Mo, 10:30 Uhr
08.11.2021
Leserbrief
Kuba – viel mehr als Rum, Zigarren und Orangen
Die Ortsgruppenvorsitzende Christa Groß vom Wohnbezirk IV der Volkssolidarität in Sondershausen hatte Herrn Olaf Schimmelpfennig zu Gast. Von seiner Kuba-Reise hatte er herrliche Bild-Impressionen mitgebracht...
Christa Groß bedankte sich bei Olaf Schimmelpfennig für die vielen schönen Eindrücke und Berichte mit einem kleinen Geschenk (Foto: T. Leipold)
Kuba ist ein sozialistischer Inselstaat in der Karibik. Durch die Embargo-Politik, insbesondere der USA, seit vielen Jahrzehnten muss man hier auf vieles im täglichen Alltag verzichten, weil es vieles eben nicht im Land gibt. Aber auch unsere ältere (noch) DDR-Generation kennt das ja auch noch aus eigenem Erleben. Not macht auch dort erfinderisch. Und wenn die Gerüchte-Küche verbreitete, dass es was in HO und Konsum geben würde oder sollte, so bildeten sich auch bei uns lange Schlangen zum Einkaufen.
So ist es auch in Kuba. Wenn es mal was gibt, dann muss man schnell sein, bevor der Vorrat alle ist und es nichts mehr gibt. Die Reise führte Herrn Schimmelpfennig durch verschiedene Städte und Ziele. Viele Bauten aus der Kolonialzeit beeindrucken noch heute, aber es gibt natürlich auch moderne Architektur. Was insbesondere die Männerherzen, aber sicher nicht nur diese, hochschlagen lässt, ist der Anblick oder auch eine Fahrt in einem der vielen Oldtimer-Autos. Auch dies ist immer noch ein Ergebnis und eine Folge des Embargos. Neue Fahrzeuge kamen nicht auf die Insel, also mussten die älteren Fahrzeuge weiter funktionieren und dies bis heute.
Ob die Autos alle bei uns in Deutschland noch durch den
TÜV kommen würden sei mal dahingestellt. Ein besonderes Erlebnis ist eine Rund-oder Ausflugsfahrt mit diesen Fahrzeugen aber allemal. Da hier Benzin und Diesel auch Mangelware sind prägen etliche Pferde-Gespanne, Fahrräder als Lastengefährte, Rikschas das Straßenbild. Selbst Ziegen werden als solche Nutztiere eingesetzt. Das Klima und die CO2-Bilanz freut das sicherlich, auch wenn es Lösungen aus der Not heraus geboren sind. Aber man muss sich eben in der Not zu helfen wissen. Was nicht nur ihm auffiel, waren die besonderen Straßensperren. Hier setzt man Figuren und Puppen ein und nicht wie bei uns die einfachen Straßenabsperrschranken.
In Kuba gibt es sehr viel Zuckerrohr-Anbau. Auch Tabak wird hier viel angebaut und verarbeitet Bei einem Besuch in einer Destillerie, einem Museum, einer Manufaktur kann man viel sehen und erfahren wie Zuckerrohr oder Tabak vom Feld bis zum Endprodukt verarbeitet wird, wie das traditionell erfolgt und was es für Kniffe und besondere handwerkliche Tricks dabei gibt.
Selbstverständlich kann man den besonderen Rum (aus dem Zuckerrohr) oder die kubanischen Zigarren auch probieren und kaufen. Beides habe er auch probiert und auch sichtlich genossen, erzählte Herr Schimmelpfennig. Natürlich hat Kuba auch landschaftlich seine besonderen Reize. Davon zeugten auch viele seiner Bilder. Was aber neben den Bildern sicher auch noch wichtiger ist, sind die Begegnungen im Land und mit den Menschen, von denen er uns berichtete.
Dort erlebt man Herzlichkeit, Gastlichkeit und eben auch ein besonderes Lateinamerikanisches Feeling und Temperament. Nicht nur abends an der Bar erlebt man Samba, Rumba, Tango hautnah und wird von der Atmosphäre und der Musik förmlich begeistert und mitgerissen. Musiker und Straßen-Kapellen prägen das Stadtbild vieler Orten.
Herr Haubner vom Handwerkerstübchen hatte für uns zur Kaffeetafel neben herzhaften Speisen auch wieder Kuchen, dieses Mal wohlschmeckende Apfeltorte, vorbereitet. Das nächste Mal will sich die Gruppe am 16. November um 14 Uhr wieder treffen.
