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Do, 19:42 Uhr
14.01.2021
THC in der Bundesliga

Es wird nicht leicht THC muss punkten

Am Samstag geht es 19 Uhr für den Thüringer HC in der Ense-Halle Bad Wildungen mit dem letzten Spieltag in der Bundesliga-Hinrunde weiter. Bedingt durch zahlreiche Spielausfälle und Spielverlegungen gibt in diesem Jahr keine abschließende Halbzeittabelle...

Der THC selbst bestreitet noch sein Nachholspiel des 12. Spieltages am 27. Januar bei der Neckarsulmer Sport Union.

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Nach den gestern Abend vorgezogenen bzw. nachgeholten Spielen liegt der Thüringer HC nur noch auf Platz sieben der Tabelle und nach Minuspunkten ist er sogar Achter hinter Blomberg-Lippe, Neckarsulm oder Bayer 04 Leverkusen, Mannschaften, die der THC in den letzten Jahren allesamt stets klar hinter sich gelassen hatte.

Rückblick:
Herbert Müller war mit dem Auftreten seiner Mannschaft im Spiel gegen einen der Favoriten für den EHF European League-Titel, Astrachanotschka (RUS) nicht unzufrieden. Für den Trainer stand bereits vorher fest: „Der THC ist in der Gruppe C der European League nur krasser Außenseiter.“ Sowohl CS Minaur Baia Mare, aktuell zweiter der rumänischen Liga, Storhamar Handball Elite (Zweiter der norwegischen Liga) als auch die Russinnen von Astrachan (Vierter der russischen Superliga), sind eine Klasse stärker einzustufen. „Der Thüringer HC will aus einer wohltuenden Außenseiterrolle vor allem in den Heimspielen seine Stärken zeigen und das war im Spiel gegen die Russinnen zu sehen. Am Ende fiel die Niederlage zu hoch aus.

Beim 20:21 hat es die Mannschaft über Minuten versäumt, den Ausgleich zu erzielen und dem Gegner so Druck zu machen.“, sagt Herbert Müller. Er haderte vor allem mit der Schwäche in der Crunch Time, wie auch mit dem Start in die zweite Halbzeit. Sonst war das eine deutliche Steigerung gegenüber dem Bensheim-Spiel mit einer starken Abwehrleistung und einer gut haltenden Petra Blazek, die dieses Mal den Vorzug vor Marie Skurtveit Davidsen erhielt. Auf diese Leistung gilt es aufzubauen und um mehr Konstanz zu ringen und damit enge Phasen gegen höhere Kaliber für sich zu entscheiden.

Zum Spiel:
Mit der HSG Bad Wildungen Vipers trifft der Thüringer HC im kommenden Auswärtsspiel auf einen sehr ehrgeizigen Gegner, der aktuell nichts mit dem Kampf gegen den Abstieg zu tun hat. Bad Wildungen rangiert derzeit auf Tabellenplatz 11 mit 12 Pluspunkten. Gegen die „Abstiegskandidaten“ wurden die Spiele gewonnen, auch gegen die HSG Bensheim/Auerbach und den Buxtehuder HC konnten die Vipers Siege feiern. Der THC reist in seiner jetzigen Verfassung nicht als Favorit nach Hessen. „Trotzdem will die Mannschaft den Sieg. Wir müssen wieder unser 'Siegergen' aktivieren und durch harte Arbeit mehr Sicherheit und Konstanz ins Spiel bringen, Punkte sammeln!“, sagt Herbert Müller zu der Aufgabe, ohne gleichzeitig zu betonen, „Wir wissen, das wird nicht leicht.“

Die nächsten drei Spiele sind wichtig, um sich zu stabilisieren. Gegen Bad Wildungen, den 1. FSV Mainz 05 und die Neckarsulmer Sport-Union müssen Siege her. Bad Wildungen hat sich unter Tessa Bremmer zu einer soliden Bundesligamannschaft entwickelt, die mit jedem Gegner mithalten kann. Im Kader stehen gestandene Bundesligaspielerinnen. Stabilität verleiht der Mannschaft die eingespielte Achse Tor Rückraum Mitte Kreis.

Die Vipers haben einen sehr torgefährlichen Rückraum mit der Niederländerin Maxime Struijs auf der Spielmacherposition und im linken Rückraum, die derzeit 4. in der Scorerliste der HBF mit 80 Toren ist. Die jungen Jana Scheib, spielt für die Vipers im rechten Rückraum, konnte bereits 73 Bundesligatreffer erzielen (Platz 7 der HBF). Stark an Kreis spielt Annika Ingenpaß, die wir von Metzingen her gut kennen und im Tor verlässt sich die Mannschaft auf die Schweizer Nationaltorhüterin Manuela Brütsch. Mit Marieke Blase gibt es in Bad Wildungen ein freudiges Wiedersehen. Für den Thüringer HC wird es darauf ankommen, eine ähnlich gute Abwehr wie gegen Astrachan zu stellen, um die Würfe der starken Rückraumschützinnen der Vipers frühzeitig zu verhindern oder rechtzeitig zu blocken.

Zum Kader:
Nach dem EHF European League-Spiel gibt es mit Arwen Rühl, die sich eine Rückenprellung zugezogen hat, mit Josefine Huber und Ina Großmann, die diese Woche noch nicht trainieren konnten, angeschlagene Spielerinnen. Arwen wird definitiv nicht spielen können, hinter den anderen zwei stehen noch große Fragezeichen. Die langzeitverletzten Meike Schmelzer und Ines Khoildi, die letzte Woche noch einmal am Knie operiert werden musste, fallen weiterhin aus.
HaJo Steinbach
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