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Mi, 18:18 Uhr
04.11.2020
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Schwerste Lkw-Unfälle:...

Wie lange soll es noch so weitergehen? Deutscher Bahnkunden-Verband e.V. (DBV) fordert zeitnahe Maßnahmen zur Verlagerung von Güterverkehren auf die Schiene. Dazu diese Meldung des Bundesverbandes...

Im Jahr 2019 gab es in Deutschland insgesamt 27.103 Unfälle mit Personenschaden unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen (Lkw). Die erschreckende Bilanz dieser Unfälle: 37.287 Verunglückte, darunter 6.956 Schwerverletzte und 684 Getötete (Quelle: Statistisches Bundesamt). Allein auf den durch das Bundesland Brandenburg führenden Autobahnen BAB 10 und BAB 12 sind die Folgen von zum Teil schwersten Unfällen, langen Staus, stundenlangen Sperrungen von Autobahnabschnitten und chaotischen Zuständen auf den Umleitungsstrecken praktisch täglich spürbar (auf der BAB 12 zuletzt wieder am 03. November 2020). Neben dem erheblichen menschlichen Leid ist die Umweltbelastung bereits bei „normal“ laufendem Verkehr immens und nicht mehr akzeptabel.

Ein „Weiter so“ in der Verkehrspolitik ist daher keine tragfähige Option!

Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom 12. März 2018 ist dagegen festgelegt, dass mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden soll. Entgegen der unverbindlichen Aussage im Koalitionsvertrag ist im Masterplan Schienenverkehr vom 30. Juni 2020 für den Schienengüterverkehr ein Anteil am Modal Split von mindestens 25 Prozent an der gesamten Transportleistung bis 2030 festgelegt worden. Dies ist u. a. ein wesentliches Element, um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen.

Die Verkehrspolitik des Bundes, aber auch der betroffenen Bundesländer, muss nun dafür sorgen, dass benanntes Ziel konsequent umgesetzt wird!

Mit einem zügigen Ausbau des Kombinierten Verkehrs (KV) Schiene/Straße bestehen dazu auch entsprechende Möglichkeiten; dies beweisen Länder wie Österreich und die Schweiz bereits seit Jahrzehnten sehr erfolgreich! Mit innovativen Systemen des KV wie z. B. Megaswing oder NiKRASA (Nicht kranbare Sattelauflieger) existieren mittlerweile praxisbewerte Umschlagsysteme auch für den erheblichen Anteil nicht kranbarer Sattelauflieger (Anteil auf dem europäischen Markt 85 bis 90 Prozent). Einige der neuen Umschlagsysteme im KV benötigen dabei nicht einmal mehr eine aufwändige Terminalinfrastruktur.

Ein Lastwagen mit 10 Tonnen Achslast beansprucht zudem die Verkehrswege pro Entfernungseinheit 160.000-mal stärker als ein Pkw mit einer Achslast von 0,5 Tonnen. Damit ist der Lkw-Verkehr der entscheidende Faktor für die Beanspruchung des Straßenkörpers (Quelle: Forschungs-Informations-System/FIS). Eine umfassende Verkehrsverlagerung reduziert somit auch den Straßenverschleiß und damit die Anzahl von Baustellen deutlich!

Um obiges Ziel zu erreichen, ist der zügige leistungsfähige Ausbau der Verlagerungsinfrastruktur dringend notwendig. Im Bundesland Brandenburg betrifft dies beispielsweise den zweigleisigen Ausbau der Ostbahnstrecke Berlin – Kostrzyn (Küstrin) incl. der Elektrifizierung, wodurch eine wirksame Entlastung der Ost-West-Strecke Berlin – Frankfurt (Oder) – Grenze D/PL ermöglicht wird.
Autor: khh

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Kommentare
Kobold2
04.11.2020, 20:02 Uhr
Wieder so ein Artikel,
der mit Halbwahrheiten, falscher Dramaturgie, indirekten Schuldzuweisungen und etwas Wunschdenken das übliche Leitbild aufrecht hält.
Selbst wenn man dem Schienenausbau mehr Beachtung zukommen lässt und auch in der Vergangenheit mehr getan hätte, kommt man nicht gegen den Zuwachs an benötigten und generierten Transportkapazitäten an.
Bei den Unfällen und teils chaotischen Zuständen ist es hilfreich mal differenziert die Verursacher zu nennen.
Die Kontollorgane agieren hier zwischen Überforderung, Resignation und Desinteresse.
Die Kabotagemissachtung ist in letzter Zeit grob um 30% gestiegen ( Dunkelziffer???) Für die Einhaltung der Transportregeln gibt es Bundesweit etwas über 200 Beamte!!! Gewollt???
Die Folge ist das vorrangig von Osteuropäern unter Preis gefahren wird und Regeln,sowie Gesetze missachtet werden. Zum Nachteil der heimischen Wirtschaft und auch der Bahn.
Vorrangige Preisdrücker sind auch die großen Versender, allen voran Amazon.
Dann unsere liebe ( Auto) Wirtschaft, die immer mehr Standorte und Zulieferer nach Osteuropa verlagern, um das ganze dann wieder hierher zu Karren. Die Transporte sind einfach zu billig. Manch einer findets geil, ohne sich Gedanken über die Auswirkungen zu machen.
Nachdem sich das etabliert hat, geht man dazu über, hier die Standorte langsam zu schließen .
Dem gemeinen Volk verkauft man das als Coronakrise, Klimawandel , Wechsel zur E- Mobilität, usw. und hält damit u.a. das Feindbild '"Die Grünen" aufrecht.
Es sind aber die Gierigen und uns wird das Ganze als wirtschaftlicher Erfolg versucht unterzujubeln.
Fangt an einem europäischen Mindestlohn im Fernverkehr zu etablieren incl. einer Mindestkilometerpauschale! Letzteres hatten wir schon mal! Dazu mehr Kontrollen ( Personal) und höhere Stafen für Transporteure und Verlader! Dann hat die Bahn noch ein kleine Chance.
Hört auf das Volk mit Halbwahrheiten und Phrasen zu verdummen.
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