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So, 07:30 Uhr
14.03.2021
Viel zu wenig Niederschlag

Trockenheit im Erdboden hält an

Verbreitet herrscht weiterhin Trockenheit. Dies mag man aufgrund der zurückliegenden Monate allerdings kaum glauben. Warum es aber viel zu wenig geregnet hat und wie es „im Boden“ aussieht, erklärt Meteorologe Björn Goldhausen...



Trockenheit bleibt Dauerbrenner
Hochwasser, Dauerregen und Schneemassen sind die Wetterthemen, die uns in den letzten Wochen präsent gewesen sind. So mag es überraschend sein, dass das Thema „Trockenheit“ weiter an Brisanz zunimmt. „Regenmengen mit etwas mehr als 100 Prozent dessen was im Winter üblich ist, kamen im zurückliegenden Winter und 84 Prozent im Herbst des letzten Jahres zusammen. Unterm Strich war die Zeit demnach von September bis Februar im Landesmittel also mit 90 % der Regenmenge etwas trockener als im Durchschnitt.

Im ersten Moment erscheint das gar nicht so wenig bis ausreichend Niederschlag zu sein. Aber der Schein trügt. Der Erdboden gibt Auskunft über die tatsächliche Trockenheit“, erklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline.

Trockene Böden
Goldhausen: „Wenn man sich die Oberböden bis 25 Zentimeter Tiefe ansieht, zeigt sich, dass sie fast im ganzen Land - zumindest was das Mittel anbetrifft - ausreichend nass sind. Wenn wir aber den ganzen Boden von den obersten Schichten bis weit runter untersuchen, dann sieht das Ganze in der Tat anders aus. Denn vor allen Dingen in den tieferen Schichten bis 1,8 Meter Tiefe ist es im Vergleich zum langjährigen Mittel deutlich trockener als im Schnitt.“ Besonders in der Nordhälfte herrscht im Unterboden verbreitet immer noch eine schwere bis außergewöhnliche Trockenheit.



Was ist zu erwarten?
Eine Aussage darüber, wie es in Punkto Trockenheit im Frühling und Sommer weitergeht, sind unter Zuhilfenahme von Langfrist-Wettermodellen nur vage zu treffen. Der Meteorologe erläutert: „Das europäische Modell gibt bis Mai eher durchschnittliche Mengen an. Den Juni zeigt es deutlich trockener. Ähnlich sieht es auch das amerikanische Modell. Dort folgt einem durchschnittlich nassen Frühling ein trockenerer Frühsommer und Sommer.“

Schlechte Voraussetzungen für 2021
„Viel kann man aus solchen modellierten Prognosen natürlich nicht ableiten, da genau diese zuletzt häufig daneben lagen“, schränkt der Pressesprecher ein. Eines ist ihm aber sicher: „Auch im Jahr 2021 starten wir mit eher schlechten Voraussetzungen ins Sommerhalbjahr, in dem die Trockenheit naturgemäß auch viel schneller sichtbar wird. Betrachtet man rein die Jahressummen der Niederschläge der Jahre 2018 bis 2020, so war es mit 75 bis 94 Prozent zwar trockener als im Schnitt, jedoch abgesehen von 2018 eigentlich gar nicht viel. Wenn man aber die Sommer und Winterhalbjahre einzeln betrachtet, wird schnell klar, wo das Problem liegt. In allen drei Jahren war es in der Zeit von Ende März bis Ende September mit 61 bis 78 Prozent der durchschnittlichen Regensumme viel trockener als im Mittel.“

Bleibt auf ein nasses Frühjahr und einen nassen Sommer zu hoffen, damit sich die Trockenheit der letzten Jahre nicht ungehindert fortsetzen wird.
Autor: red

