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Di, 15:42 Uhr
23.03.2021
Zeitumstellung und Corona rauben Deutschen den Schlaf

Mehr Menschen leiden unter Dreh an der Uhr

Aktuell dominieren Corona-Themen rund um Inzidenzwerte, Impfausfälle und Selbsttests den Alltag der Deutschen. Dass sich dies auch auf das Schlafverhalten auswirkt, zeigt eine forsa-Umfrage der KKH Kaufmännische Krankenkasse. So berichtet aktuell jeder fünfte Befragte von Schlafproblemen, die er auf die Corona-Krise zurückführt...


Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren leiden sogar noch mehr unter diesem Problem als Befragte ohne oder mit älteren Kindern: So geben rund 30 Prozent der befragten Eltern mit kleinen Kindern an, dass ihnen die Pandemie den Schlaf raubt. Noch größere Schlafräuber für die Eltern sind allerdings berufliche und private Sorgen mit 53 beziehungsweise 44 Prozent.

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Der stressbedingte Schlafentzug hat außerdem zugenommen: 2019 äußerten nur 41 Prozent der Mütter und Väter mit kleinen Kindern wegen beruflichem Stress schlechter schlafen zu können. Hier dürfte sich das Corona-Jahr mit Homeschooling und Kinderbetreuung und den damit verbundenen Auswirkungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bemerkbar machen. Ebenso hat sicherlich auch die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes für die pandemiebedingten Schlafprobleme gesorgt.

Jeder Zweite leidet unter der Zeitumstellung
Am kommenden Wochenende kommt nun eine weitere Herausforderung für den Schlafrhythmus hinzu: die Zeitumstellung. Eigentlich sollte sie in diesem Jahr längst abgeschafft werden, doch wegen der Corona-Pandemie wurden die Pläne dafür erst einmal zurückgestellt. So wird am Wochenende erneut an der Uhr gedreht und die Nacht um eine Stunde verkürzt. Das hat für immer mehr Menschen negative Auswirkungen, so das Ergebnis der aktuellen Umfrage im Vergleich zu früheren Befragungen. Inzwischen berichtet jeder dritte Umfrageteilnehmer von Problemen, morgens in den Tagen nach der Zeitumstellung aufzustehen.

Im Jahr 2016 war es nur jeder vierte Deutsche, der deswegen schwer aus dem Bett kam. Aber auch Gereiztheit und Müdigkeit am Tag sowie Einschlafprobleme am Abend haben im Verlauf der Jahre bei den Befragten zugenommen. Insgesamt spürt inzwischen jeder Zweite durch die Zeitumstellung negative Auswirkungen auf sein Schlafverhalten und Wohlempfinden. Bei Frauen treten diese Probleme durch den Dreh an der Uhr deutlich häufiger auf.

Corona-Effekt? Spazierengehen beste Methode für geruhsame Nächte
Allerdings glaubt in diesem Jahr immerhin jeder fünfte Umfrageteilnehmer, der in den Vorjahren unter der Zeitumstellung gelitten hat, in diesem Jahr besser mit dem Zeitenwechsel zurechtzukommen, weil zum Beispiel aufgrund flexiblerer Arbeitszeiten längeres Schlafen möglich ist. Dies gilt vor allem für die jüngere Altersgruppe: Hier rechnen sogar 30 Prozent der 18- bis 29-Jährigen mit einer besseren Reaktion des Körpers als sonst. Als Strategie gegen die Müdigkeit in den Tagen nach dem Uhrendreh ist im Corona-Jahr vor allem eins ins Bewusstsein der Deutschen gerückt: Bewegung an der frischen Luft. Das vermehrte Spazierengehen der Deutschen ist für 45 Prozent der Befragten inzwischen das beliebteste Mittel für eine geruhsame Nacht.

In den Jahren zuvor kam Bewegung nur für jeden dritten Befragten in Frage, um die Auswirkungen der Zeitumstellung zu kompensieren. Hier war vor allem die langsame Anpassung der Schlaf- und Essenszeiten die am meisten verbreitete Methode, um die innere Uhr wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der Konsum koffeinhaltiger Getränke ist dagegen im Vergleich zu den Vorjahren gesunken: Während 2016 noch jeder Vierte seine Müdigkeit mit einer Tasse Kaffee oder einem Energiegetränk bekämpfte, ist dies aktuell nur noch für 18 Prozent eine geeignete Möglichkeit, wach und fit zu werden.

