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Do, 12:02 Uhr
25.03.2021
Nach Haustierboom in Corona-Zeiten:

Tierheime befürchten Abgabewelle

Der Deutsche Tierschutzbund und seine angeschlossenen Tierheime fürchten eine Abgabewelle von Haustieren in Folge des Corona-bedingten Haustierbooms. Wie diese Woche bekannt wurde, lebten 2020 fast eine Million Haustiere mehr in deutschen Haushalten als noch im Vorjahr...

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Die Tierschützer gehen davon aus, dass darunter viele Tiere sind, die als „Pandemie-Projekt“ unüberlegt und leichtfertig im Internet, im Zoofachhandel oder beim Züchter angeschafft wurden. Die Sorge, dass diese Tiere in den Tierheimen landen oder im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt werden, wenn die Pandemie zu Ende geht und ein „normales“ Leben wieder möglich ist, ist groß.

„Viele Menschen haben die Corona-Krise genutzt, um ihren lang gehegten Traum nach einem Tier endlich in die Tat umzusetzen. Wir befürchten jedoch, dass sich mindestens genauso viele spontan für einen tierischen Mitbewohner entschieden und sich zu wenig Gedanken gemacht haben, was nach Lockdown, Homeoffice und Homeschooling mit einem Tier auf sie zukommt. Was passiert, wenn man weniger Zeit hat, weil man seinen Hobbies wieder nachgehen, Freunde treffen oder Bars und Cafés besuchen möchte und der nächste Urlaub ansteht. In der Corona-Zeit gilt daher mehr als je zuvor: Die Anschaffung eines Tieres muss gut durchdacht sein“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Sich ein Tier ausschließlich aus Langeweile, Einsamkeit oder als Beschäftigungsmaßnahme zuzulegen, ist keine gute Idee.“

Weil Veranstaltungen und Feste in den Tierheimen seit Beginn der Corona-Krise ausfallen und damit wichtige Einnahmequellen wegbrechen, stehen viele Tierheime derzeit finanziell schlecht da. Wichtige Neuerungen und lange geplante Ausbauten mussten verschoben werden. Aufgrund der andauernden massiven Anfragen nach Tieren – und teilweise auch wegen vieler beschlagnahmter Tiere aus dem boomenden illegalen Handel – haben die Tierheime alle Hände voll zu tun. Eine Abgabewelle nach der Pandemie könnte viele an ihre Kapazitäts- und Leistungsgrenzen bringen.
Autor: red

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Kommentare
Halssteckenbleib
25.03.2021, 13:32 Uhr
Wieder ein Produkt
der Makelherde.Wie verantwortungslos mit der Krise umgegangen wird finde ich ekelhaft.Erst ein oder gar mehrere Tiere anschaffen dann wegwerfen.Ist zur Weihnachtszeit genauso.Erst denken dann handeln.Hier müssen richtig harte Strafen her.Tiere sind sensible Lebewesen und keine Wegwerfartikel! Schlimm iggitt
Paulinchen
25.03.2021, 15:33 Uhr
Schön und gut,..
... ich würde es begrüßen, wenn jeder, der angeblich Tiere im Ausland rettet und nach Deutschland holt, pro Tier 10.000 Euro bezahlen muss. Denn in der Regel, landen die armen Wesen auch noch in unseren Tierheimen. Nur sind diese selten kerngesund und kosten ihren künftigen "Eltern" Unsummen von Euro, für die zum Teil erfolglosen Tierarztkosten.
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