Di, 17:00 Uhr
08.12.2020
Regionalmuseum Bad Frankenhausen kann sich freuen
Schachtbau Nordhausen übergab Schwibbogen
Am heutigen Nachmittag um 16:00 Uhr wurde ein ganz besonderes Ereignis in Bad Frankenhausen gefeiert. Schachtbau Nordhausen übergab dem Regionalmuseum einen gesponserten Schwibbogen...
Eine große Geste an die Kurstadt Bad Frankenhausen.
So einige Theorie kommen zum Vorschein, wenn die Rede von einem Schwibbogen ist. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit leuchten unzählige Schwibbögen an den Fenstern der Häuser, in Wohnzimmern oder im Freien. Der Lichterbogen ist nicht, wie häufig irrtümlich vermutet, der Himmelsbogen. Seinen Ursprung hat der Schwibbogen im Bergbau.
Der Eingang eines jeden Stollens liegt an der Tagesoberfläche. In der Bergmannssprache wird die Öffnung als Mundloch oder auch als Stollenmundloch bezeichnet. Durch das Mundloch und dem Stützbogen der bergmännischen Stollenausmauerungen und die um den Stolleneingang gesteckten Fackeln inspiriert, schmiedete der Bergschmied Johannes Teller den ersten Schwibbogen. Dieser war mit richtigen Kerzen bestückt. Es wird vermutet, dass aus dem Wort Schwebebogen später Schwibbogen wurde.
Abgebildet waren Grubenarbeiter mit ihren schweren bergmännischen Werkzeugen und dem brennenden Geleuchte. Nach alter Tradition trafen sich die Bergleute an Jahresende um ihren Zechenheiligabend zu begehen. Fröhlich, in besinnlicher Runde, feierten sie den Mettenstich.
Nach und nach fertigte man die Schwibbögen nicht mehr nur aus Eisen, sondern zunehmend aus Sperrholz an. Heutzutage werden die echten Kerzen größtenteils durch elektrische Kerzen oder LEDs ersetzt.
Eva Maria Wiegand
Autor: emwEine große Geste an die Kurstadt Bad Frankenhausen.
So einige Theorie kommen zum Vorschein, wenn die Rede von einem Schwibbogen ist. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit leuchten unzählige Schwibbögen an den Fenstern der Häuser, in Wohnzimmern oder im Freien. Der Lichterbogen ist nicht, wie häufig irrtümlich vermutet, der Himmelsbogen. Seinen Ursprung hat der Schwibbogen im Bergbau.
Der Eingang eines jeden Stollens liegt an der Tagesoberfläche. In der Bergmannssprache wird die Öffnung als Mundloch oder auch als Stollenmundloch bezeichnet. Durch das Mundloch und dem Stützbogen der bergmännischen Stollenausmauerungen und die um den Stolleneingang gesteckten Fackeln inspiriert, schmiedete der Bergschmied Johannes Teller den ersten Schwibbogen. Dieser war mit richtigen Kerzen bestückt. Es wird vermutet, dass aus dem Wort Schwebebogen später Schwibbogen wurde.
Abgebildet waren Grubenarbeiter mit ihren schweren bergmännischen Werkzeugen und dem brennenden Geleuchte. Nach alter Tradition trafen sich die Bergleute an Jahresende um ihren Zechenheiligabend zu begehen. Fröhlich, in besinnlicher Runde, feierten sie den Mettenstich.
Nach und nach fertigte man die Schwibbögen nicht mehr nur aus Eisen, sondern zunehmend aus Sperrholz an. Heutzutage werden die echten Kerzen größtenteils durch elektrische Kerzen oder LEDs ersetzt.
Eva Maria Wiegand


