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Do, 09:48 Uhr
22.10.2020
Verbraucherzentrale

Warnung vor Sperrmülltricksern

Wenn das öffentliche Leben wegen Corona eingeschränkt ist und die dunkle Jahreszeit beginnt, werden die eigenen vier Wände für viele Menschen zum Rückzugsort. Wer es noch gemütlicher haben will, gestaltet dann neu oder räumt um...

Sperrmüll (Foto: Manfred Richter auf Pixabay ) Sperrmüll (Foto: Manfred Richter auf Pixabay )
Verbraucherinnen und Verbraucher, die alte Möbel und anderen Hausrat entsorgen möchten, sollten bei der Auswahl eines Sperrmüllunternehmens jedoch lieber zweimal hinschauen, rät die Verbraucherzentrale Hamburg. Einige Firmen erwecken den Eindruck, ein städtischer Versorger zu sein, verlangen bei der Abholung des Mülls jedoch viel höhere Preise.

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"Die Trittbrettfahrer versprechen am Telefon einen annehmbaren Preis von 25 bis 35 Euro pro Kubikmeter Sperrmüll", berichtet Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. Sind die Mitarbeiter des Unternehmens vor Ort, wird die Müllmenge plötzlich anders berechnet oder bestimmte Gegenstände zu vermeintlichem Sondermüll erklärt. Das treibt die Kosten in die Höhe. Laut Rehberg sollten sich Betroffene nicht einschüchtern lassen und auf dem vorab vereinbarten Preis bestehen.

Verbraucher können auch von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen. "Von den dubiosen Firmen geforderte Stornierungskosten und Verdienstausfallgebühren sind oft nicht rechtens", so Verbraucherschützerin Rehberg. Da Verträge mit den privaten Entsorgungsunternehmen oftmals nur telefonisch oder per E-Mail geschlossen werden, können Verbraucher ihren Vertrag grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Wurde man, wie meist üblich, nicht ausdrücklich auf das Widerrufsrecht und eine mögliche Wertersatzpflicht hingewiesen, so sind für die Anfahrt keine Zahlungen zu leisten.

Rehberg rät, bei der Suche nach Sperrmüllentsorgung im Netz, stets einen Blick ins Impressum der Unternehmensauftritte zu werfen. Fehle dieses ganz oder weise es eine private Firma aus, sollte man keinen Kontakt aufnehmen, sondern lieber nach dem öffentlichen Müllentsorgungsunternehmen Ausschau halten.
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Kommentare

22.10.2020, 14.03 Uhr
APndh | Wichtiger Hinweis fehlt
Interessanter Artikel – leider fehlt der Hinweis zum Ablauf in Nordhausen.
In Nordhausen kümmern sich die Südharzwerke kostenlos darum. Es gilt Folgendes: "Zweimal jährlich können Sie kostenlos Sperrmüll und Schrott bis zu einer Menge von 3 m³ (max. 6 m³ pro Jahr) zur Abholung anmelden. Die Anmeldung können Sie hier über unsere Webseite erledigen oder über die Anmeldekarte, welche sich am jährlichen Entsorgungskalender befindet." Quelle und weitere Infos: https://www.abfall-nordhausen.de/index.php?id=98

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