Überwiegende Mehrheit glaubt an positive Effekte durch Abschaffung
Auch wenn die Zeitumstellung in diesem Jahr noch einmal ansteht, erhofft sich die überwiegende Mehrheit der Befragten, die Probleme mit dem Zeitenwechsel haben, positive Auswirkungen durch eine Abschaffung. Während 2019 noch mehr Frauen glaubten, dass sich die Umsetzung der EU-Pläne positiv auf ihren Biorhythmus auswirken würde, ist das Geschlechterverhältnis bei dieser Frage inzwischen ausgeglichen. Sowohl 75 Prozent der Männer als auch der Frauen würden positive Effekte darin sehen. Es bleibt also abzuwarten, ob und wann die EU dieses Thema wieder auf die Agenda nehmen wird.

So lange werden die Betroffenen wohl noch mit Müdigkeit, Kopfschmerzen und Ein- und Durchschlafproblemen zu kämpfen haben. Es dauert einige Tage bis sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnt hat. Für Versicherte, die dauerhaft unter Schlafstörungen leiden, bietet die KKH einen Online-Stress- und Schlafcoach an. Das Angebot umfasst ein acht Wochenprogramm mit Entspannungsübungen, Meditationen und einem Schlaftagebuch und ist für KKH-Versicherte kostenfrei. Weitere Infos gibt es im Internet unter: kkh.de/online-stresscoach.

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der KKH Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren repräsentativ befragt: 1.004 Personen im März 2021, 1.003 Personen im März 2019 sowie 1.000 Personen im Oktober 2016.
Autor: psg

