eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 11:20 Uhr
28.12.2020
IG BAU warnt vor Mangel an Seniorenwohnungen

Reicht der Wohnraum für die Alten?

Im Kyffhäuserkreis könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 22.000 anwachsen. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 37 Prozent (2017: 27 Prozent). Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen…

Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine Demografie-Prognose des CIMA Instituts für Regionalwirtschaft – und fordert mehr Anstrengungen bei der Schaffung seniorengerechter Wohnungen: „Lift statt Treppe, breitere Türen für Rollator und Rollstuhl, barrierefreie Duschen – nur ein kleiner Teil der Wohnungen im Landkreis ist für die rasant wachsende Generation Ü65 geeignet. Das muss sich ändern“, sagt Harald Buntfuß.

Anzeige symplr (1)
Der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Nordthüringen spricht von einer „demografischen Notwendigkeit“. Es müssten nicht nur zusätzliche Seniorenwohnungen neu gebaut werden. Auch bei der altersgerechten Sanierung bestehender Wohnungen sei der Nachholbedarf groß. „Wenn die Rentner-Generation nicht stärker berücksichtigt wird, droht vielerorts schon in einigen Jahren eine graue Wohnungsnot“, betont Buntfuß. Dieses Problem werde bereits jetzt durch die Corona-Pandemie verschärft, weil gerade ältere Menschen einen Großteil des Tages zuhause verbringen müssten.

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) biete mit ihrem Programm „Altersgerecht Umbauen“ zwar Zuschüsse und Kredite. Das Fördervolumen von 150 Millionen Euro in diesem Jahr reiche aber nicht aus, kritisiert die IG BAU. Der Bund müsse die Förderung mindestens verdoppeln, um das Senioren-Wohnen voranzubringen. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus: Laut Haushaltsplan stehen für die altersgerechten Sanierung im nächsten Jahr nur noch 130 Millionen Euro zur Verfügung.

Am Ende stehe die Lebensqualität Tausender Menschen im Kreis Nordhausen auf dem Spiel. „Es kann nicht sein, dass ein Rentner nur deshalb ins teure Pflegeheim muss, weil eine ambulante Betreuung an der seniorengerechten Ausstattung der eigenen Wohnung scheitert“, macht Buntfuß deutlich.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Örzi
28.12.2020, 19:17 Uhr
Wat mutt, dat mutt
Ich mache schon mal Platz und ziehe unter die Brücke.
Maerzmorgen
29.12.2020, 10:54 Uhr
Seniorengerechte Wohnungen
sind nicht für die Miete auf dem Wohnungsmarkt verfügbar, den das Sozialamt zahlt.

Warum wird das eigentlich im Artikel nicht erwähnt? Zählen arme Rentner nicht, die in unwürdigen engen Behausungen hocken müssen, weil die Ämter keine höhere Miete zahlen?

Der Artikel beschreibt mal wieder nur die Situation von Rentnern, die noch einigermaßen Rente bekommen. Diese werden aber immer weniger.

Anm. d. Red.: Gekürzt, gehört nicht zum Thema
Quallensammler
29.12.2020, 13:12 Uhr
IG Bau als Mahner der Rentner?
Wohl nicht ganz uneigennützig. Aber ja, bei Neubauten und umfassenden Sanierungen sollten mehr Eigentümer den Blick auf die Bedürfnisse im Alter richten.

Senioren blicken in der Regel auf 45 Jahre mehr oder weniger arbeitsreiches Leben zurück. Viel Zeit, um zu planen. Viel Zeit, um Geld zu sparen. Viel Zeit, um beim Bau oder der Modernisierung der eigenen Immobilie die barrierefreie Ausführung zu integrieren. Und ja, da bleibt auch bei Menschen mit nicht so hohem Einkommen etwas hängen und für den Spaß im Leben übrig. Wer vorsorgen möchte, findet einen Weg.

Zudem ist nicht jeder Mensch mit Eintritt des Rentnenalters pflegebedürftig, so dass sich selbst im Alter noch Chancen bieten, für den letzten Lebensabschnitt gut zu sorgen. Manche schaffen das aus eigener Kraft, andere benötigen Unterstützung. Kinder haben auch so ihre Vorteile...

"Vater Staat" unterstützt, wenn nötig. Die Angebote der KfW finde ich z. B. sehr hilfreich. Das gute alte Bausparen hat noch immer Argumente, oder ein Fondssparplan, oder die monatlichen Überhänge ansparen, oder...

Mehrgenerationenhäuser, betreutes Wohnen, Umzug in für die ältere Generation geschaffenen Anlagen, Seniorenresidenzen...alternative Angebote zum Umbau der eigenen Immobilie gibt es. Ein Pflegeheim ist nichts für rüstige bzw. mit Unterstützung möglichst lange eigenständig leben wollende Senioren.

Wer an sein Alter denkt und sich darauf vorbereitet, wird davon profitieren. Wer sein Geld im Leben sorglos und fröhlich verjubelt hat, bekommt im Alter eben "nur" den Standard, den er sich leisten kann bzw. den die Solidargemeinschaft austeilt. Wie immer im Leben...
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)