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Di, 11:23 Uhr
17.11.2020
Solidarität in der Pandemie

Gemeinsamer Appell der „Allianz für Weltoffenheit"

Vertreter großer gesellschaftlicher Bereiche wie der DOSB, die Deutsche Bischofskonferenz, der DGB und des deutschen Kulturrates wenden sich heute an die Politik im Bund und in den Ländern mit der Forderung: Für Solidarität in der Pandemie…

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem gemeinsamen Appell wenden sich Vertreter großer gesellschaftlicher Bereiche an die Politik im Bund und in den Ländern: Für Solidarität in der Pandemie, aber auch für stärkere Partizipation der Zivilgesellschaft. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Evangelische Kirche Deutschlands, die Deutsche Bischofskonferenz, der Koordinationsrat der Muslime und der Zentralrat der Juden, der Deutsche Kulturrat und der Deutsche Naturschutzring fordern gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund:

Das Gespräch suchen, für Akzeptanz werben, Solidarität üben

Ein Appell der „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ anlässlich der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie und ihre Bewältigung sind für die Menschen in Deutschland und weltweit eine schwere Belastung. Seit dem Ausbruch der Krise haben Gesellschaft und Politik in unserem Land Vieles richtig gemacht. Die Verbreitung des Virus konnte zunächst verlangsamt werden. Eine Überlastung unseres Gesundheitssystems wurde bisher verhindert. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgeschäden konnten bislang in Grenzen gehalten werden. Seit Oktober sind die Infektionszahlen wieder stark angestiegen. Wenn wir das aktuelle Pandemiegeschehen nicht rasch in den Griff bekommen, sind die Risiken erheblich: für die Gesundheit und das Leben vieler Menschen, ihre wirtschaftliche Existenz, aber auch für das gesellschaftliche Miteinander.

Eine große Mehrheit in unserem Land trägt das entschlossene Handeln der Politik mit. Auch der Grundsatz, dass jede und jeder Einzelne Verantwortung für den anderen übernehmen muss, trifft weiterhin auf breite Zustimmung. Gleichzeitig sinkt jedoch die Akzeptanz für pauschale Antworten. Zunehmend besteht die Herausforderung darin, differenzierte Lösungen zu finden, die auch auf längere Sicht verstanden und akzeptiert werden. Dies setzt eine lebendige demokratische Auseinandersetzung und einen offenen gesellschaftlichen Diskurs voraus.

Die Bereitschaft der Menschen zu solidarischem Handeln lässt sich nicht verordnen. Solidarität kann aber durch offene, demokratische Debatten gestärkt werden. Wenn Grund- und Freiheitsrechte des Einzelnen und das gesellschaftliche Leben eingeschränkt werden, muss dies nicht nur wissenschaftlich gut begründet werden; solche Maßnahmen müssen außerdem einsichtig, verhältnismäßig und demokratisch legitimiert sein. Und es muss weiterhin gewährleistet sein, dass all diejenigen, die aufgrund der Einschränkungen um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten, sich darauf verlassen können, dass der Staat sie unterstützt.
Ängste und Sorgen sind in dieser schwierigen Situation verständlich, Kritik und Zweifel an getroffenen Entscheidungen können berechtigt sein. Niemand darf aber für sich in Anspruch nehmen, seine Freiheit auf Kosten anderer auszuleben. Wer mit Falschinformationen und Verschwörungstheorien die Bereitschaft zur Solidarität untergräbt, gefährdet unsere Demokratie und setzt die Gesundheit zahlreicher Menschen aufs Spiel.

Als „Allianz für Weltoffenheit“ rufen wir zu rücksichtsvollem, besonnenem Handeln und mehr Dialogbereitschaft auf. Als Teil eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses wollen wir dazu beitragen. Wir engagieren uns für den offenen demokratischen Diskurs, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Uns eint die Überzeugung, dass die eigene Freiheit spätestens dort endet, wo die Gesundheit und das Leben anderer gefährdet wird.

Deshalb appellieren wir als „Allianz für Weltoffenheit“ an die Politik und unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger:
Parlamente auf Bundes- und Länderebene sind in unserer Demokratie die zentralen Orte politischer Debatten und Entscheidungen. Dies muss auch in Ausnahmesituationen gelten.

Die Politik muss Maßnahmen, mit denen Grund- und Freiheitsrechte vorübergehend eingeschränkt werden, gut begründen und erklären. Dazu zählt auch, dass sie auf die Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen achtet und mit allen Teilen der Gesellschaft aktiv das Gespräch sucht.

Politik und Gesellschaft sind gemeinsam gefordert, neue Räume für die Debatte, für Kritik und konstruktive Vorschläge zu eröffnen. Wir alle stehen in der Verantwortung, Menschenleben zu schützen und jenen beizustehen, die unter der Pandemie besonders leiden.

Gemeinsam wird es den Menschen in unserem Land gelingen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Folgen der Krise mit Solidarität aufzufangen.
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Kommentare

17.11.2020, 15.15 Uhr
Sonntagsradler 2 | Nnz Redaktion / ein sehr Guter Artikel Aber
Sieht man sich die Organisatoren oder Verfasser dieser Bittsteller an kann ich mir das Lachen nicht verkneifen.
Alle Gruppen bei denen hohe Staatliche Einkünfte( Gehälter ) gezahlt werden und andere Kurzarbeiter Geld bekommen oder ihre Existenz verlieren .ist das nur ein gefasel von Solidarität zu in meinen Augen ein Hohn gegenüber der Menschheit.
Alle in einen Sack die Politiker gleich mit und …
Na ja so sind sie halt solange alles läuft interessierst Solidarität niemanden. oder wird kleingeschrieben.
Also wie gesagt Artikel spitze. Verfasser letze Hus..!

11   |  2     Login für Vote
17.11.2020, 21.15 Uhr
Paul | "Allianz"
für Solidarität??? Von welcher "Solidarität ist hier die Rede? Von der, daß die die sowieso immer fettes Geld jeden Monat von unseren Steuern in den Ars... geblasen kriegen und weiter kriegen, oder denen die dadurch Arbeitslos geworden sind, die Kurzarbeit haben, die noch Arbeitslos werden, oder denen die finanziell Pleite sind weil sie Ihre Mieten, Krediete ect., ect. nicht mehr zahlen können ?
Also wenn das Solidarität sein soll, dan kann ich auf die verzichten !!! Und dieses sinnlose Geschwätz in dem Beitrag, wer immer auch diesen Mist geschrieben hat, der soll doch Solidarität zeigen und all den genannten Personen eine Finanzspritze geben. Das wäre ein wenig SOLIDARITÄT !

7   |  2     Login für Vote
17.11.2020, 22.00 Uhr
Kobold2
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
18.11.2020, 00.23 Uhr
Piet | Anhäufung
Von abgenudelten Phrasen.

5   |  1     Login für Vote
18.11.2020, 07.01 Uhr
DonaldT
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB.
18.11.2020, 08.19 Uhr
Sonntagsradler 2 | Ein hab ich noch / Irgendwie erinnert ...
... mich der solidarische Appel von den
Vertreter großer gesellschaftlicher Bereiche
an einen Liebeserklärung vom 13 November 1989 . Die laut „Ich liebe euch doch alle!":-) :-D
Zu diesem Zeitpunkt ging es dem Herrn bestimmt auch nicht mehr gut.
Na ja was versucht man nicht alles um seine eigene Haut zu retten oder Image aufzubessern War früher so! Ist immer so!

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