlung am Markt“ in Bad Salzungen zieht ein positives Resümee: „Unser Geschäft war sehr gut besucht und die Aktion „Blind-Date-Buch“ fand regen Zuspruch. Viele Gäste kamen auch aus dem Umland.“
In kurzer Vorbereitungszeit hatten Gewerbevereine und Händler vielfältige Programme erstellt und wurden bei der Umsetzung von den Stadtverwaltungen und lokalen Sparkassen unterstützt. Mühlhausen und Artern waren erstmals dabei und für 2021 haben bereits vier weitere Städte Interesse angemeldet. Die Initiative wächst nicht zuletzt deshalb, weil sich der Druck auf die Innenstadtbranchen durch die Krise weiter verschärfte. Ein Blick auf die Konjunkturzahlen macht das deutlich.

Gewinner und Verlierer im Handel
Das Konjunkturbild im Einzelhandel wird derzeit von Licht und Schatten geprägt. „Während Onlinehändler, der Lebensmitteleinzelhandel oder der Handel mit hochpreisigen Gütern von steigenden Umsatzzahlen profitieren, können viele kleine stationäre Händler die Rückgänge durch den Lockdown im Frühjahr bis zum Jahresende wohl nicht mehr aufholen“, erklärt Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt.

So hätte laut Thüringer Landesamt für Statistik in den ersten sechs Monaten 2020 der Einzelhandel mit Nahrungsmitteln ein Umsatzplus von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbucht, während Sortimente wie Textilien, Schuhe und sonstigen Gütern einen Umsatzrückgang von 4,8 Prozent registrierten. Gewinner ist der Versand- und Internethandel, wo Umsatzsteigerungen von 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreicht wurden.

Entsprechend verhalten fallen die Einschätzungen der Einzelhändler in der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage aus. 55 Prozent der Befragten rechnen in den kommenden Monaten nicht mit einer Verbesserung ihrer Situation, 45 Prozent erwarten sogar noch eine weitere Verschlechterung. Angesichts wieder steigender Infektionszahlen sind die Befürchtungen der Händler nur allzu verständlich. Die geltenden Abstands- und Hygieneregelungen sowie die Verunsicherung hinsichtlich der Einkommensverhältnisse aufgrund von Kurzarbeit und drohender Arbeitslosigkeit dämpften die Konsumlaune der Verbraucher. Und auch die Senkung der Mehrwertsteuer hätte nicht den erhofften Erfolg. Bei der Mehrzahl der Firmen würden die positiven Effekte der Steuersenkung durch Mehrkosten aufgezehrt, eine betriebswirtschaftliche Verbesserung ihrer Situation sei bei den Wenigsten eingetreten.
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