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Mi, 14:15 Uhr
06.01.2021
Leukämie- und Lymphom- Hilfe in Thüringen und Franken (LLTF)

Neuer Verein als Anlaufstelle gegründet

Rund eine halbe Million Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Krebs. In etwa 14.000 Fällen lautet die Diagnose Leukämie. Krebs-Selbsthilfegruppen sind nach der Akutbehandlung häufig erste und wichtige Anlaufstellen für Patienten...

Seit September gibt es nun auch eine solche Anlaufstelle für ganz Thüringen und Franken, die Leukämie- und Lymphom-Hilfe in Thüringen und Franken e. V. (LLTF). Der Verein geht zurück auf die Leukämie-Selbsthilfegruppe Südthüringen, die ihrerseits 2017 als Leukämie-Selbsthilfegruppe Sonneberg ins Leben gerufen worden war. Nach einer stufenweisen Erweiterung des Aktionsradius auf zwischenzeitlich 16 Städte und Landkreise in Südthüringen agiert der Verein von der Geschäftsstelle in Sonneberg aus nun in ganz Thüringen und über die Landesgrenzen hinaus auch im benachbarten Ober- und Unterfranken.

Die Mitgliedschaft steht allen an Leukämie oder einem Lymphom-Erkrankten und deren Angehörigen sowie Stammzellenspendern und Förderern offen. Vereinszweck sind vor allem Beratungen sowie Gespräche mit neu Betroffenen, deren Angehörigen und Mitgliedern, welche die Krankheit aus eigener Erfahrung kennen. Dazu gehören auch praxisnahe Ratschläge sowie Hilfestellung etwa bei Behördengängen und Anträgen. Besonderes Augenmerk wird auf die Betreuung und Beratung der Angehörigen gelegt, da hierfür besonders häufig Bedarf bestehe. Beratungen finden persönlich, auch vor Ort, telefonisch oder per E-Mail statt. Zahlreiche Informationsmaterialien sind kostenfrei erhältlich.

Zusätzliche Gruppentreffen finden an jedem dritten Donnerstag im Monat um 18 Uhr wechselweise an verschiedenen Orten im gesamten Betreuungsgebiet statt. Regelmäßig bieten fachkundige Referenten dabei Vorträge zu verschiedenen Themen, zum Beispiel zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht an. Auch gemeinsame Unternehmungen stehen auf dem Programm. Termine und Orte sind von der Zuarbeit der Mitglieder vor Ort abhängig. Sie werden im Internet veröffentlicht und laufend aktualisiert.

Um im gesamten Betreuungsbereich möglichst bald und gut vertreten zu sein, bittet der Verein insbesondere Betroffene, welche die Krankheit bereits hinter sich haben, im Bedarfsfall neu Erkrankten aus der Umgebung eigene Erfahrungen weiterzugeben. Einarbeitung und Unterstützung erfolgt durch erfahrene Mitglieder. „Aus dem Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit Gleichbetroffenen können Patienten Mut und Zuversicht schöpfen“, heißt es etwa in einer Mitteilung der Deutschen Krebshilfe. Diese Einschätzung teilt auch LLTF-Vorsitzender Gerhard Sittig. Oft helfe ein Gespräch in der Gruppe, wieder neuen Mut zu finden. Sittig: „Betroffene, deren Krankheit schon eine Weile zurückliegt und die wieder mitten im Leben stehen, sind doch der beste Beweis, dass Leukämie geheilt werden kann.“


Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann das auf folgenden Wegen tun:

E-Mail: mail@lltf.de
Internet: www.lltf.de
Telefon Geschäftsstelle (03675) 759 513 5
Mobil: (0152) 317 021 53.


Weitere Informationen erteilt Kathrin Wolff, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen im Landratsamt Nordhausen unter 03631 911 5402 bzw. gesundheitsfoerderung@lrandh.thueringen.de.
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