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Kommentare
Örzi
14.03.2021, 12:15 Uhr
So viel Schnee wie lange nicht,
so viel Regen wie lange nicht. Aber so trocken wie lange nicht? Muss ja sein, sonst verliert man ja den Glauben an den Weltuntergang. Keine Angst, Herr Panik, alsbald überfluten die Meere ja weite Teile des Landes. Dann wird es schon wieder ein wenig feuchter. Bis dahin empfehle ich ihnen am kommenden Freitag, zum "Weltklimatag" (was ist das eigentlich?) mit den Kindlein für eine CO²-freie Welt zu hüpfen.
Zebra
14.03.2021, 14:29 Uhr
Ach klar,
hatte ich ja völlig vergessen. Die Meteorologen
planen die große Verschwörung gegen die Menschheit. In Wirklichkeit ist der Boden in größerer Tiefe so feucht das man beim Graben im Garten aufpassen muss, nicht zu versinken...
Kama99
14.03.2021, 15:43 Uhr
Sofort....
eine Bodentrockenheitssteuer einführen.
Leser X
14.03.2021, 16:03 Uhr
Örzi
Ihr Kommentar strotzt nur so von Unwissen. Es ist ja nicht schlimm, sich bei einem Thema nicht so auszukennen. Aber muss man dann auch unbedingt mitreden? Allen Fachleuten und sonstigen Mitmenschen, die sich auf diesem Gebiet Wissen angeeignet haben, kräuseln sich bei Ihren Worten mehr als nur die Nackenhaare.
H.Freidenker
14.03.2021, 16:34 Uhr
Der Wetterdienst des mdr
beziffert die Durchfeuchtung des Bodens mit einer Tiefe von etwa 160 cm. Weiterhin wird vermerkt, dass große Defizite der vergangenen Jahre aufgeglichen werden konnten.
Ob das gut oder schlecht ist, das kann nun jeder für sich beurteilen!
NDH80
14.03.2021, 17:37 Uhr
Furztrocken
Also bei mir im Garten ist der Boden trotz der enormen Schneemenge und Regen doch noch recht trocken.
Örzi
14.03.2021, 18:16 Uhr
Leser X
Deshalb habe ich es ja geschrieben.
Betriebsrat
14.03.2021, 20:13 Uhr
Tja, Leser X,
Aber das was Sie Örzi vorwerfen, trifft für Sie selbst auch zu.
Sonst hätten Sie ja Gegenargumente statt Wischi - Waschi Geschwätz geliefert.
Dummschwätzer gibt's hier genug.
Also konstruktiv oder einfach mal still sein.
geloescht.20250302
14.03.2021, 20:58 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
grobschmied56
14.03.2021, 21:51 Uhr
Der stammt noch...
... aus DDR-Zeiten: Was ist Planung?
- in einem finsteren Raum eine schwarze Katze suchen.
Was ist Perspektivplanung?
- im finsteren Raum die schwarze Katze suchen, nur ist gar keine drin.
Was ist Prognoseplanung? Konstellation wie vor, nur ruft man jetzt - ICH HAB' SIE!
Mal im Ernst, in den letzten 50 Jahren haben mir alle möglichen Propheten alle möglichen Kinder in den Bauch reden wollen. Mein Vorteil - ein ganz gutes Gedächtnis.
Angefangen beim 'Club of Rome', der in den 70'ern düstere Zukunftsvisionen auf die Leute loslies.
Nach dessen Vorhersagen hätten die meisten wichtigen Rohstoffe schon vor 20 oder mehr Jahren erschöpft sein müssen.

Dann kamen 'Waldsterben' und 'Ozonloch'.
Der Spiegel kam mit einem dramatischen Titelblatt vom Kölner Dom im Jahr 2020, der als einsame Klippe grad noch ein Stück aus dem Meer ragte.
Kann man alles heute noch nachgoogeln und nachschlagen - das Internet vergißt nichts- manchmal ganz gut.

Was den Anstieg des Meeresspiegels betrifft, der angeblich immer mehr sich beschleunigt, so verlasse ich mich nicht auf die Schreiberlinge unserer Qualitätsmedien sondern eher auf das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie. Dieses weist einen Anstieg im letzten Jahrhundert um ca. 20 cm aus, also ca 2 mm pro Jahr.
Das tut es aber schon länger und in früheren Zeiten muß der Anstieg teilweise rasanter erfolgt sein. Am Ende der letzten Kaltzeit vor etwa 12 000 Jahren lag der Meeresspiegel etwa 120 Meter unter dem heutigen NN.
(die kleine Rechenaufgabe für zwischendurch!)
Ob unter unseren Füßen tatsächlich eine so entsetzliche Trockenheit herrscht, daß wir alle dem Untergang geweiht sind, werden die nächsten Jahre zeigen.
Da ich, wie schon mehrmals angemerkt die meisten Weltuntergänge bisher überlebt habe, bin ich auch diesmal vorsichtig zuversichtlich.

Im übrigen bin ich der Meinung, daß man unsere Regierigen mehrheitlich getrost durch Hutständer ersetzen könnte. Die würden zwar nichts tun, aber eben auch nichts falsches und wären auf Dauer sehr viel kostengünstiger.
Bodo Schwarzberg
14.03.2021, 23:25 Uhr
Trockenheit mit gravierenden Auswirkungen
Der Beitrag sagt leider nur wenig über die geografische Verteilung der Niederschläge in Deutschland, über die von Klimaforschern berechneten Trends und über die Auswirkungen der Trockenheit aus.

Die im "Jahrhundertdürrejahr" 2018 trockensten Messstellen in Deutschland lagen in Mitteldeutschland, und die Auswirkung der Dürre waren und sind so gravierend, dass große Teile der Fichtenbestände im Harz, auch natürlich dank jahrzehntelang rein auf Profit gebürsteter Forstwirtschaft, von Ips typogravus, dem Fichten-Borkenkäfer oder Buchdrucker, befallen wurden und abstarben und weiter absterben. In einigen Gebieten, so im Raum Sangerhausen, wurde 2018 das Trinkwasser knapp.

