eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 10:29 Uhr
26.05.2021
Das Statistische Landesamt informiert:

Einbürgerungen in Thüringen 2020

Im Verlauf des Jahres 2020 haben in Thüringen 710 ausländische Personen (330 Männer und 375 Frauen) durch Einbürgerung die deutsche Staatsangehörigkeit erlangt. Dies ist nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der zweithöchste Wert seit dem Jahr 2000...

Einbürgerungsstatistik (Foto: TLS) Einbürgerungsstatistik (Foto: TLS)
Gegenüber dem Vorjahr, in welchem mit 790 Fällen die meisten Einbürgerungen registriert wurden, stellt dies den- noch einen Rückgang um rund 10 Prozent dar. Dieser Rückgang könnte pandemiebedingt sein1).

Die Einbürgerung erfolgte bei 330 Personen (47 Prozent) aus einer asiatischen Staatsangehörigkeit heraus, bei 280 Personen (40 Prozent) aus einer europäischen, bei 50 Personen (7 Prozent) aus einer afrikanischen und bei 45 Personen (6 Prozent) aus einer amerikanischen Staatsangehörigkeit.

Anzeige symplr (1)
Weitere 5 Personen (1 Prozent) kamen aus Ozeanien, waren staatenlos oder die Staatsangehörigkeit war nicht bekannt. Im Vergleich zum Vorjahr stellten diese Zahlen bei den Europäern einen Rückgang um 130 Einbürgerungen dar (-31 Prozent).

Bei den Asiaten (+35 Personen bzw. +11 Prozent), den Amerikanern (+15 Personen bzw. +43 Prozent) und den Afrikanern (+5 Personen bzw. +16 Prozent) konnte 2020 hingegen ein Plus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Der Rückgang bei den Einbürgerungszahlen in Thüringen im Jahre 2020 ist somit ausschließlich auf den Rückgang von Einbürgerungen von Menschen aus Europa zurückzuführen.

Nach den drei häufigsten Staatsangehörigkeiten untergliedert stellten die Syrer mit 100 Personen die größte Gruppe dar. Dies waren doppelt so viele wie 2019 (50 Einbürgerungen). An zweiter Stelle standen die Vietnamesen mit 40 eingebürgerten Personen und an dritter Stelle kamen die Rumänen, Russen und Ukrainer mit jeweils 35 Einbürgerungen. Die Zahl der eingebürgerten britischen Staatsangehörigen lag 2020 bei 15 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stellte dies einen Rückgang um fast 70 Prozent dar (2019: 40 Einbürgerungen).

Von den im Jahr 2020 in Thüringen eingebürgerten Personen waren 130 bzw. 18 Prozent unter 18 Jahren alt. Der Großteil (425 Personen bzw. 60 Prozent) war zwischen 18 bis unter 45 Jahren alt.

In der Altersgruppe der 45- bis unter 60-Jährigen ließen sich 120 Personen einbürgern (17 Prozent). 35 Personen bzw. 5 Prozent waren bereits 60 Jahre und älter.

280 Personen (40 Prozent) hielten sich zum Zeitpunkt der Einbürgerung 8 bis 14 Jahre in Deutschland auf. 265 Personen (37 Prozent) waren noch keine 8 Jahre in Deutschland und 160 Personen (23 Prozent) lebten bereits 15 oder mehr Jahre in diesem Land.

Zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung lebten 125 Personen in der kreisfreien Stadt Erfurt, gefolgt von der Stadt Jena mit 75 Personen und dem Landkreis Gotha mit 55 Personen. Die wenigsten Einbürgerungen gab es im Kyffhäuserkreis (5 Personen), gefolgt von den Landkreisen Sömmerda und Sonneberg (jeweils 10 Personen).

1) Die amtliche Einbürgerungsstatistik erhebt die Zahl der im Berichtsjahr abgeschlossenen Ein- bürgerungsverfahren. Die Antragsstellung kann bereits vor dem Berichtsjahr stattgefunden ha- ben. Pandemiebedingt kam es im Jahr 2020 teilweise zu verlängerten Wartezeiten und Verfah- rensdauern. Im Rahmen der Kontaktreduzierung konnten in den Einbürgerungsbehörden oder in den Behörden, Botschaften und diplomatischen Vertretungen, welche zur Beschaffung not- wendiger Unterlagen aufgesucht werden müssen, weniger Termine vergeben werden. Zeitweise konnten über Monate hinweg keine Einbürgerungs- oder Sprachtests durchgeführt werden. Teil- weise mussten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einbürgerungsbehörden andernorts aus- helfen, um die Folgen der Pandemie zu bewältigen. Nachholeffekte im nächsten Jahr sind zu erwarten. Die Ergebnisse sind daher nur eingeschränkt mit den Vorjahresergebnissen vergleichbar.

Bitte beachten:
Alle Ergebnisse der Einbürgerungsstatistik der Berichtsjahre 2018 bis 2020 wurden einem Geheim- haltungsverfahren unterzogen, bei dem alle Fallzahlen auf das nächstgelegene Vielfache von 5 ge- rundet wurden. Infolgedessen können bei Summenbildung Differenzen auftreten.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Örzi
26.05.2021, 13:11 Uhr
Seltsame Zahlen
50 Personen aus Afrika aber 100 Personen aus Syrien.
Paulinchen
26.05.2021, 19:37 Uhr
Nun hat Deutschland wieder....
.... seine Staatsbürgerschaften ausgeschüttet. Darf man auch erfahren, ob es sich dabei nun um Bürger mit doppelten Staatsbürgerschaften handelt? Im Moment hat uns das Fernsehen Bilder aus Syrien gezeigt. Wer soll denn die Ruinen wieder aufbauen, wenn die Neudeutschen demnächst nur noch in die Ferien dorthin aufbrechen?
Kama99
26.05.2021, 19:49 Uhr
@Paulinchen
Die meisten (Steuer-)Gelder wird natürlich Deutschland nach Syrien zum Wiederaufbau schicken. Wer es am Ende aufbaut ist erst einmal egal.
Kobold2
26.05.2021, 20:13 Uhr
Oh welch Aufruhr
55 % Prozent Leben eh schon über 8 Jahre und länger hier . Welch Katastrophe hier wieder abgeleitet wird, ist nur mit pauschalen Vorurteilen zu erklären. Keine Ahnung, aber viel Meinung.
Paul
26.05.2021, 22:08 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)