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Kommentare
grobschmied56
23.03.2021, 16:41 Uhr
Wer hat an der Uhr gedreht...
... ist es wirklich schon so spät? Ein weiteres anschauliches Beispiel für Komplettversagen der EU. mit der Zeitumstellung verhält es sich ganz ähnlich wie mit Summsi, der Schei**hausfliege. Keiner will sie, keiner braucht sie, aber man wird sie einfach nicht los.
Dabei war schon zwei Jahre nach Einführung klar, daß diese Maßnahme ihr eigentliches Ziel, Einsparung von Elektroenergie klar verfehlt. Gerade einmal 0,3 Prozent weniger Verbrauch (optimistische Schätzung) - ein kümmerliches Ergebnis, gemessen am Aufwand.
Dazu kommt noch, daß sich für viele Menschen gesundheitliche Nachteile ergeben. Das reicht bis zu vermehrten Verkehrs- und Arbeitsunfällen.
Für die Bundesrepublik habe ich keine Daten gefunden, wohl aber für die USA. Dort wird auch an der Uhr gedreht, wie bei uns. Über einen Zeitraum von 22 Jahren beobachtete man dort eine Zunahme schwerer Verkehrsunfälle mit durchschnittlich 28 Verkehrstoten ZUSÄTZLICH in der ersten Woche nach Vorstellen der Uhren um eine Stunde.
Das würde einer Zunahme in Deutschland um 7 Verkehrstote in jedem Jahr in den ersten Tagen nach der Uhrendreherei bedeuten. Dazu eine entsprechende Anzahl Schwerverletzter. Es kämen dann in 40 Jahren 280 Tote und ein mehrfaches an Verletzten zusammen.
Nun stelle man sich vor, diese Opfer-Zahl wäre nicht über Jahre und eine große Fläche verteilt, sondern an einem Punkt und gleichzeitig zustande gekommen - was hätte das für ein Geschrei gegeben!
Für die Abschaltung aller Kernkraftwerke in der Bundesrepublik konnte man wesentlich weniger gute Gründe angeben! Aber die wurde beschlossen und wird durchgezogen, die Abschaffung der sinnlosen Herumspielerei an den Uhren nicht!
Sonnenschein2014
23.03.2021, 16:54 Uhr
EU einfach uneinig
Super Beispiel für EU Uneinigkeit.
Wenn man sich noch nichtmal über die Abschaffung der Zeitumstellung in Europa einigen kann ( über Jahre ) ,wie will man da größere Probleme lösen!
Oder über Jahre sich noch nicht mal auf ein gleiches KFZ Kennzeichen einigen können.
Wo jedem Staat doch wieder sein nationales Interesse wichtig ist.
Jetzt wird aktuell die Kluft zwischen einem vereinigten Europa und deren Staaten am deutlichsten.
Halssteckenbleib
23.03.2021, 16:55 Uhr
Stimmt ganz genau
Einmal eingeführt und nie wieder ausgeführt.Sowas geistloses können auch nur Menschen erfinden.Tiere kämen niemals auf die Idee die Zeit zu verstellen.Der Mensch tut aber auch alles menschenmögliche um sich das Leben schwer zu machen.Wo ist da der Sinn?Oder ist die Natur einfach so.Jetzt im Lockedaun ist das eh egal wie die Uhr steht.
Sonnenschein2014
23.03.2021, 18:01 Uhr
EU einfach uneinig
Super Beispiel für EU Uneinigkeit.
Wenn man sich noch nichtmal über die Abschaffung der Zeitumstellung in Europa einigen kann ( über Jahre ) ,wie will man da größere Probleme lösen!
Oder über Jahre sich noch nicht mal auf ein gleiches KFZ Kennzeichen einigen können.
Wo jedem Staat doch wieder sein nationales Interesse wichtig ist.
Jetzt wird aktuell die Kluft zwischen einem vereinigten Europa und deren Staaten am deutlichsten.
Halssteckenbleib
23.03.2021, 19:24 Uhr
Am besten
man erfindet alle Uhren auf 5 vor 12 zu stellen und die lästige Sommer|Winterzeit hätte sich erledigt.Hier ist aber die Politik gefordert.
grobschmied56
23.03.2021, 22:22 Uhr
Mein größter Ärger...
... besteht in der Ignoranz. Ich hab das schon vor Jahren ein paar jungen Kollegen mal so erklärt:
Die genaue Messung der Zeit ist eine knifflige Geschichte!
Man begann im Altertum mit Sonnenuhren, Wasseruhren und Sanduhren. Alles nur suboptimal.
Erst in der Renaissance kamen mechanische Pendeluhren auf, die einigermaßen genau liefen. Aber eben nur auf festem Boden. Dabei brauchte man aber gerade auf Schiffen genau gehende Chronometer - zur Zeit- und Ortsbestimmung.
Die britische Admiralität setzte im 18. Jahrhundert einen geradezu phänomenalen Preis aus, um präzise Breitengrads-und vor allem LÄNGENGRADS-Bestimmungen zu ermöglichen. 20 000 Pfund (in Worten zwanzigtausend Pfund) wurden ausgelobt demjenigen, der die präzise Ortsbestimmung auf hoher See zustande bringen würde!
Das war in damaliger Zeit eine phantastische Summe.
Entspräche heutigen 5 bis 6 Millionen Euro!
John Harrison, ein einfacher Tischler und Stellmacher, der sich selbst zum Uhrmacher, Astronomen, Mathematiker und Präzisions-Instrumenten-Erfinder ausgebildet hatte, verdiente sich die Prämie. Er konstruierte 'CHRONOMETER', die mit geradezu unglaublicher Genauigkeit funktionierten. Seine H4 wurde genau getestet.Die H4 zeigte auf der 81-tägigen Fahrt nach Jamaika nur eine Gangabweichung von 5 Sekunden.
Obwohl seine Schiffschronometer hervorragend funktionierten und das Problem der Längengradsbestimmung lösten, mußte Harrison bis ans Ende seines Lebens um die ihm zustehende Anerkennung kämpfen. Spätere Uhrmacher und Erfinder perfektionierten die Zeitmessung. Bis hin zur Cäsium-Fontänen-Atomuhr, welche in dreißig Millionen Jahren nur eine Gangabweichung von einer Sekunde hat.
Und dann .... im Jahr 1980 - Die KLATSCHE - Die OHRFEIGE, die Beleidigung aller Uhrmacher und Zeitmesser schlechthin: Einführung der Zeitumstellung - Sommerzeit-Winterzeit. Mal stellt man die Uhren vor, mal zurück, ganz wie's beliebt! Was für eine Beleidigung, was für eine Schmach und Erniedrigung für all die klugen, genialen Erfinder und Tüftler, die sich um eine genaue Zeitmessung bemüht haben! Und wofür? Für garnüscht!
Der Blitz möge sie beim SCHEI**EN TREFFEN, Die IGNORANTEN!
fso2020
23.03.2021, 22:23 Uhr
Sommerzeit/Winterzeit?
Es gibt keine Winterzeit!
Obwohl dies fälschlicherweise immer wieder publiziert wird, im Winterhaljahr leben wir in der Mitteleuropäischen Zeit(MEZ), die dem Biorhythmus der in dieser Weltregion lebenden Menschen und Tiere am meisten entgegenkommt.
Dass die EU eine einheitliche Zeitregelung vom östlichsten bis zum westlichsten Punkt ihrer Ausdehnung anstrebt, ist biologisch gesehen völliger Blödsinn.
Selbst in Nationalstaaten wie Russland, Australien oder den USA gibt es unterschiedliche Zeitzonen, weil diese den Lebensinteressen der dort beheimateten Individuen entgegenkommen.
Der Hickhack in der EU zeugt von Weltfremdheit und leider wieder einmal völliger Ahnungslosigkeit und Beratungsresistenz, da die Ratschläge führender Humanbiologen und Schlafforscher zu dem Thema überhaupt nicht gehört werden.
Wir werden immer mehr von absoluten Dilettanten regiert und wählen Sie auch noch, damit sie unsere Interessen vertreten sollen. Hier läuft richtig was schief!
grobschmied56
24.03.2021, 00:00 Uhr
Genau so ist es...
... die gute alte MEZ, die Mitteleuropäische Zeit, die will ich zurückhaben, und die gute, alte demokratische Bundesrepublik und die D-Mark!
Und deshalb werde ich, als alter weißer Mann, schief angeguckt!
Mir doch egal!
GerKobold
24.03.2021, 08:13 Uhr
meine Uhr bleibt immer un-umgestellt...!
Moinsen,
kurzes Statemant:
ich lass meine Uhr immer so wie es ist seit ich Rentner bin,ich habe deshalb echt keinen Stress mit der Uhrenumstellung zweimal im Jahr ;-)

