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Do, 14:01 Uhr
26.11.2020
Bildungsministerium verschärft Regeln für Kindergärten und Schulen

Holter: "Unterricht rund um die Weihnachtszeit"

Als Reaktion auf die Beschlüsse der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung am 25. November zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie wird das Thüringer Bildungsministerium ab 1. Dezember erweiterte Infektionsschutzmaßnahmen an den Schulen und Kindergärten im Freistaat umsetzen:...

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1. Alle Schulen und Kindergärten in Thüringen wechseln ab dem 1. Dezember 2020 in den eingeschränkten Regelbetrieb mit erhöhtem Infektionsschutz (Stufe GELB)
a. an Kindergärten und Schulen gilt damit bis auf Weiteres das Prinzip der festen Gruppe mit festem Betreuungspersonal, um Kontakte weitestgehend zu minimieren. Damit sind Präsenzunterricht und Betreuung in möglicherweise eingeschränktem Umfang weiter möglich.

2. Ab dem 1. Dezember 2020 wird für Schulen in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 200 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage wie folgt verfahren:
a. Die Klassenstufen 1 bis 6 verbleiben im Präsenzunterricht bzw. in der Präsenzbetreuung in festen Gruppen, soweit vor Ort nichts anderes festgelegt ist. Damit sind Präsenzunterricht und Betreuung in möglicherweise eingeschränktem Umfang weiter möglich.
b. Für die Klassenstufen 7 und höher wird an den Schulen zusätzlich der Mindestabstand von 1,5 Metern auch im Unterricht angeordnet. Dadurch kommt es in der Regel zum Wechselbetrieb aus Präsenzunterricht und häuslichem Lernen.

3. Ab dem 1. Dezember wird für Schulen in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 200 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, die von nachgewiesenen Infektionsfällen betroffen sind, folgendes festgelegt:
a. Die Schulleitung erhält in der Schulorganisation weitgehende Handlungsfreiheit und kann je nach Lage vor Ort Maßnahmen aus dem „Instrumentenkasten“, der nach dem Thüringer Stufenplan für Stufe GELB zur Verfügung steht, ergreifen. Das zuständige Schulamt und das Bildungsministerium unterstützen dabei. Als äußerste Maßnahme ist im Einzelfall auch die Einführung der Maskenpflicht im Unterricht möglich. In diesem Fall sind ausreichende Pausenzeiten von der Maskenpflicht im Tagesablauf vorzusehen.
b. Diese Regelungen gelten auch für Schulen nach Nr. 2, wenn sie von Infektionsfällen direkt betroffen sind und die Schulleitung über die als Mindestschutz angeordneten Maßnahmen hinausgehen möchte.

4. Die bereits jetzt geltenden besonderen Schutzmaßnahmen für Personen mit Risikomerkmalen bleiben bestehen. Ebenso finden selbstverständlich die notwendigen Quarantänemaßnahmen und Kontaktnachverfolgung an Schulen und Kindergärten durch die örtlichen Gesundheitsämter bei festgestellten Infektionen weiter statt. Der Thüringer Stufenplan bleibt in Kraft und wird angewandt.

Dazu Bildungsminister Helmut Holter: „Die Botschaft der Länderchefinnen und -chefs ist klar: Auch Schulen und Kindergärten müssen einen stärkeren Beitrag zum Infektionsschutz leisten. Unser Ziel bleibt es, in diesem Rahmen das Recht auf Bildung bestmöglich umzusetzen, ob im Präsenz- oder im Distanzunterricht, und auch ein bestmögliches Maß an Kinderbetreuung zu garantieren. Das sind wir Kindern und Familien schuldig.“

Unterricht rund um die Weihnachtszeit
Bildungsminister Helmut Holter hat dem Kabinett darüber hinaus vorgeschlagen, in den Wochen um Weihnachten und den Jahreswechsel wie folgt zu verfahren: Die Ferien in Thüringen bleiben im geplanten Rahmen. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 6 werden im oben beschriebenen Rahmen unterrichtet und betreut. Schülerinnen der Klassenstufen 7 und höher wechseln zwischen dem 21. Dezember und dem 10. Januar 2021 in ganz Thüringen in das häusliche Lernen. Eine letzte Entscheidung zu dem Vorschlag steht noch aus.

Minister Holter: „Wir wollen in Thüringen differenziert vorgehen, um Bildung und Betreuung einerseits und Infektionsschutz rund um die Feiertage andererseits bestmöglich unter einen Hut zu bekommen. Durch diesen Vorschlag können wir das. Wir nehmen also die älteren Klassen aus dem Präsenzunterricht, ohne dass das Lernen für sie aufhört. Es findet zu Hause weiter statt. Würden wir die Ferien verlegen, würden sich erhebliche Folgeprobleme stellen, von landesweit notwendiger Not- und Kinderbetreuung bis zu vielen weiteren Problemen für die Familien.“
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Kommentare

26.11.2020, 15.47 Uhr
Starlight | Prima,
ALLE Bundesländer haben ab 19. Ferien nur unsere Kinder trampeln bis zum 22. zur Schule! Was denkt der, was Grundschüler in den letzten 3 Tagen vor Weihnachten noch in Kopf bekommen? Da kommt man sich als Kind auch gleich mal wieder vor wie ein Mensch 2.Klasse.

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26.11.2020, 16.46 Uhr
TiffyLu | In Bezug auf den Vorredner
Oder ich mache meinem Kind klar, dass es sehr viel Unterricht verpasst hat in den letzten Monaten und es zum Glück die paar Tage noch nutzen kann um Wissen zu erlangen. Sei es auch nur soziale Kontakte pflegen zu können.
Als die Kinder nicht zur Schule durften, wurde über die Situation gejammert "Die armen Kinder, dürfen ihre Freunde nicht sehen." Jetzt dürfen sie gehen, wird genölt, dass sie gehen müssen.
Wie entschieden wird, es gibt immer Menschen, die was zu meckern finden.
Mein Kind fühlt sich übrigens nicht wie ein Kind 2. Klasse weil es in die Schule gehen wird.
Eventuell wird sie kurz meckern und sagen "och menno" aber sie fühlt sich deswegen nicht abgestuft. Kommt vielleicht auch auf das an, was man so einem Kind vor lebt und einredet.
In diesem Sinne
Schöne Adventszeit

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26.11.2020, 18.09 Uhr
Lotterfee | Unterricht um jeden Preis
Was bin ich froh, das ich keine schulpflichtigen Kinder mehr habe. Bei diesem ganzen Hickhack wissen doch Eltern kaum noch, welche Bestimmungen wann gelten.
Ich frage mich schon seit geraumer Zeit wozu überhaupt noch beraten wird, wenn letztendlich doch jeder macht was er will.

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26.11.2020, 18.29 Uhr
N. Baxter | Betreuung
Viele Eltern haben auch kaum noch zusätzlichen Urlaub zur freien Verfügung zum Jshresende. Auch die Betreuung muss ja sichergestellt werden.

Was hier auf den Rücken der Kinder ausgetragen wird ist unter aller Kanone!

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