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Mi, 15:18 Uhr
10.03.2021
AfD-Abgeordneter Cotta über Chaos in Schulen und Verwaltung

Vom Wechselunterricht, der nicht so heißen darf

"Das Bildungschaos nimmt in Thüringen weiter seinen Lauf. Tausende Kinder dürfen in Thüringen noch immer nicht, andere schon wieder nicht mehr in die Schule gehen."Dies meint zumindest der AfD-Landtagsabgeordnete Jens Cotta und greift das Landratsamt scharf an...

Diesem Chaos möchte sich natürlich auch der Kyffhäuserkreis nicht verschließen und versucht dem Wirrwarr die Krone aufzusetzen. Galt bis gestern noch (Zitat): „Ab Donnerstag findet wieder ein geregelter Schulunterricht für die Klassenstufen 1 - 6 statt.“, gilt heute (Zitat): „Der Kyffhäuserkreis… öffnet damit die Kindertageseinrichungen und Kindertagespflege, sowie den Unterricht in den Klassenstufen 1 bis 6 unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern in festen Lerngruppen...“Während die Eltern und viele Lehrer beim Wort „geregelt“ normalen Unterricht erwarteten, wurde die Allgemeinverfügung heute um die Worte „in festen Lerngruppen“ ergänzt.

Nun wissen wir, dass Bildungsminister Holter den Wechselunterricht ablehnt, deshalb nennt man im Landratsamt diesen Modus jetzt „feste Lerngruppe“, was letztendlich auf dasselbe Lernmodell hinausläuft. Damit sich wirklich niemand vorbereiten kann, beginnen wir mit diesem Modell schon morgen. Dass Eltern eventuell ihr Arbeitsumfeld organisieren müssen, scheint im Amt fern jeder Vorstellungkraft.

avon abgesehen hätte man sich die Belegungszahlen der Notbetreuung geben lassen sollen. In manchen Klassen waren über 75 Prozent der Schüler trotz geschlossener Schulen in der Beaufsichtigung - nur ein Unterricht hat eben nicht stattgefunden. Jetzt soll die Hälfte der Schüler „geregelt“ kommen und trotzdem eine Notbetreuung für die Schüler stattfinden, die eben gerade nicht Teil der Lerngruppe sind. Wie die Rektoren das bezüglich des Lehr- bzw. Erziehungspersonals und der verfügbaren Räumlichkeiten organisieren sollen, wird ein Geheimnis des Landratsamtes bleiben.

Und noch ein Schmankerl aus der realen Welt: die Kinder in der „festen Lerngruppe“, die danach noch in der Notbetreuung sind, können an der Mittagspeisung teilnehmen. Die Schüler, die „nur“ am Wechselunterricht teilnehmen, müssen Mittag hungrig nach Hause gehen.

Das haben Sie nicht verstanden? Gut, dann hier die Langform dieses Irrsinns: früh treffen sich alle Kinder einer Klassenstufe in einem Raum, deren Eltern schon 6-7 Uhr mit der Arbeit beginnen, zur Betreuung. Dann beginnt der Wechselunterricht, was heißt, dass die Hälfte dieser Kinder in eine Klasse kommt, während die andere Hälfte weiterhin „notbetreut“ wird. In der Klasse treffen die Teilnehmer des Wechselunterrichts auf die Kinder, die nicht an der Notbetreuung teilnehmen. Nach dem Unterricht müssen die Kinder, die nicht an der Notbetreuung teilnehmen ohne Mittagessen nach Hause, während die „notbetreuten Wechselunterrichtskinder“ jetzt die Schulspeisung einnehmen dürfen, um dort wieder auf die Kinder zu treffen, die ausschließlich notbetreut wurden.

Sollten Sie bei diesen Ausführungen vergessen haben, warum wir das machen, gibt es hier noch die Antwort: Kontaktreduzierung! Selbst wenn die Inzidenz wieder über irgendeinen willkürlich festgelegten Wert steigt, das Gesundheitswesen hat bewiesen, dass es damit umgehen kann. Man kann nur wiederholen: öffnet die Schulen, hier findet kein Infektionsgeschehen statt. Gebt den Kindern ihren Schulalltag, ihre Bildungschancen und ihr Sozialleben zurück!
Jens Cotta
Autor: red

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Kommentare
dergerechte
11.03.2021, 09:42 Uhr
Leider die komplette Wahrheit!
Wir werden weiterhin auf das Gröbste veralbert! Denen "da oben" ist es völlig egal, was mit unseren Kindern passiert. Alle absolut weltfremd! Leute, lasst uns das endlich beenden!
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