Mir ist schon klar das es nicht Jeder so machen kann,allein wegen Arbeit Termine usw.

Bleibt Gesund
Gruß
Gerry
Paulinchen
24.03.2021, 09:41 Uhr
Gibt es etwas,...
...was die EU wirklich bewegen kann, außer Kaffeetassen und Kuchenteller, was am Ende einen Nutzen für die Menschen bringt?
- Coronaprobleme? Fehlanzeige
- Digitalisierung? Fehlanzeige
- Bildungssystem? Fehlanzeige
- Verkehrswegeausbau? Fehlanzeige
- Gesundheitswesen? Fehlanzeige
- Flüchtlingsprobleme? Fehlanzeige
- Energiewende/stabile Versorgung? Fehlanzeige
- Polizeireform? Fehlanzeige
- Zeitumstellung? Fehlanzeige
- Grenzsicherung (EUAußengrenzen)? Fehlanzeige
- Rentenangleichung Ost/West? Fehlanzeige
- sozialer Wohnungsbau? Fehlanzeige
- eine techn. optimierte Bundeswehr? Fehlanzeige
- Reduzierung der Anzahl von Bundestagsmitgliedern? Fehlanzeige
- Abschaffung von Zwangsgebühren wie für Minuszinsen für Bankkonten, GEZ-Gebühr, Zusatzbeiträge für Krankenkassen, Reduzierung der Krankenkassen? Fehlanzeige...

Die Liste ließe sich ganz sicher noch um sehr viele Punkte erweitern. Aus meiner Sicht ist das Konstrukt EU, eine riesige, kostenintensive Luftblase. Vielleicht auch eine teure Entsorgungsstelle für Möchtgernpolitiker mit entzogenen Doktortiteln, welche im Heimatland überflüssig oder unbequem waren.
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