T. Leipold, Wohnbezirk IV der VS in Sondershausen
Autor: emw
Christa Groß bedankte sich bei Olaf Schimmelpfennig für die vielen schönen Eindrücke und Berichte mit einem kleinen Geschenk (Foto: T. Leipold)
Kuba ist ein sozialistischer Inselstaat in der Karibik. Durch die Embargo-Politik, insbesondere der USA, seit vielen Jahrzehnten muss man hier auf vieles im täglichen Alltag verzichten, weil es vieles eben nicht im Land gibt. Aber auch unsere ältere (noch) DDR-Generation kennt das ja auch noch aus eigenem Erleben. Not macht auch dort erfinderisch. Und wenn die Gerüchte-Küche verbreitete, dass es was in HO und Konsum geben würde oder sollte, so bildeten sich auch bei uns lange Schlangen zum Einkaufen.
So ist es auch in Kuba. Wenn es mal was gibt, dann muss man schnell sein, bevor der Vorrat alle ist und es nichts mehr gibt. Die Reise führte Herrn Schimmelpfennig durch verschiedene Städte und Ziele. Viele Bauten aus der Kolonialzeit beeindrucken noch heute, aber es gibt natürlich auch moderne Architektur. Was insbesondere die Männerherzen, aber sicher nicht nur diese, hochschlagen lässt, ist der Anblick oder auch eine Fahrt in einem der vielen Oldtimer-Autos. Auch dies ist immer noch ein Ergebnis und eine Folge des Embargos. Neue Fahrzeuge kamen nicht auf die Insel, also mussten die älteren Fahrzeuge weiter funktionieren und dies bis heute.
Ob die Autos alle bei uns in Deutschland noch durch den
TÜV kommen würden sei mal dahingestellt. Ein besonderes Erlebnis ist eine Rund-oder Ausflugsfahrt mit diesen Fahrzeugen aber allemal. Da hier Benzin und Diesel auch Mangelware sind prägen etliche Pferde-Gespanne, Fahrräder als Lastengefährte, Rikschas das Straßenbild. Selbst Ziegen werden als solche Nutztiere eingesetzt. Das Klima und die CO2-Bilanz freut das sicherlich, auch wenn es Lösungen aus der Not heraus geboren sind. Aber man muss sich eben in der Not zu helfen wissen. Was nicht nur ihm auffiel, waren die besonderen Straßensperren. Hier setzt man Figuren und Puppen ein und nicht wie bei uns die einfachen Straßenabsperrschranken.
In Kuba gibt es sehr viel Zuckerrohr-Anbau. Auch Tabak wird hier viel angebaut und verarbeitet Bei einem Besuch in einer Destillerie, einem Museum, einer Manufaktur kann man viel sehen und erfahren wie Zuckerrohr oder Tabak vom Feld bis zum Endprodukt verarbeitet wird, wie das traditionell erfolgt und was es für Kniffe und besondere handwerkliche Tricks dabei gibt.
Selbstverständlich kann man den besonderen Rum (aus dem Zuckerrohr) oder die kubanischen Zigarren auch probieren und kaufen. Beides habe er auch probiert und auch sichtlich genossen, erzählte Herr Schimmelpfennig. Natürlich hat Kuba auch landschaftlich seine besonderen Reize. Davon zeugten auch viele seiner Bilder. Was aber neben den Bildern sicher auch noch wichtiger ist, sind die Begegnungen im Land und mit den Menschen, von denen er uns berichtete.
Dort erlebt man Herzlichkeit, Gastlichkeit und eben auch ein besonderes Lateinamerikanisches Feeling und Temperament. Nicht nur abends an der Bar erlebt man Samba, Rumba, Tango hautnah und wird von der Atmosphäre und der Musik förmlich begeistert und mitgerissen. Musiker und Straßen-Kapellen prägen das Stadtbild vieler Orten.
Herr Haubner vom Handwerkerstübchen hatte für uns zur Kaffeetafel neben herzhaften Speisen auch wieder Kuchen, dieses Mal wohlschmeckende Apfeltorte, vorbereitet. Das nächste Mal will sich die Gruppe am 16. November um 14 Uhr wieder treffen.
T. Leipold, Wohnbezirk IV der VS in Sondershausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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