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So, 13:38 Uhr
24.10.2021
Realität und Prognose

Wasserstoff-Mobilität: Tausende statt Millionen

Hätten sich Prognosen von Beratungsunternehmen aus dem Jahr 2010 bewahrheitet, dann wären bereits bis zu 2,8 Millionen Wasserstoff-Fahrzeuge auf die Straße gebracht worden. Die Realität ist eine andere...

So beläuft sich die Anzahl der insgesamt verkauften H2-Autos auf lediglich 30.000 – weltweit, wohlgemerkt. Wie eine neue Handelskontor-Erhebung aufzeigt, kann die geringe Nachfrage dabei nur bedingt auf den mangelnden Infrastruktur-Ausbau zurückgeführt werden.

So gibt es dieser Tage deutschlandweit etwa 91 Wasserstoff-Tankstellen, welche in Betrieb sind. Weitere 17 befinden sich in der Realisierung. In den nächsten Monaten soll die Infrastruktur das Niveau erreicht haben, das es über 6 Millionen Autofahrer ermöglicht, auf Wasserstoff umzusteigen, ohne größere Umwege in Kauf nehmen zu müssen.

Der Wasserstoff-Mobilität wird bereits seit geraumer Zeit ein großes Potenzial zugeschrieben. In der Realität spielen die Fahrzeuge allerdings nur eine marginale Rolle. Dennoch, abgeschrieben wird die Technologie von vielen noch nicht. So zeigen aktuelle Prognosen, dass der Anteil der H2-Fahrzeuge am PKW-Absatz im Jahr 2030 immerhin 3 Prozent betragen soll. Gleichwohl selbstredend auch diese Vorhersage an der Realität zerschellen kann.

Eine größere Rolle als im automobilen Sektor spielt das Thema Wasserstoff unterdessen auf dem Börsenparkett. Wasserstoff Aktien hatten lange Hochkonjunktur, doch auch hier flaute das Interesse zuletzt merklich ab. Der Google-Trend-Score für das Suchbegriffspaar „Wasserstoff Aktien“ notiert aktuell bei 19, wobei ein Wert von 100 für das größtmögliche relative Suchvolumen steht.

Nicht nur auf den Straßen, sondern auch an der Börse dominiert gegenwärtig das Thema Elektromobilität. Während Tesla im 12-Monats-Rückblick beispielsweise 105,2 Prozent an Marktkapitalisierung zulegen konnte, büßte das H2-Unternehmen Nel ASA 18,8 Prozent an Wert ein.
Autor: red


Kommentare
Echter-Nordhaeuser
24.10.2021, 14.01 Uhr
"Wasserstoff oder Elektro"
Angebot und Nachfrage, wenn ich aber nur sozusagen ein Fahrzeug angeboten bekomme sprich Elektroauto dann ist doch dort der Absatz höher.
Habe ich aber vom Fahrzeuge mehrere Modelle zur Wahl Elekro oder Wasserstoff dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Aber man versteift sich ja hier nur auf eine Antriebsart. Oder man würde weiter in die Verbrenner investieren noch sparsamer und effizienter da gäbe es auch garantiert noch Luft nach oben. Aber es wird sich ja alles schön geredet wie die es brauchen oder haben wollen.
Pe_rle
24.10.2021, 15.57 Uhr
Wasserstoff-Aotos
die ganze Welt hat sich im Moment auf Elektro festgelegt, da wird alles andere verpönt. Wenn man gewollt hätte, hätte Wasserstoff Elektroautos an die Wand gespielt.
Das Problem in der ganzen Welt ist die Politik, die legt fest was sein wird, ob man Ahnung hat oder nicht.
Halssteckenbleib
24.10.2021, 16.35 Uhr
Jetzt sind erstmal E Autos trendi
Wenn die dann auch nach neuesten Erkenntnissen als Dreckschleuder und Klimakiller erklärt werden dann erst kommt die nächste Generation Kohlenstoff Autos.Bis dahin fahre ich aber noch meine umweltklimafreundliche Rennpappe Typ Trabant.Da hat man das Problem erst gar nicht.
Herr Schröder
24.10.2021, 17.41 Uhr
Echter-Nordhaeuser & Pe_rle
Wahnsinnig schlau ihre Kommentare.
Wasserstoff Autos sind Autos mit Elektromotor nur ohne Akkus.
Und wenn sie beide eine Idee haben wie man Wasserstoff so günstig herstellen kann dass es sich jeder leisten kann melden sie das Patent an. Sicher ist Wasserstoff die Antriebsform der Zukunft aber heute noch nicht bezahlbar.
Echter-Nordhaeuser
24.10.2021, 20.06 Uhr
"Och@Herr Schröder"
Über Bezahlbarkeit muss man doch nicht diskutieren es wird hier in dem Staat soviel Geld verbraten z.B. für Sachen die kein Mensch braucht Autonomes Fahren,wozu worin besteht da der Sinn. Für diese Gelder könnte man an neuen Antrieben forschen und so geht das weiter über die anderen Gelder will ich hier gar nicht schreiben sonst schreibe ich mich wieder um Kopf und Kragen. Also am Geld kann es nicht liegen muss nur vernünftig und sinnvoller eingesetzt werden.
gandalf
24.10.2021, 20.32 Uhr
@ Herr Schröder
Die Technik, Wasserstoff mit 700 bar oder im flüssigen Zustand bei minus 253 Grad Celsius im Auto zu speichern, ist heutzutage spottbillig...das weiß doch jedes Kind (und natürlich schlaue nnz-Kommentatoren). Nur die dummen Politiker, die wollen das nicht begreifen.
Saebelzahntiger
24.10.2021, 22.59 Uhr
H2 das erste Element im Periodensystem, gelernt 8. Klasse Chemieunterricht DDR Bildungssystem
Die Menschheit kann wohl tun was Sie will, alles was wir natürlich nicht per Pedes umsetzen um von A nach B zu kommen verlagern auf Andere in der Welt.
Da liegen wohl die Nachdenkpotentiale zur Sicherung nachfolgender Generationen und die Erhaltung unseres blauen Planeten.
Aber wie formulierte es schon ein großer Raumfahrer sinngemäß"Die Menschheit ist offenbar noch nicht soweit aus der tierischen Welt, wo einer den anderen frißt bis heute nicht herausgekommen.
Nordhausen hat auch im Sinne der Elektromobilität zwar in der ersten Phase verspielt aber das Potential an innovativen weiterdenkenden Fachkräften und Firmen ist vorhanden. Was wollen wir mehr...
Wir sollten nur aufpassen, dass bei Wasserstoffautos die Strassenkanalition das viele Auspuffwasser auch abführen kann;-))
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