Rund um den Brocken steht kaum noch eine ältere, lebende Fichte und auf den 7 km zwischen Konigshütte und Trautenstein sieht man einen einzigen großen Kahlschlag.

Wer sicn bein uns im Landkreis umschaut, sieht zahlreiche Rot-Buchen bereits schwer geschädigt, abgestorben oder absterbend.

In kürzseter Zeit gab es auch bei zahlreichen Beständen von schon zuvor bedrohten, feuchteliebenden krautigen Pflanzen im Landkreis bedenkliche Rückgänge.

Z.B. für Mitteldeutschland und hier speziell für das Mitteldeutsche Trockengebiet im Regenschatten des Harzes mit sowie schon wenigen Niederschlägen von oft unter 500 mm, sagen Klimaforscher eine weitere Verschärfung voraus. Von den letzten zehn Aprils waren neun viel zu trocken und zu sonnig, was verheerend für den Beginn der Hauptvegetationszeit ist.

Die vermuteten Trends, die sich leider zu bestätigen scheinen, werden uns noch einige Probleme bereiten. Die regional ausgesprochen trockenen Sommer 2018 und 2019 könnten demnach immer mehr zur Regel, statt zur Ausnahme werden.

Die Jahresniederschläge sollen in etwa gleich bleiben, aber ausgerechnet während der Vegetationsperiode sollen sie abnehmen und im Winterhalbjahr umso stärker ausfallen. Leider scheint sich dies zunehmend zu bestätigen, wobei die siginifikant ansteigenden Sommertemperaturen mit immer mehr Tropentagen zu einer Art Turbo für die grassierende Trockenheit werden. - Wir wir das hier bei uns in den Sommern 2018 und 2019 leider nur zu gut beobachten konnten und in unseren Wäldern bis heute sehen.
Honsteiner
15.03.2021, 08:11 Uhr
Trockenheit hält an - ich schmeiß mich weg
Überlasst die Bewertung der Böden bitte den Bauern. Es ist nicht mehr erträglich, wie man ständig irgendwelche Szenario uns in das Hirn spielen möchte.
Das Klima ändert sich seit Millionen von Jahren. Es gibt kein beständiges Klima oder Wetter.
Man hat schon das Gefühl, dass unsere Kinder in der Schule die Entstehung des Wetters und den astronomischen Einfluss nicht mehr erlernen. Stattdessen werden einseitige Wetternachrichten veröffentlicht, welche die Menschen - wie in einer Sekte - in Angst und Schrecken versetzt. Mädchen mit Zöpfen übernehmen das Zepter und machen unsere Kinder verrückt. Wo Bildung versagt ist Platz für Spinner und Weltverschwörer.
diskobolos
15.03.2021, 10:22 Uhr
Machen wir so weiter!
Man kann niemanden zwingen den Klimawandel zur Kenntnis zu nehmen. Wer nur noch 20 Jahre Lebenserwartung hat, kann ja auch den Kopf in den Sand stecken. Es hat auch lange gedauert bis die Kirche engesehen hat, dass die Erde als Kugel ist.
Vielleicht rettet uns ja auch die nächste Eiszeit in 10 000 Jahren? Oh Mann!
Die für für die Erdgeschichte rasante Erwärmung kann jeder sehen, der mit offenen Augen in den Harz fährt oder sich Gletscher in den Alpen ansieht und sich von Einheimischen mal Bilder von früher zeigen lässt. Unseren Enkeln kann man davon nur noch erzählen.
Na und? Wozu braucht man schon Gletscher? Aber wenn ein großer Teil der Erde nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden kann? Was wird dann passieren? Kann sich jeder selbst überlegen.
Lässt sich das noch aufhalten? Wohl kaum, wenn man sich mit dem Thema Permafrostboden beschäftigt.
Machen wir also so weiter wie bisher und verbrauchen soviel Umwelt, wie wir kriegen können. Bevor es ungemütlich wird, sind wir längst tot. Unsere Urenkel können ja dann sehen, wo sie bleiben
A.kriecher
15.03.2021, 12:02 Uhr
@diskobolus
Sie haben es schon richtig erkannt, dass Problem haben die Enkelchen. Was sie aber nicht erkannt haben und das ist die eigentliche Ursache, der Enkel hätte dieses Problem nicht.
diskobolos
15.03.2021, 13:36 Uhr
Ich bin neugierig
Sie kennen also die "eigentliche Ursache"? Und wenn ja, dann Ursache wofür.
grobschmied56
16.03.2021, 22:49 Uhr
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